Sex

Talk About Sind Frauen treuer als Männer?

Weihnachtszeit ist längst nicht nur die Zeit für Muttis gutes altes Gänsebratenrezept. Eine Bürosause jagt die nächste, und wilde Glühweingelage hinterlassen ihre Spuren. Manchmal enden sie auch in fremden Betten. Bei der Gelegenheit bringen wir uns mal up to date: Wer ist nun treuer, Frauen oder Männer?
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Zwei, drei Gläser Schampus können schon mal reichen, um moralische Bedenken fortzuschwemmen. Zu Hause ist die Luft vielleicht gerade eh zum Schneiden dick, und zack, klebt der Lippenstift auf der Wange des Bürokollegen vom Nachbarflur, der durch die leicht verwackelte Champagnerbrille plötzlich doch ganz attraktiv aussieht. Prost!

Geht er fremd
Weihnachtsfeiern, Silvesterumtrünke und Martinsgänse tragen nicht gerade dazu bei, uns beim Hochhalten der Monogamie zu unterstützen. Trotzdem hält sich der Gedanke hartnäckig in den Köpfen: Wir Frauen gelten nicht nur als das starke, sondern (oder gerade deshalb?) auch als das treue Geschlecht, zumindest mehrheitlich. Fremdlieben und Seitensprünge fallen als absolutes Hoheitsgebiet den Männern zu. Dazu passt, dass in aktuellen Umfragen Frauen angeben, dass ihnen Treue in der Partnerschaft nach wie vor das Wichtigste sei. Zweifel scheinen hier angebracht, denn zum Seitensprung gehören ja immer zwei. Dass die Sache mit der Untreue inzwischen nicht mehr so eindeutig liegt und als Schwarzer Peter einfach den Männern zugeschoben werden kann, darauf deutet auch unsere PETRA-Umfrage auf Facebook. Eine Mehrheit glaubt demnach, dass sich beim Thema Untreue eine Pattsituation eingestellt hat: Den bösen Buben steht eine ebenso große Zahl unartiger Mädchen gegenüber. Die treusorgende Ehefrau, blind für die Reize anderer Männer, die ihrerseits fremden Röcken nachstellen, ist für die meisten ein Relikt aus Großmutters vergilbtem Fotoalbum.

Und heute? Haben sich beide Seiten in gleichem Maße vom Ideal der Monogamie losgesagt?

Eine neue Studie der britischen University of Oxford belegt, dass die Unterschiede inzwischen gar nicht (mehr) so groß sind wie gedacht. Sondern eher marginal. Als Erstes kam heraus, dass Treue als Lebensmodell – weder bei Männern noch Frauen – keineswegs ausgedient hat. Auch das spiegelt übrigens unsere Facebook-Umfrage wider. Dafür zeigt sich, dass sich bei beiden Geschlechtern zwei Lager bilden – jeweils die Gruppe der monogam eingestellten und die der sexuell offenherzigeren. Einziger nennenswerter Unterschied: Bei den Männern liegt das Verhältnis zwischen Fremdgehen und Treue bei 57 zu 43 – beim Besuch fremder Betten liegen sie immer noch leicht vorne –, und die Frauen kommen im Schnitt „nur“ auf 47 zu 53. In allen Tests stellte sich die freizügigere Gruppe bei den Männern zwar durchweg als die stärkere heraus, doch die Größe der Überschneidung überraschte die Forscher.

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