Sex-Kolumne

Mythos oder Wirklichkeit? Squirten: Die weibliche Ejakulation

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Alexander Scherb

Alex ist Germanist mit Leidenschaft und bei der Petra für die Themen Sex und Liebe zuständig. Was ihn daran fasziniert? Ganz einfach: Nichts kann so schön aber auch so schmerzvoll sein.

Für viele ist der G-Punkt noch heute ein reiner Mythos. Dabei gibt es mittlerweile zahlreiche Frauen, die auf diese ganz besondere Stelle ihres Körpers schwören. Doch was hat der G-Punkt mit Squirting zu tun? Eine ganze Menge, denn nur durch ihn kann die weibliche Ejakulation ausgelöst werden. Bevor also an das Squirten gedacht werden kann, sollte erst einmal dieser Hot Spot gefunden werden.  Doch wie finden Sie diesen geheimen Punkt, von dem nicht einmal die Wissenschaft restlos überzeugt ist? Wir sagen es Ihnen.

G-Punkt finden: So geht es

Im Grunde genommen ist der G-Punkt sehr leicht zu entdecken. Er befindet sich nämlich bei allen Frauen circa vier Zentimeter vom Eingang der Scheide entfernt auf der inneren, oberen Seite Richtung Bauchdecke. Durch die vielen Nervenenden die dort münden, ist diese Stelle leicht geriffelt. Die Größe des G-Punkts kann zwar von Frau zu Frau schwanken, liegt im Durchschnitt allerdings bei etwa zwei Zentimetern. Durch die oberhalb liegende Position ist dieser Punkt für die Frau selbst nicht leicht zu erreichen. Am besten lassen Sie Ihren Partner diese Stelle erkunden. Auch das richtige Sexspielzeug, wie beispielsweise ein Vibrator, kann dabei helfen.

Der G-Punkt kann grob als das weibliche Pendant zur Prostata gesehen werden. Bei sexueller Erregung sondert dieser Punkt über Drüsen eine Flüssigkeit ab, die bei weiterer Stimulation in einer Ejakulation enden kann. Die austretende Flüssigkeit wurde früher fälschlicherweise für einen unkontrollierten Urinabgang gehalten. Dem ist aber definitiv nicht so! Doch bedenken Sie: Nicht jede Frau empfindet diese Art der Penetration gleich erregend. Für manche Frauen ist es viel zu intensiv, während andere kaum etwas spüren. Gerade zu Beginn der sexuellen Handlung kann sich der Druck auf den G-Punkt unangenehm anfühlen. Mit steigender Erregung verändert sich allerdings meist dieses Empfinden und die Stimulation wird als sehr angenehm betrachtet.

Was hat es mit dem Squirten auf sich?

Stimuliert man nun weiter diesen Punkt, kann es zum so genannten Squirten kommen. Squirten – das englische Wort für Spritzen – ähnelt dabei vom Abgang dem Samenerguss des Mannes. Auch das weibliche Ejakulat tritt pulsierend aus und spritzt schon mal einige Zentimeter weit. Der Orgasmus beim Squirten unterscheidet sich dabei gänzlich von vanginalen oder klitorialen Orgasmen. Viele Frauen, welche einen Squirt-Orgasmus erlebt haben, bezeichnen ihn als den stärksten Orgasmus überhaupt. 

Nun also zur Anfangs gestellten Frage: Macht das Squirten den Sex wirklich besser? Nun, es macht ihn zumindest nicht schlechter. Doch lassen Sie sich Zeit. Denn nicht nur fehlende Reize können das weibliche Ejakulieren verhindern, sondern auch Barrieren im Kopf. Es ist wichtig, dass Sie sich völlig ungehemmt an diese neue Form der Stimulation herantasten. Viele Frauen berichten von leichtem Harndrang, bis dass ein bestimmter Erregungspunkt überschritten ist. Geben Sie also nicht so schnell auf, sollte sich das richtige Gefühl nicht direkt einstellen. Auch der Partner kann eine Hilfe sein. Doch dafür muss absolutes Vertrauen bestehen. Eine aufgeschlossene und liebevolle Partnerschaft ist beim gemeinsamen Erkunden also Pflicht. 

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Schlagworte
Frauen | Lust | Sex
Autor
Alexander Scherb