Liebe & Psyche

Test Der Männer-Code

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12 Sätze, die Männer denken
Männer kennen lernen ist so ähnlich wie Pullover kaufen – man kann Überraschungen erleben. Der dicke Norweger beispielsweise, auf den ersten Blick ein super Kuschelpulli, ist in Wahrheit aus 70 Prozent naturbelassener Schafwolle und hört selbst nach dem vierten Weichspülversuch nicht auf zu kratzen. Der trendige Streifenmix entpuppt sich als schweißtreibender Acryllappen, das Langweilerteil in Nieselregengrau dagegen als feinstes Cashmere. Im Gegensatz zur Wollware hängen an Männern leider keine weißen Zettelchen, auf denen die geprüfte Qualität inklusive Pflegeanleitung steht. Aber für Männer brauchen wir die auch gar nicht. Psychologen haben Alltags-Checks entwickelt, mit denen wir scannen können, ob wir einen erwischt haben, der was taugt oder nur ein Billig-Schnäppchen ist, das nicht hält, was der erste Eindruck verspricht. Völlig unbewusst verraten Männer nämlich ihre wahren Absichten, Gefühle und Macken in ganz banalen Situationen – hier die Psychologie des Männer-Alltags:

 
Check 1: Wieviel Trinkgeld macht er locker?
 
A) Er wirft Scheine auf den Tisch, egal, wie der Service war
B) Er gibt immer das Übliche
C) Er rundet mal mehr, mal weniger auf
 
Ist ja schön, dass es Männer gibt, die es sich leisten können, die Euros so großzügig zu verteilen wie die Zeugen Jehovas Flugblätter. Fragt sich nur, warum A seine Kohle nicht sinnvoller spendet, als einen muffigen Kellner für sein Schneckentempo auch noch mit hoher Extrazulage zu belohnen. „Hinter der Angeberei steckt abgrundtiefe Unsicherheit“, erklärt die New Yorker Ehe-Therapeutin Elayne Kahn. „Er hat das tief sitzende Gefühl, er würde nur gemocht, wenn er dafür bezahlt.“ Umgekehrt erwartet er allerdings eine genauso übertriebene Gegenleistung, wenn er in Vorlage tritt. Jede Cola, die er Ihnen spendiert, werden Sie ihm danken müssen, als ob’s ein Cocktail im Ritz wäre. Wenn B nun aber als braver Zahlemann mit eingebautem Prozentrechner immer genau den gleichen Anteil für die Angestellten liegenlässt, ist er entweder ein Geizkragen, der sich an die maximale Abzugsfähigkeit bei der Steuererklärung hält, oder einfach ein Langweiler. Letzterer fällt nicht gern auf – weder positiv noch negativ. „In einer Beziehung wird er ebenfalls Anpassung erwarten“, warnt Elayne Kahn, „und zwar an Regeln, die er vorgibt.“ Halten Sie sich also besser an den flexiblen C, der zum absoluten Knauser werden kann, wenn der empfohlene Wein die Qualität von „Ochsenblut“ hat, aber selbst bei McDonald’s aufrundet, wenn er zum Cheeseburger ein Lächeln bekommt. Er registriert, was ihm gut tut, und vor allem, wer ihm gut tut. Insofern wird er auch Ihnen das Gefühl geben, etwas Besonderes zu sein, wenn Sie mit ihm zusammen sind. 
 
Check 2: Wo parkt er?
 
A) Unter keinen Umständen verkehrswidrig oder gar so, dass sein Auto einen Kratzer abkriegen könnte – auch wenn das längere Fußmärsche bedeutet
B) Halteverbot? Gibt’s für ihn nicht!
C) Er quetscht die Karre in kleinste Lücken
 
Der Kinoabend beginnt mit einer Stadtbesichtigung, weil’s in Schlachthofnähe ja so viele freie Lücken gibt? Immerhin hat B keine Angst vor der schlechten Laune seiner Begleiterin. Wohl aber vor allen anderen Risiken. In-der-Pampa-Parker sind meist zuverlässiger als ein Quarzwecker – und genauso leidenschaftslos. „Erwarten Sie bei so einem Sicherheitsfanatiker keine Abenteuer“, rät Elayne Kahn. „Wenn Sie Pech haben, traut er sich nicht mal, Ihnen den ersten Kuss zu geben.“
Den Gegentyp B quälen überhaupt keine Ängste – weder vor Abschleppwagen, noch vor aggressiven Radfahrern, deren Wege er als ideale Outdoor-Garage betrachtet. Das ist nach Psychologenmeinung gar nicht so schlimm, wenn man selbst nicht gerade leidenschaftlicher Radler ist. „Natürlich verstößt er gegen Regeln“, meint Elayne Kahn. „Das zeigt aber, dass er unkonventionell ist. Er würde sich auch trauen, Sie auf eine Dienstreise nach Venedig mitzunehmen und Sie im Hotelzimmer zu ver- stecken.“ Was Sie jedoch bei so einem Mann nie tun sollten: ihm Regeln setzen. Die wird er nämlich ebenso wenig beachten wie ein Parkverbotsschild. Auf Rot sollte ihre innere Ampel definitiv bei C springen, der das Motto „Platz ist in der kleinsten Lücke“ hat. Alles im Umkreis von 60 Zentimetern gehört zur Intimsphäre das sollte eigentlich auch für Autos gelten. Nicht, weil die Karre eine Seele hätte, sondern weil der bedauernswerte Besitzer des ingeklemmten Hinterwagens sich wahrscheinlich halb den Arm auskugeln wird, wenn er sein Vehikel wieder auf die Straße bringen will. Wer regelmäßig rücksichtslos einparkt, womöglich auch noch mit „Stößchen“ nach allen Seiten, kann seinen Egoismus auch in menschlichen Beziehungen nur schwer ablegen.
 
