Sex-Kolumne

Gibt's etwa nur den Penis? Diese erogenen Zonen hat der Mann

Tipps für erogene Zonen beim Mann

Na gut, ich gebe es zu. Es ist etwas unfair von mir davon zu sprechen, dass Frau nur eine erogene Zone des Mannes kennt. Immerhin pflegen Männer diesen Mythos ja selbst zu gerne. Penis und Hodensack, das war's. Das ist natürlich so unwahr wie oberflächlich. Allein der Penis hat so viele verschiedene Zonen, die ganz unterschiedlich auf Stimulation reagieren. Hier nur von einer großen Stelle zu sprechen, wird der Sache an und für sich nicht gerecht. Doch natürlich gibt es am ganzen Körper sinnliche Stellen, die Frau stimulieren kann und bei denen Mann dahinschmilzt. Frauen und Männer sind eben auch bei den erogenen Zonen gar nicht so verschieden.

Erogene Zone Penis

Alexander Scherb

Alex ist Germanist mit Leidenschaft und bei der Petra für die Themen Sex und Liebe zuständig. Was ihn daran fasziniert? Ganz einfach: Nichts kann so schön aber auch so schmerzvoll sein.

Auch wenn es albern klingen mag, aber erogene Zonen sind bei Männern ein heikles Thema. Nicht jeder Mann mag es, wenn die Frau seine empfindlichen Stellen erkundet. Sicherlich hat das auch etwas mit Verletzlichkeit zu tun. Denn wenn einem Mann ein Schauer nach dem anderen über den Körper jagt, ist dies sicherlich ein verletzlicher Moment. Diese Offenbarung ist nicht für jeden etwas. Deswegen möchte ich zuerst auf die offensichtlichste Intimzone eingehen: Den Genitalien. Bei Penis und Hoden hat nämlich kein Mann etwas gegen eine Berührung. Dabei sollten Sie den Penis und den Bereich drum herum in verschiedene Zonen einteilen, die mehr oder weniger sensibel sind.

Generell kann man sagen, dass der Penis umso empfindlicher auf Berührungen reagiert, je weiter es vom Körper weggeht. Der Schaft ist wesentlich weniger reizbar als die Penisspitze. Gerade die Eichel ist übersäht mit Nervenenden und dementsprechend sensibel. Zudem ist die Haut hier sehr dünn. Berührungen werden umso stärker wahrgenommen. Auch Hoden und die Innenseiten der Oberschenkel sollten bei Streicheleinheiten nicht vergessen werden. Wobei Sie bei den Eiern nicht zu fest anpacken sollten. Vergessen Sie nicht, dass dies wohl mit Abstand der empfindlichste Körperteil ist. Der Hoden ist kein Quetschball. Er sollte sehr behutsam geknetet werden. Etwas Anderes ist das bei den Oberschenkeln. Hier kann es ruhig etwas fester zugehen. Gerne dürfen auch Fingernägel eingesetzt werden. Doch Vorsicht: Es sollte sich nicht so anfühlen, als wolle ein Adler seine Beute reißen. 

Erogene Zone Prostata

Die erogenen Zonen sind beim Mann gar nicht so verschieden zu denen der Frau. Berührungen an Brustwarzen, Bauchnabel, Ohrläppchen, Handinnenflächen oder anderen Lustpunkten finden auch die meisten Männer sehr angenehm. Doch wie ich oben schon erwähnte kann es auch zu negativen Reaktionen kommen, wenn Sie diese Stellen streicheln, kraulen oder küssen. Das Vorspiel kann so sehr schnell peinlich werden. Männer sind in dieser Hinsicht eben schwer zu verstehen. Am besten sprechen Sie das Thema behutsam an. Und sollte Sie Ihr Sexpartner bitten eine gewisse erogene Zone auszulassen, respektieren Sie seine Entscheidung. 

Allerdings gibt es tatsächlich ein Lustorgan beim Mann, welches der Frau fehlt. Die Prostata. Eigentlich ist diese Vorsteherdrüse für die Produktion des Spermas verantwortlich. Allerdings ist sie auch extrem reizempfindlich. Die Stimulation des Anus' beispielsweise mit dem Finger kann beim Mann zu extremer Luststeigerung führen. Manche Männer kommen sogar nur durch die Reizung der Prostata zum Orgasmus. Allerdings zählt hier noch mehr als bei allen anderen Stellen Behutsamkeit. Die wenigsten Männer mögen es, wenn sie unangemeldet einen Finger in die Analregion gesteckt bekommen. Und auch wenn das Lustempfinden noch so groß ist, manche Männer können sich überhaupt nicht mit dem Gedanken anfreunden. Sicher hat das mit falscher Homophobie zu tun. Doch egal wie lächerlich der Grund auch zu sein scheint, nehmen Sie seine Meinung ernst.  

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Schlagworte
Erotik | Kolumne | Lust | Sex
Autor
Alexander Scherb