Sex-Kolumne

Die Lust an der Schärfe Figging: Was ist dran am Ingwer-Sex?

Was ist figging-ingwer-sex

Sollten Sie noch nichts von Figging gehört haben, brauchen Sie sich nicht für ungebildet halten. Der Ingwer-Sex ist nämlich tatsächlich sogar im BDSM-Bereich eine Randerscheinung. Doch was finden manche Menschen an dieser Sexpraktik? Und wie wird dieser Fetisch überhaupt ausgelebt? Hier erfahren Sie es.

Figging ist Geschlechterübergreifend

Alexander Scherb

Alex ist Germanist mit Leidenschaft und bei der Petra für die Themen Sex und Liebe zuständig. Was ihn daran fasziniert? Ganz einfach: Nichts kann so schön aber auch so schmerzvoll sein.

Zunächst einmal sollte gesagt werden, dass es beim Sex mit Ingwer kein dominantes Geschlecht gibt. Sowohl Männer als auch Frauen praktizieren diesen Fetisch. Sie sollten sich Figging auch nicht als richtigen Sex vorstellen. Vielmehr handelt es sich hier um eine Praktik zur Steigerung der sexuellen Erregung. Die allgemeinste Methode ist, aus der Ingwerwurzel einen Dildo zu schnitzen, welcher entweder anal oder vaginal eingeführt wird. Die Schärfe des Ingwers sorgt dann für eine Erhitzung der Schleimhäute. Dabei reizen die ätherischen Öle des Ingwers beispielsweise die Darminnenwände.

Dies ist in erster Linie für all jene gedacht, die eine höhere Erregung durch den so genannten Lustschmerz erreichen wollen. Das brennende Prickeln im Anus oder der Vagina kann dann sogar bis zum Orgasmus führen. Der Vorteil dieser Praktik: Im Gegensatz zu mechanischen Geräten besteht keine Verletzungsgefahr. So können Liebhaber von Figging ihren Lustschmerz ausleben ohne Angst vor Verletzungen im Intimbereich haben zu müssen. Natürlich funktioniert das Ganze auch mit Pulver. Der gemahlene Ingwer wird dann mit Spucke auf Eichel, Klitrois, Schamlippen oder Brüste verrieben.

Figging in Kombination mit anderen Fetischen

Oftmals wird Figging auch als Züchtigung in einem Rollenspiel genutzt. Die zu bestrafende Person wird dann dem Brennen der Wurzel ausgesetzt, was aber von beiden Parteien als erregend empfunden wird. Verfechter dieser Praktik sprechen sogar davon, dass Figging orgasmusfördernd sei. Ob diese erotischen Lustspiele für jedermann sind, sei jetzt einmal dahingestellt. Fakt ist aber, dass Figging nicht neu ist. Ähnliche Sexspiele lassen sich schon bis ins antike Griechenland zurückverfolgen. Damals wurden allerdings Rettiche genutzt, welche durch ihre ätherischen Öle eine ähnliche Wirkung erzielen.

Woher sich der Name ableitet ist übrigens noch nicht ganz geklärt. Im Englischen bedeutet "Fig" Feige. Der Zusammenhang ist hierbei nicht klar. Auch eine Vereinfachung des veralteten Wortes "feague" ist eine Möglichkeit. Feague bedeutet dabei so viel wie "anpeitschen" oder "antreiben". Nicht auszuschließen ist auch die Abkürzung einer obszönen Geste, bei der der Daumen zwischen Zeige- und Mittelfinger gesteckt wird. Diese wird im Englischen auch als "giving the fig" bezeichnet. Egal woher das Wort kommt, der Lust tut es bei Praktizierenden keinen Abbruch.  

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Schlagworte
Lust | Sex
Autor
Alexander Scherb