Check 3: Wie lacht er?
 
A) Nur sein Mund verzieht sich
B) Die zwei Grübchen an der Wange werden tiefer
C) Seine Augen werden von Fältchen umringt
alls Sie ihn nicht gerade erst in der großen Pause auf dem chulhof (oder auf einer Botox-Party) kennen gelernt haben, soll-
 
Falls Sie ihn nicht gerade erst in der großen Pause auf dem Schulhof (oder auf einer Botox-Party) kennen gelernt haben, sollten wenigstens Sie die Stirn kritisch runzeln, wenn A selbst beim Lachen ein knitterfreies Gesicht hat. So einen bewegt offensichtlich gar nichts – noch nicht mal Sie. Gefühle kann er entweder perfekt unterdrücken, oder er hatte nie welche. Und womöglich hat er auch schon entdeckt, dass er Talent zum Betrügen hat. Wer kaum Mimik zeigt, so der kalifornische Psychologe Paul Ekman, wird beim Lügen selten geoutet. Die Zeichen von Charakterstärke, Offenheit und Lustbetontheit jedenfalls widerstehen jeder Anti-Falten-Kur und kerben sich ein, besonders links und rechts vom Mund. Grübchen markieren Lebenserfahrung – dieser Mann B bleibt cool, auch wenn’s brennt.
Bei dem Strahlemann C, der sich mit Daueroptimismus Krähenfüße angelacht hat, haben Sie einen vor sich, der Leben und Liebe leicht nimmt. Mit dem werden Sie vermutlich viel Spaß haben. Aber Vorsicht – wenn Sie mal in Herbststimmung sind, kann so ein Sonnenscheinchen auch nerven.
 
Check 4: Wie redet er?
 
A) Er imitiert Ihre Sprechweise
B) Er unterbricht andere
C) Er textet Sie zu
 
Falls dem schönen fremden Mann aus einer Gegend unterhalb des Weißwurst-Äquators plötzlich ein „icke“ rausrutscht, wenn er mit einer Berlinerin an der Bar sitzt, ist das keine plumpe Anbiederung, sondern eindeutiges Zeichen von Sympathie. „Wir neigen dazu, Menschen, die wir mögen, sowohl in Bewegungen, als auch in der Sprechweise zu imitieren“, sagt Linguistin Cornelia Müller von der FU Berlin. Wenn Sie also schon am ersten Abend das Gefühl haben, Sie säßen phasenweise vor dem Spiegel – super. Mann A hat nämlich genug Sensibilität, Sie unbewusst zu kopieren und wird generell Ihre Gefühle erkennen.
Das andere Extrem ist der Typ B, der andere noch nicht einmal ausreden lässt. „Nur zehn Prozent aller Menschen können es ertragen, wenn sie beim Reden unterbrochen werden“, hat die New Yorker Kommunikationsforscherin Lilian Glass festgestellt. „Wer anderen ins Wort fällt, löst also normalerweise Aggressionen aus. Und wer das nicht merkt oder ignoriert, kann auch keine Beziehung aufbauen.“ Auch der Dauerquatscher C, der Ihnen am ersten Abend nicht nur die eigenen, sondern auch die Peinlichkeiten seiner Freunde anvertraut, hat kein Feeling für sein Gegenüber. „Beide sind selbstverliebte Kontrollmenschen“, so Lilian Glass. „Sie brauchen extreme Aufmerksamkeit und werden sauer, wenn sie nicht im Mittelpunkt stehen.“
 
Check 5: Wie küsst er?
 
A) Er knutscht sofort gewaltig los
B) Er fummelt und küsst ständig auf der Straße an Ihnen herum
C) Er lässt die Augen dabei auf
 
