Liebe & Psyche

Tipps vom Profi Ran an den Mann - Die ultimativen Flirt-Tipps

die-ultimativen-flirt-tipps

Bei Ihrem letzten Meeting haben Sie die neue Geschäftsidee für Ihre Abteilung so chamant präsentiert, dass der Funke sofort übersprang. Der junge Kollege mit der beeindruckenden James-Dean-Haartolle bekam butterweiche Knie, Ihr Chef applaudierte frenetisch, und selbst die neidische Kollegin sah sich gezwungen, ein „Das war echt gut“ durch die schmalen Lippen zu pressen. Hach, wenn es doch überall so glatt liefe! Wenn wir uns auch außerhalb der Festung unseres Lebens – Freunde, Familie, (nette) Kollegen, Hausitaliener, Stammfriseur – so locker und geschmeidig bewegen könnten. Tanzen wir auf vertrautem Parkett gekonnt Tango, geraten wir auf fremdem Boden gerne mal aus dem Takt.

Und gar nichts mehr geht, wenn ein potenzieller Flirt-Kandidat die Bildfläche betritt: Dann bekommen wir die weichen Knie – vor Angst. Vor Scham. Oder knicken schon im Vorfeld resigniert ein: Ich kann das eh nicht. Der interessiert sich doch niemals für mich. Der traut sich doch nie, mich anzusprechen! „Frauen, die im Job glänzen, sicher und versiert kommunizieren und es verstehen, andere für sich einzunehmen, blicken beschämt zu Boden, sobald sie einen interessanten Mann auch nur erspähen“, sagt Tatjana Strobel, Flirt-Coach und Autorin von „Ich weiß, wer zu dir passt“ (Arkana, 17,99€). Als würde der ganze Charme, den wir eben noch versprüht haben, im Boden versickern. Beim Mädelsabend um kein Wort verlegen, meiden wir jetzt jeden Augenkontakt. Sonst schlagfertig wie ein Tennis-Ass, stehen wir plötzlich da wie ein Mauerblümchen nach einem sehr harten Winter. Woran liegt das? Was passiert da? „Wenn es drauf ankommt, vergessen wir, auf eine natürliche Gabe zu setzen, die in vielen Lebenslagen wie ein Schlüssel wirkt: das Spiel des Flirtens“, sagt Strobel. „Wer diese Fähigkeit nutzt, geht leichter durchs Leben, öffnet Türen und Herzen, bekommt schneller, was er will.“ Auch den potenziellen Partner, ist Tatjana Strobel überzeugt. Okay, dann machen wir uns doch mit den Spielregeln vertraut.

Regel Nr. 1: „Flirten fängt bei dir selbst an.“

Let’s play the game! Fühlen wir uns wohl, bezirzen wir unsere Umwelt ganz automatisch. Schon deshalb, weil wir gar nicht wissen, dass wir im Grunde gerade flirten. „Zu allererst sollte klar sein, dass Flirten nicht immer im erotisch-sexuellen Bereich stattfindet“, erläutert Strobel. „Unter Flirt verstehe ich eine spielerische, angenehme Annäherung und Kommunikation zwischen Menschen.“ Es kann, muss aber nicht darüber hinausgehen. Im Alltag verlernt sich das leider schnell. Es rostet ein. Wie wäre es denn, sich erst mal ein bisschen warmzuflirten, bevor es auf die Pirsch geht? Zum Warmwerden empfiehlt unsere Expertin die Blickkontakt-Übung. „Schauen Sie in den Spiegel. Nehmen Sie Ihr Spiegelbild wahr wie das einer Fremden. Sehen Sie sich jetzt selbst ganz fest in die Augen. Und lächeln Sie dabei entspannt“, instruiert die Expertin. „Den Blick für zwei bis drei Sekunden halten. Dann einfach abwenden und nach einer kurzen Pause erneut starten.“ Und? Haben Sie gleich den Taschenspiegel gezückt und es ausprobiert? Beim ersten Mal fühlt es sich komisch an, oder? Wir wetten, Sie haben geblinzelt, vielleicht kurz den Blick gesenkt? Macht nichts! Mit jedem Mal wird der Blick sicherer, ohne Verlegenheitsgefühle (garantiert, Anmerkung der Redaktion nach Selbsttest). Willkommen im Spiel! Schon ist der erste, entscheidende Schritt gemeistert. Wer sich selbst gern in die Augen schaut, strahlt (Selbst-)Zufriedenheit aus. Und hält auch fremden Blicken locker stand. Außerdem geht es darum, „genau zu wissen, wie der eigene Ausdruck, diese erste, essenzielle Einladung zum Flirt tatsächlich wirkt“, sagt Strobel. Sie weist darauf hin: Oft merken wir gar nicht, dass unser Blick arrogant wirkt, obwohl wir freundlich rüberkommen wollen. Dass die Zornesfalte aufblitzt, während wir doch nur interessiert aussehen möchten. „Beobachten Sie sich auch beim Telefonieren mal im Spiegel. Die eigene Mimik zu kennen und ein sicheres Gespür für seine Außenwirkung zu entwickeln bildet die Grundvoraussetzung für erfolgreiches Flirten.“

