Liebe & Psyche

Freundschaft Entspannt Euch mal - Beziehungen entgiften

Maulige Freunde, faule Kollegen, anstrengende Verwandte – das muss ja nicht sein. Deswegen: Ran an den Frühjahrsputz, jetzt wird das Umfeld entgiftet! Aber keine Angst: Unsere Detox-Kur für Beziehungen ist einfach und unkompliziert. Versprochen.
Junge Frau in Sonnenblumenfeld
    

Manchmal wäre es wünschenswert, das Smartphone würde einfach ins Klo fallen. Dann könnte man ruhigen Gewissens unerreichbar sein. Wenigstens für eine kleine Weile. Man bräuchte keine kreativen Ausreden, weshalb man nicht drangehen konnte, und würde von Muttis ständigen Anspielungen auf erwünschte Enkelkinder ein einziges Mal verschont bleiben. „The person you have called is temporarily not available.“ Zugegeben: Die Funkstille wäre nicht nur kostspielig, sondern auch von kurzer Dauer. Und beim abendlichen Anruf auf dem Festnetz bekäme man es dann doppelt so dicke: „Naja, du warst ja als Kind schon ungeschickt.“ Und: „Apropos Kinder…“ Es gibt sie irgendwie immer mal wieder, diese giftigen Gespräche, die besser nicht geführt worden wären und scheinbar doch nicht vermeidbar sind. Allen voran mit der eigenen Mutter, die ihre Kritik an unserem Lifestyle leider mehr als deutlich anspricht und überhaupt zu viel jammert. Natürlich liegt es uns am Herzen, regelmäßig von ihr zu hören. Nur wäre es eben sehr viel entspannter, wenn die Telefonate und Treffen nicht immer auf die gleichen Diskussionen und Rechtfertigungszwänge hinausliefen. Soll man also beim nächsten Mal noch tiefer Luft holen und einfach zu allem Ja und Amen sagen?

Unser Umfeld hat Einfluss auf unser Glück

Ähnlich verfährt man ja allerdings leider auch mit der langjährigen Freundin, die sich seit ihrer Trennung zu einer mächtigen Motzmaschine entwickelt hat. Wenn es nicht ihr Ex ist, über den sie mit Leidenschaft lästert, dann meckert sie wahlweise über das unstete Wetter, unzuverlässige Handwerker oder über den unglaublich unerträglichen Chef. Und man selbst hängt am Telefon, übt sich im Atmen und hofft auf bessere Zeiten – für sie und für sich. In Wahrheit verdüstert die Schlechtwetterfront seit Monaten die Beziehung zur Freundin – und gepaart mit der mauligen Mutti vermiest sie so langsam auch unser Gemüt. Dabei sieht im eigenen Leben vielleicht gerade

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mal alles recht sonnig aus: Die guten Vorsätze halten, die Schmetterlinge im Bauch sind noch da, und die neue Frisur sieht sensationell aus. Nur gut, dass schlechte Schwingungen ihr offenbar nichts anhaben können. Aber wie macht man sich von den "bad vibrations" seines Umfeldes frei? Man will die anderen ja weder hängen noch sich selbst von ihnen runterziehen lassen. „Unsere Kontakte beeinflussen maßgeblich, wie es um unsere Lebensqualität bestellt ist“, sagt Therapeutin Siglinde Bender, deren Beratung vor allem auf "bessere Beziehungen" abzielt (deshalb heißt ihre Homepage bessere-beziehungen.de): und zwar nicht nur zwischen Liebenden, sondern zum gesamten sozialen Umfeld.

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Schlagworte
Beziehung | Charakter | Familie | Freundschaft | Psychologie
Autor
Katja Bosse