Einen zärtlichen, sinnlichen Kuss erkennen Sie sowieso – er spricht immer für eine gute Männerwahl. Bei den drei genannten A, B und C gilt: Kuss und Schluss. Auch Kraft-Knutscher, die Sie mit der Stärke eines Pressstocks umklammern, um Sie dann mit harten Lippen bis kurz vor den Erstickungstod zu bringen, sollten Sie ähnlich heftig wegstoßen. Wenn er das für erregend hält, ist sein Vorbild wahrscheinlich der Bärentöter aus einem Billigwestern. Oder er versucht mit Gewalt, sein Zärtlichkeitsbedürfnis zu überspielen. Beides ist maximal bis zum Ende der Pubertät erlaubt.
Auch der Zärtlichkeiten-Exhibitionist hat ein Problem: Er findet’s am schönsten, wenn alle zusehen. An jeder Ecke hält er an, um seine Lippen auf alle erdenklichen freien Stellen zu platzieren und würde wahrscheinlich gar nicht weitergehen, wenn dort zufällig noch eine Webcam installiert wäre. Was dahinter steckt: Er fühlt sich selbst so unsexy, dass er unbewusst allen zeigen will, dass er sich trotzdem eine Frau geangelt hat. Egal, wie attraktiv er tatsächlich ist: Sie werden ihn ständig überzeugen müssen, dass Sie ihn immer noch so toll finden wie zu Beginn der Beziehung. Beim Küssen die Umgebung abzuchecken, ist das absolute No-Go. Kommt bei Männern aber häufig vor – meist natürlich unbemerkt, weil Frauen die Augen tendenziell eher schließen. Gucken Sie aber wenigstens einmal hin, denn Augen-auf- Küsser sind so unfähig, Gefühle zu zeigen wie Eisblöcke.
 
Check 6: Wie sitzt er?
 
A) Er lehnt sich lässig zurück und streckt die Beine von sich
B) Er versteckt seine Hände
C) Er hippelt auf der Stuhlkante herum
 
Die vermeintliche Macho-Haltung A ist die Lieblingsposition von Warmduschern. Unbewusst macht sich der Sesselkuschler kleiner als er ist. Er rutscht nämlich so tief runter, dass er wie ein Hündchen zu Ihnen aufblicken muss. Solche Typen tun gern dicke, haben aber in Wirklichkeit wenig Selbstbewusstsein. Vor allem geben sie Schwächen ungern zu – das gibt Beziehungsstress.
Noch mehr Vorsicht bei allen Männern der Kategorie B, die ihre Hände verstecken! Sie wollen mehr verbergen als einen Ehering. Natürlich gestikuliert nicht jeder wild herum wie ein italienischer Gigolo. „Unbewusste Handbewegungen sind aber wichtiger Bestandteil ehrlicher Kommunikation“, so der Münchner Psychologe Stephan Lermer. „Vor allem die linke Hand ist im Einsatz, wenn positive Gefühle im Spiel sind.“ Nervöses Rumgerutsche im Fall C ist der beste Beweis, dass Sie auf dem Weg sind, eine Eroberung zu machen. Das heißt meist: Der Typ steht unter Strom – und Sie sind sein E-Werk. Er wüsste schon, wohin mit seiner Energie, aber das darf er gerade nicht. Noch nicht – denn diesen Mr. 1.000 Volt sollten Sie weiter beobachten. 

Noch zwei wichtige Tipps, woran Sie den ehrlichen Charakter ihrer Eroberung erkennen:

KÖRPERSIGNALE SPRECHEN KLARTEXT
Hemmungslos verknallt – wunderschön fürs Erste. Aber sehr bald wollen wir mehr wissen: Ist alles nur ein Spiel für ihn? Oder meint er’s ehrlich, wenn er sagt: „Ich liebe Dich“? Wichtige Anhaltspunkte: Nur fünf bis sieben Prozent aller Botschaften vermitteln wir über das, was wir sagen. Ein Drittel der Kommunikation läuft über Stimme und Betonung. Den Rest verrät uns der Körper durch Gesten und Bewegungen. Zeichen der Ehrlichkeit, wenn’s um Dinge geht, die ihm unangenehm sind: Er neigt sich zu Ihnen hin, sieht Sie an und öffnet dabei meist seine Hände. Gut auch, wenn er unbewusst einige Ihrer Bewegungen imitiert. Misstrauisch sollten Sie werden, wenn sich seine Stimmlage verändert – wenn er beispielsweise plötzlich schneller oder höher spricht. Auch Nuscheln ist ein Zeichen von Unehrlichkeit – dann redet er im wahrsten Sinne des Wortes keinen Klartext. 
 
EINDRÜCKE SAMMELN: SO FUNKTIONIERT’S
Höchstens 90 Sekunden dauert der „erste Eindruck“”. Danach wissen wir schon, ob uns ein Mann sympathisch ist. Unbewusst verrechnet unser Gehirn Aussehen, Mimik, Gang, Geruch und Stimme blitzschnell zu einem Gesamtbild. Danach geht’s um Details. Drei Tipps, die Ihnen beim zweiten Scannen helfen:
1. Konzentrieren Sie sich auf maximal zwei bis drei Merkmale, die Sie bewusst unter die Lupe nehmen.
2. Eines davon sollte die Art sein, wie er sich bewegt. Es ist schwieriger, die unbewusste Körpersprache der Sitzhaltung oder des Gangs zu manipulieren als den Gesichtsausdruck. 
3. Achten Sie mehr auf die Verpackung: Seine Klamotten sagen mehr über ihn als sein Körperbau, denn die hat er sich selbst ausgesucht, seine Kurzsichtigkeit oder seine Länge nicht. 
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