Verhütung und Babywunsch

Hormonelle Verhütung Langzeitverhütung mit der Dreimonatsspritze

Injezierung der Hormonspritze

Die Dreimonatsspritze, auch Depotspritze genannt, ist eine Methode zur hormonellen Langzeitverhütung. Alle drei Monate injiziert der Frauenarzt eine hohe Dosis des Hormons Gestagen in den Gesäß- oder Oberarmmuskel. Die Spritze gilt als sehr zuverlässig, birgt aber aufgrund der hohen Hormondosis auch einige Risiken. Darum verschreiben Fachärzte die Dreimonatsspritze auch nur an Frauen, die die Pille oder andere klassische Verhütungsmittel nicht vertragen. 

Wie die Hormonspritze wirkt

Das Hormon Gestagen verhindert nicht nur den Eisprung, es sorgt auch dafür, dass sich der Schleim im Gebärmutterhals so stark verdickt, dass Spermien nicht mehr in die Gebärmutter gelangen. Zusätzlich hemmt das Hormon auch den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Eine befruchtete Eizelle kann sich dort nicht mehr einnisten. Die erste Verhütungsspritze wird innerhalb der ersten 5 Tage des neuen Zyklus injiziert und anschließend alle 12 Wochen wiederholt. In regelmäßigen Abständen kontrolliert der behandelnde Arzt die Knochendichte, um das Risiko einer Osteoporose zu minimieren. 

Die Vorteile der Dreimonatsspritze 

Für Frauen, die die Pille nicht vertragen, bietet die Hormonspritze einen zuverlässigen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft. Auch Einnahmefehler, wie sie bei der Pille immer wieder auftreten, sind bei der Dreimonatsspritze ausgeschlossen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Menstruationsbeschwerden verringern sich deutlich. 

Nachteile der Hormonspritze 

Viele Frauen vertragen die hohe Hormondosierung nicht. Sie klagen über Kopfschmerzen, Depressionen und Wassereinlagerungen. Auch Schmier- und Zwischenblutungen kommen häufig vor. Nach Absetzen der Spritze kann es bis zu einem Jahr dauern, bevor sich der Zyklus wieder normalisiert und man schwanger werden kann. Für junge Frauen mit Kinderwunsch ist diese Verhütungsmethode darum selten die erste Wahl. Außerdem sollte man bedenken, dass manche Medikamente die Wirkung des Hormons beeinträchtigen können. Raucherinnen, die mittels Hormonspritze verhüten, haben ab dem 35. Lebensjahr ein deutlich höheres Risiko für arterielle Gefäßerkrankungen, Schlaganfälle und Herzinfarkte. 

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Partnerschaft | Sex | Verhütung