Liebe & Psyche

Trennungsschmerz Wenn die Liebe in die Brüche geht

Aus und vorbei: Wenn die Liebe geht, ist das ein Schock. Aber mit dem Ende einer Beziehung beginnt etwas Neues – und fast immer was Besseres. So gewinnen Sie nach einer Trennung innere Stärke.
Wenn die Liebe in die Brüche geht
      

Ach, wie unkompliziert war das doch damals in der Schule: Beziehungen wurden im Multiple- Choice-Verfahren angebahnt – „Willst du mit mir gehen? Ja? Nein? Vielleicht?“ – und fast ebenso spielerisch wieder beendet: „Du, ich hab’ mir überlegt, ich will nicht mehr.“ Antwort: „Okay. Aber in Bio darf ich trotzdem weiter abschreiben, oder?“ „Klar, wir sind doch noch Freunde!“ Dann wurde einen Nachmittag lang die beste Freundin am Telefon vollgeheult – und gut war’s.

Schon ein paar Jahre später sieht leider alles anders aus. Wenn eine Liebe nicht mehr nur von der Deutscharbeit bis zum Biotest dauert, sondern Monate oder Jahre, dann gleicht die Trennung einem emotionalen Vernichtungsschlag. Eine gefühlte Ewigkeit hat man mit Lars, Michael oder Alex – wie auch immer „er“ heißen mag – die Federkernmatratze oder die Futonmatte, das Bankkonto und vielleicht die Vision von der andalusischen Finca mit 65 geteilt. Und plötzlich soll das alles vorbei sein? Einfach weg? Für immer? Unmöglich!

Am brutalsten wütet der Schmerz, wenn uns die Botschaft kalt erwischt. Wenn der Mensch, den wir „Liebling“ nannten und der vielleicht der Vater unserer Kinder ist, mal kurz am Frühstückstisch die Bemerkung fallen lässt, er habe sich neu verliebt und werde ausziehen. Aber auch, wenn wir selbst den Schlussstrich ziehen und sogar dann, wenn in der Beziehung schon lang der Wurm drin war, eines läuft bei jeder Trennung gleich: Ein gigantischer Radiergummi rubbelt mal eben das komplette „Wir“ weg. Was bleibt, ist ein leeres Blatt und die Aufgabe, den Aufsatz „Leben“ bitte neu zu schreiben – und zwar in der 1. Person Singular: ich.

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Schlagworte
Liebe | Partnerschaft | Trennung
Autor
Christiane Stella Bongertz