Liebe & Psyche

Beziehungs-Tipps Männer erklären Männer

Was denken Männer wirklich über Männlichkeit, Dreier und Romantik? Ein paar offenherzige Jungs standen uns ehrlich Rede und Antwort. Noch mehr Wahrheiten verraten sie in der neuen PETRA 9/2013 (erscheint am 8. August 2013).
Männer erklären Männer
   

Können Männer auch ohne Fleisch leben?

Thomas Soltau: Ich könnte sofort auf Tofu-Bratling und Alnatura-Brotaufstrich umsatteln ... das ist natürlich ein Scherz. Ich bin mit dem Motto „Fleisch ist ein Stück Lebenskraft“ groß geworden. Meine Eltern haben’s verinnerlicht: morgens Schinkenbrot, mittags Karbonade, abends Frikadellen. Klar, dass ich heute den warmen Teint der Teewurst, die sich sanft auf meine Stulle schmiegt, lieber mag als die Kühle eines Rohkostsalats.

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Warum müssen Männer auf alles eine Antwort haben?

Kai Franke: Na, warum wohl? Weil ihr fragt und fragt und fragt! Es beginnt frühmorgens mit „Warum ist das Bad so nass?“ und endet spät am Abend mit „Liebst du mich noch?“ Dass wir dann in den Stunden dazwischen bei jedem anderen Thema versuchen, schnellstmöglich eine Antwort zu finden, ist schlichtweg Training. Und zwar für den gefürchteten Tag, an dem es wieder heißt: „Macht mich die Hose fett?“

Warum wollen alle Männer einen großen Hund?

Christoph Koch: Kleine Hunde zittern, wenn es kalt ist. Dann bekommen sie komische Jäckchen an oder müssen direkt auf den Herrchenarm. Auf den müssen sie auch, wenn es warm ist, sie aber gerade einen Dobermann angekläfft haben. Kleine Hunde kläffen sowieso viel öfter als große. Größere Hunde (lässt man die reinen Kampfhunde mal außen vor, die sich, meiner Meinung nach, nur ausgemachte Idioten kaufen) sind entspannter. Auf kleine Hunde setzt man sich aus Versehen drauf, und wenn man nicht aufpasst, fallen sie einem durch die Schlitze eines Gullys. Männer wollen darum gar nicht so sehr große Hunde. Sie wollen nur keine kleinen.

Was ist scharf daran, sich beim Sex zu filmen oder zu fotografieren?

Kai Franke: Erstens ist es Pornographie. Und die ist im männlichen Wertekosmos, ähnlich wie Lasagne, dann am besten hausgemacht. Zweitens ist es eine kleine Absicherung für erfolglose Tage. Nichts ist heilsamer fürs Ego, als sich ein „Best of“ seiner schärfsten Nummern ansehen zu können. Und drittens ist es ja auch romantisch. Wir riechen am Ende einer Liebe nicht an getragenen T-Shirts oder blättern in alten Briefen. Aber mit einem Whisky und der DVD vom besten Blowjob aller Zeiten können selbst wir ein paar Tränen verdrücken.

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Woran merken Männer, dass sie verliebt sind?

Lars Christiansen: Wenn uns der lockere Spruch wie Husten erst im trockenen Hals feststeckt und dann holprig ins Freie bröckelt. Wenn wir alles Gesagte und Getane im Nachhinein anders machen wollen – und wir trotzdem darauf hoffen, gut angekommen zu sein. Woran Frauen merken, dass das bei ihm der Fall ist? An dem schlechten Spruch, den dieser nervöse Typ da gerade gemacht hat. Aber Vorsicht: Es ist vielleicht nicht immer die große Liebe. Er könnte auch einfach nur ein Idiot sein.

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Auf was darf man Männer nicht ansprechen?

Christoph Koch: Auf die Tatsache, dass der Typ, mit dem ihr vorher zusammen wart, mit so wenig Arbeit so wahnsinnig viel Kohle verdient hat. Darauf, dass der Kater, den wir nach dem Wiedersehen mit alten Freunden zwei geschlagene Tage mit uns herumtragen, durch ein paar Gläser Wasser zwischendurch vermeidbar gewesen wäre. Darauf, dass wir nicht wissen, wer L’Wren Scott ist, aber mit dem Namen Sasha Grey sofort was anfangen können. Darauf, dass unsere Stimme immer irgendwie komisch klingt, wenn wir am Telefon mit unserer Mutter sprechen. Auf die Zeit, die wir auf dem Klo verbringen. Auf das noch tadellos funktionierende alte Smartphone, wenn wir uns ein neues kaufen.

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Schlagworte
Beziehung | Charakter | Männer | Partnerschaft | Psychologie
Autor
Kai Franke | Maximilian Reich