Liebe & Psyche

Persönlichkeit Sind Sie hochsensibel?

Nehmen Sie alles schrecklich persönlich? Sie erwarten zu viel von anderen und weinen schnell? Dann haben wir eine gute Nachricht: Sie sind nicht allein damit.
Traurige Frau
   

Das ist wieder einer dieser Tage. An denen alles zu viel wird, man mit einer Keksdose ins Bett kriecht und die Decke über den Kopf zieht. Weltschmerz-Tag. Schokoladeneis-Tag. Ich-kann-und-will-nichts-Tag. In diesen Stunden ist die Sonne zu hell, die Nachrichten im Radio zu entsetzlich und die beste Freundin ein Trampel. Ja, meinetwegen ist man eine Mimose. Ein dünnhäutiges Sensibelchen, das allen auf den Zeiger geht. Blöd nur, wenn man öfter solche Schokoladeneis-Tage hat und es regelmäßig passiert, dass die Welt schmerzt. Sollte man sich dann gleich einen Zettel auf die Stirn pappen, auf dem „neurotische Zicke“ steht? Sollte man nicht. Denn eine mögliche Erklärung könnte sein, dass man zur Gruppe der Hochsensiblen Personen gehört. Dabei handelt es sich um ein Phänomen, das von der amerikanischen Psychologin Elaine Aron erforscht wurde. Erst in den späten 90er-Jahren prägte sie den Begriff „HSP“. Na, herzlichen Glückwunsch, könnte man jetzt denken, dabei handelt es sich doch bestimmt wieder um eine Modekrankheit für laktoseintolerante Prinzessinnen mit Dauer-PMS, denen eine Erbse unter dem Luxuslotterbett nicht passt.

„Früher nannte man es neurotisch oder hysterisch“

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Sicher ist Skepsis angebracht, wenn mal wieder eine neue Bezeichnung für Charaktereigenschaften auftaucht, die man zu Sigmund Freuds Zeiten schlicht hysterisch genannt hätte. Hochsensible Personen sind – wie der Name schon sagt – überempfindlich. Ihnen ist nicht nur manchmal der Druck zu hoch, sie empfinden auch Gefühle wie Wut, Freude oder Enttäuschung stärker und nehmen Sinneseindrücke intensiver als andere wahr. Küchengerüche stinken zum Himmel Musik wird zu Höllenlärm.

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Charakter | Frauen | Psychologie