Damit leitet die Autorin über zu Regel Nr. 2: „Flirten ist ein Lebensprinzip.“

Wer lächelt, siegt, wer sein schönstes, zufriedenstes Lächeln (ja, echt muss es natürlich sein!) regelmäßig und bewusst einsetzt, steigert seinen Flirtfaktor enorm. „Dahinter steckt eine Grundeinstellung – Flirten als Lebensprinzip“, sagt die Coachin. „Flirten-Üben gestaltet sich auch bei diesem Schritt nicht viel anders als ein Gang ins Fitness-Studio. Sie trainieren Ihren Flirtmuskel, und wenn der Moment kommt, der richtige Mann ins Visier gerät, dann lassen Sie den Muskel einfach seine Arbeit machen.“ Go for it! Tatjana Strobel schlägt dazu eine Wochenübung vor (lässt sich verlängern, bis es reibungslos klappt und bringt eine Menge Spaß, Anm. d. R.). Und die geht so: Jeden Tag picken wir uns einen Menschen heraus, vorzugsweise einen Fremden, den wir ganz bewusst freundlich anlächeln – den Busfahrer, einen Fußgänger, die Postbotin. Flirten wir uns durch den Alltag! Steigerung: Unaufdringlich mit jemandem ins Gespräch kommen. „Am besten übt es sich in der mittleren Liga“, rät Tatjana Strobel. Also nicht gleich zu Anfang den absoluten Herzklopf-Typen anmachen. Starten Sie lieber auf neutralem Boden. Mit der Kassiererin übers Wetter plaudern, den Sitznachbarn im Bus nach einem Restaurant-Tipp fragen. Oder im Stil von: Darf ich Sie als Mann mal nach Ihrer Meinung fragen? Wirkt auch Wunder: An (mindestens) einem Tag der Übungswoche ein schönes, ehrliches Kompliment verteilen. „Das kann die hübsche Krawatte des Unbekannten im Fahrstuhl sein, die neue Brille der Kollegin, das angenehme Parfum des Automechanikers, egal!“, sagt die Expertin und lacht siegessicher. „Hauptsache, Sie meinen ernst, was Sie sagen. Und merken, wie Ihnen ein freundlicher Gesprächseinstieg immer leichter fällt.“

Und damit zu Regel Nr. 3: Die richtige Haltung einnehmen.

