Sex-Kolumne

Schnipp schnapp, Haare ab Schambehaarung: Was ist sexy, was geht gar nicht?

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Alexander Scherb

Alex ist Germanist mit Leidenschaft und bei der Petra für die Themen Sex und Liebe zuständig. Was ihn daran fasziniert? Ganz einfach: Nichts kann so schön aber auch so schmerzvoll sein.

Die Schambehaarung der Frau ist tatsächlich eine Sache, welche die Männerwelt spaltet. Manche mögen es glatt rasiert, andere stehen auf gut gestutzte Schamhaare, wieder andere mögen den vollen Busch. Für Frauen ist es oftmals eine Quälerei. Waxing tut weh, eine Intimrasur verursacht teilweise unschöne Pickelchen untenrum und sugaring ist meist teuer. Was kann Frau also tun, um auf Nummer sicher zu gehen? Ich sage: Tun Sie das, womit Sie sich am wohlsten fühlen!

Schambehaarung: Kahl ist das neue sexy

Die schlechte Nachricht vorweg: Bei Schamhaar gibt es unter Männer so viele Meinungen, wie zur Leistung der Lieblingsmannschaft im Fußball. Manche Männer mögen es lieber komplett haarlos, andere lieben den so genannten "Glückspfad", also einen mehr oder weniger dünnen Streifen auf dem Venushügel. Ein paar Wenige mögen sogar die volle Intimbehaarung, wenngleich das eher selten ist. Es gibt also nicht den einen, sicheren Weg mit dem man jeden Mann glücklich machen kann. Übrigens ist es beim anderen Geschlecht da nicht anders. Zumindest meiner Erfahrung nach. Viele Frauen mögen es lieber wenn Männer sich trimmen oder sogar komplett rasiert sind. Oftmals aus hygienischen Gründen.

Doch woher kommt dieses neue Schönheitsideal? Dazu sollte man sich wohl erst einmal die Entwicklung ansehen, welche die Menschen in unserer Gesellschaft in den vergangenen 30 Jahren durchlebt haben. In den Achzigern zeigte Nena auf der Bühne noch völlig ungeniert ihre unrasierten Achseln. Heutzutage wäre das wohl undenkbar. Der Trend weg von Schamhaaren ist wohl auch maßgeblich von den USA beeinflusst, in denen Frauen schon viel früher mit Rasieren, Waxen und Laser-Haarentfernung angefangen haben als hierzulande. Aber auch die Abgrenzung der Elterngeneration dürfte ihren Teil dazu beigetragen haben. Wer lächelt heutzutage nicht über den vollbehaarten Schambereich der 69er-Generation? 

Kein Drama um die Schambehaarung bitte

Ich persönlich bin kein Fan von Schamhaaren. Und ich bin sicher die meisten anderen Männer sehen es ähnlich. Doch erwehre ich mich gegen das platte Vorurteil der Schulmädchen-Attitüde. Man kann mir nicht erzählen, dass der einzige Unterschied zwischen einer Frau und einem Mädchen die Schambehaarung ist. Nein, mir (und vielen anderen Männern) geht es eben, wie den Frauen, um Hygiene und Ästhetik. Es ist wohl unbestreitbar, dass gerade bei der oralen Befriedigung ein unrasierter Schambereich störend ist. Wer hat schon gerne die Haare des Partners im Mund? Mir ist bewusst, welchen Aufwand das Entfernen der Haare an den Genitalien mit sich zieht. Allerdings mache ich da bei mir auch keine Ausnahme.

Natürlich habe ich mich nicht immer rasiert. Früher verschwendete ich keine Gedanken an eine Rasur. Die Rasur des Intimbereichs war für mich eine Sache der Frau. Wie falsch ich doch lag! Und meine heutige Erfahrung gibt mir Recht. Ich habe schon viele Frauen sagen hören: "Mein Freund könnte sich da unten mal einer Rasur unterziehen". Aber noch nie hat sich eine Frau darüber beschwert, dass ihr Freund zu rasiert ist. Natürlich akzeptiere ich auch die andere Meinung und käme im Traum nicht auf die Idee, die Schambehaarung meiner Freundin zum Streitthema zu machen. Es geht hier schließlich nur um das persönliche Empfinden. Und eines möchte ich auch noch sagen: Egal ob voller Busch oder glatte Haut, für einen Mann gibt es wohl kaum etwas Schöneres auf der Welt, als den weiblichen Körper. Mit oder ohne Haare. 

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Schlagworte
Erotik | Frauen | Körperpflege | Sex
Autor
Alexander Scherb