Sex

Lust und Leidenschaft Sex in der Beziehung

Wie soll guter Sex funktionieren - zwischen Job und Kindern, Haushalt führen und Freunde treffen und … eigentlich immer müde sein? Hier steht, was Sie tun können, damit Ihr Liebesleben nicht vor ihnen einschläft.
Sex in der Beziehung
    

Es war einmal, früher, in einer längst vergangenen Zeit, da reichte eine flüchtige Berührung von ihm. Sein vielverprechender Blick. Die reine Vorstellung seiner körperlichen Nähe genügte, um einen Wasserfall an Sex-Hormonen auszuschütten, die in einem den sofortigen Wunsch nach Unanständigkeiten auslöste. Schön war das, damals. Aber warum denkt man heute bei seinem Anblick nicht mehr sofort daran, wie gut seine Haut unterm Hemd riecht, sondern warum er immer noch nicht das Altglas weggebracht hat? Wie lange es dauert, bis Sie die Spülmaschine eingeräumt haben, damit Sie endlich ins Bett wandern können? Zum Schlafen – nicht zum Miteinanderschlafen, versteht sich. Denn irgendwie ist Schlafen aus Versehen attraktiver geworden als Sex.

„Aus Versehen ist Schlafen viel attraktiver geworden als Sex“

Man traut es sich ja kaum auszusprechen, schließlich liest man immer wieder von den berühmten zwei Mal pro Woche, die deutsche Paare durchschnittlich miteinander Liebe machen. Wäre man gehässig, könnte man vermuten: Diese Durchschnittspaare müssen alle einen ziemlich lauen Job, keine Kinder und auch sonst keine Probleme haben. Dabei sieht die Realität doch oft so anders aus: Auf dem Schreibtisch stapeln sich die unerledigten Dinge genauso wie im Haushalt, und die Bereitschaft auf ein erotisches Stündchen mit dem Liebsten ist angesichts dessen ungefähr so groß wie die eines Siebenjährigen, freiwillig Brokkoli zu essen. Diese unromantische Wahrheit spiegelt auch eine Studie des Projekts „Theratalk“ der Universität Göttingen wider: Befragt wurden 13.483 Männer und Frauen, Spannbreite: frisch verliebt bis Goldene Hochzeit. Ergebnis: Zwar haben 57 Prozent von ihnen durchschnittlich einmal Sex pro Woche. Doch die Studienleiter betonen, dass dieser Mittelwert verberge, dass in Wirklichkeit die Mehrheit der Paare – ganze 63 Prozent – eher weniger Sex haben.

Die US-Psychologin Laurie B. Mintz, Autorin von „A Tired Woman’s Guide to Passionate Sex“ (zu Deutsch etwa: „Anleitung zum leidenschaftlichen Sex für die müde Frau“) weiß aus ihrer Praxis, dass die Sex-Müdigkeit tendenziell ein weibliches Problem ist: „Rund 60 Prozent der Männer ergreifen häufiger die Initiative zum Sex.“ Der Grund ist ganz einfach: Männer sind zwar nicht weniger müde als Frauen, aber durch ihre Adern pumpen Unmengen der natürlichen Lust-Droge Testosteron. Das Hormon ist quasi der Kraftstoff für unseren Sex-Antrieb. Auch im weiblichen Körper wird es gebildet – allerdings in zehnfach geringerer Menge. Sobald wir müde oder gestresst sind, sinkt dieser ohnehin niedrige Pegel dann auch noch. Und das bedeutet bildlich gesprochen: Männer könnten knietief in Schweinemist stecken, aber immer noch an Sex denken, sobald eine schöne Frau an ihnen vorbeiläuft. Für eine Frau, die sich gerade schnurrend auf den Weg zu ihrem Liebsten ins Bett macht, dann aber plötzlich eine dreckige Socke auf dem Boden entdeckt, kann es dagegen sofort gelaufen sein. Wirklich unfassbar ungerecht …

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Liebe | Lust | Partnerschaft | Sex