Eine der Kardinalfragen des Flirtens: Wie mache ich den Mann meiner Wahl auf mich aufmerksam? Wie ziehe ich den dicksten Fisch an Land? „Dazu muss ich erst mal in mich gehen: Was finde ich flirtwürdig an mir, besonders schön, was macht mich einzigartig?“ Tatjana Strobel rät , sich ein kleines Liebes-Feedback von guten Freunden einzuholen, gerne per E-Mail, dann haben wir die Lobeshymne schwarz auf weiß. Mit diesem Rucksack voller schöner Verstärker auf dem Rücken stehen wir sicher und selbstbewusst in der Menge, und das fällt garantiert auf. „Ihre Körperhaltung verändert sich, Sie stehen aufrechter, wenn Sie verinnerlicht haben, was Menschen an Ihnen schätzen“, sagt die Expertin. Während Sie dann in einer Bar, im Restaurant oder zwischen Supermarktregalen Blickkontakt aufnehmen (Sie wissen schon, Regel Nr. 1 ) und checken, ob Ihr Gegenüber flirtwillig ist, gehen Sie in die Körpersignal-Phase über: Kopf hoch, den Mund leicht geöffnet, entspannte Gesichtszüge. „Wichtig ist eine offene Körperhaltung. Nehmen wir an, Sie stehen in einer Gruppe von Freundinnen. Dann wenden Sie ihm den Oberkörper zu“, so die Flirt-Expertin (Klappt wunderbar! Zack, gesellte sich der nette Typ in der Bar dazu, Anm. d. R.) Spiel, Satz und Sieg: Entweder Sie strahlen jetzt so viel Flirt-Energie aus, dass er plötzlich neben Ihnen steht oder Sie sind inzwischen so entspannt, dass Ihnen locker der erste Satz über die Lippen kommt (Studien zufolge macht der Inhalt des ersten Gesprächsthemas nur sieben Prozent aus, Körpersprache und Stimme den Rest). Egal ob Sie Weg eins oder zwei wählen – jetzt stellt sich nur noch die Frage, wer den ersten Schampus ausgibt.

INTERVIEW - EIN MANN PACKT AUS

WIE HEISS GEHT ES BEI FLIRT-APPS WIE TINDER WIRKLICH HER? EHRLICHE ANTWORTEN VON EINEM USER, DER ANONYM BLEIBEN WILL

Bei Tinder soll es ja ganz schön hoch hergehen.

Ja. Durch das schnelle Wischen, mit dem man Frauen „liked“, entstehen irre schnell Kontakte. Und durch die Ortungsfunktion weiß Tinder außerdem, an welchem Ort du gerade bist und schlägt dir sofort Flirt-Partner vor, die um die Ecke sind. Ehrlich gesagt war ich schon mit mehr als zehn Frauen gleichzeitig in Kontakt.

Und dann wird wild drauflosgechattet?

Du wartest, ob die andere Person dir auch ein „like“ gibt, und dann geht es oft sehr schnell. Zweimal ist es mir passiert, dass ich eine Frau gleich am selben Abend getroffen habe. Ich gebe zu, wir haben auch geknutscht. Gefunkt hat es aber nicht. Bei Tinder geht’s eher um einen Flirt. Meist chattet man auch eine Weile, bis man sich wirklich trifft, wie bei anderen Online-Portalen.

Was magst du an der App, was eher nicht?

Genau das. Hier kannst du schnell an ein Date kommen und einen lustigen Abend haben. Ein Freund von mir treibt es in meinen Augen ein bisschen weit. Er reist viel und an jedem Ort macht er gleich ein Date für den Abend klar. Häufig landen die dann auch im Bett.

Hier geht es also wirklich nur ums Flirten und den kurzen Spaß?

Zumindest in meinen Kreisen habe ich nicht den Eindruck, dass auf Tinder nach der großen Liebe gesucht wird. Von keinem der Geschlechter. Aber gerade für Schüchterne ist das doch eine super Möglichlichkeit, mal wieder in den Flirt-Modus zu kommen.

DIE BESTEN FLIRT-APPS DATEN LEICHT GEMACHT

• TINDER Wie es geht: Anmeldung über Facebook, das Profilbild wird übernommen. Ein Wisch nach rechts (hot) oder links (not) entscheidet, ob es zu einem ersten Kontakt in der Chatfunktion kommt. Was es taugt: schnelles, unverbindliches Flirten. Gilt übrigens für alle Flirt-Apps – aber wie heißt es schön: Sag niemals nie! Für wen geeignet: junge Großstadt- Singles, viele sind offen für ein Sex-Date. Preis: kostenlos. (Siehe auch Interview nächste Seite.)

• LOVOO Wie es geht: Profil anlegen und Singles in direkter Nähe kennenlernen. Was es taugt: Viele Mitglieder sind sofort bereit für ein Treffen. Für wen geeignet: Sie lassen sich gerne auf spontane Dates ein? Dann sollten Sie Lovoo ausprobieren. Preis: kostenlos, für mehr Funktionen ab 7,99 €/Monat.

• BADOO Wie es geht: Steckbrief ausfüllen und passende Vorschläge bekommen. Was es taugt: Flirtspiele wie das Volltreffer-Spiel bringen Spannung in die Sache. Ein Foto taucht auf dem Display auf, und Sie sagen hop oder top. Für wen geeignet: spontane Singles, die auch ein schnelles „Näherkommen“ nicht ausschließen. Preis: kostenlos, mehr Funktionen ab 8,49 €/Monat.

• JAUMO Wie es geht: Ähnlich wie bei Tinder geben Sie Bildern ein „Gefällt mir“, und dann kann im Chat geflirtet werden. Was es taugt: sehr hoher Spaßfaktor. Leichte Handhabung, da die App stark an Facebook erinnert. Für wen geeignet: für junge Singles, die kurzweilige Flirts suchen. Preis: kostenlos.

DAS EINMALEINS DES FLIRTENS SECHS ULTIMATIVE STRATEGIEN

1. Den Kopf freipusten. I am sexy and I know it! Dieses Mantra sollten Sie verinnerlicht haben. Selbstzweifel haben Sendepause, wenn Sie losziehen.

2. Lächeln, lächeln, lächeln. Üben Sie es vor dem Spiegel, denn Sie sollten das schönste, warmherzigste Lächeln parat haben, wenn’s drauf ankommt. Vorsicht! Kein abschätziges, belustigtes Lachen an dieser Stelle. Das törnt Männer total ab!

3. Der Etappenblick. Er braucht mindestens 20 davon, bevor er es wagt. Aber das schaffen Sie – immer für zwei Sekunden schön den Blick halten. Wirkt magnetisch!

4. Signalfeuer absenden. „Männer brauchen sichere Zeichen, sie wollen als Sieger vom Platz gehen. Also: „Putzgesten“ (zurechtzupfen, Haare um den Finger drehen, den Hals berühren) sprechen lassen.

5. Langsam annähern. Sie sind in einer Bar – laufen Sie mal an ihm vorbei (etwa auf dem Weg zur Toilette). Streifen Sie ihn vielleicht dabei? Rücken Sie langsam näher.

6. Go for (Small-)Talk! Probieren Sie doch mal diese drei Ansprechsätze: „Darf ich dich was fragen: Was denkst du über ...?“, „Meine Mädels und ich diskutieren gerade darüber, wie Männer Frauen auf den ersten Blick bewerten. Wie ist das bei euch?“, „Dein Cocktail sieht super aus. Wie heißt der?“

DIE 5 BESTEN DATINGPLATTFORMEN

Parship Immerhin, 38 Prozent der Premium-Mitglieder werden hier im Schnitt fündig. 48 000 Singles verlieben sich hier im Jahr. Hier geht’s darum, die große Liebe zu finden. Ab 6 Monate: 54,90€/Monat.

Friendscout 24 Flirts, Liebe, Abenteuer: Das wird hier geboten. Die Online- Arena zum Rund-um-die-Uhr-Chatten oder das „Date-Roulette“ machen das Flirten leichter. Ab 1 Monat: 39,90€/Monat.

Elitepartner Haben Sie genaue Vorstellungen von Ihrem Traummann, legen Wert auf Bildung? Bingo! Allerdings behält sich Elitepartner vor, mögliche Mitglieder abzulehnen. Ab 3 Monate: 69,90€/Monat.

eDarling Bietet den umfangreichsten Persönlichkeitstest mit über 200 Fragen. Das erhöht die Chance, den Richtigen zu finden. Ab 3 Monate: 64,90€/Monat.

Promotion
Anzeige
Schlagworte
Erotik | Liebe | Home | Tipp
Autor
Friederike Schön