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Sex Lust im Bett: 5 Frauen erzählen von ihren (S)experimenten

Was Frauen im Bett wollen

Liebe ist nichts für Feiglinge, sie erfordert Wagnisse. Auch im Bett. Die wenigsten von uns träumen ein Leben lang vom Blümchenkuscheln unter Biber-Wäsche. Immer mal wieder landen wir bei der Frage: Geht da noch was – und wenn ja, traue ich mich? Wir wollen Sex, der uns auf neue Ebenen und in ungeahnte Höhen katapultiert. Und danach wollen wir stolz zurückblicken und sagen: Wie gut, dass ich es versucht habe. Es ist großartig! Und nicht zu vergessen: Idealerweise hat der Mann in unserem Bett ganz nebenbei auch noch den Sex seines Lebens. Manchmal läuft alles wunderbar: Die Wirklichkeit schlägt die wildeste Fantasie, und wir finden dieses Kribbeln wieder, von dem wir schon dachten, es schlummert selig unter dem Bett zwischen den Wollmäusen. Und manchmal läuft etwas schief: Wir nähern uns einer Grenze oder überschreiten sie ungewollt und begreifen: Hier ist Schluss, an dieser Stelle werden wir uns selbst fremd, haben Angst – oder fühlen uns überfordert. Auch das geht in Ordnung. Von solchen Erfahrungen erzählen diese fünf Geschichten. Sie alle kommen zu dem Schluss: Es lohnt sich immer, seinen sexuellen Kosmos zu vergrößern. Sogar wenn man sich nach einem missglückten Experiment nicht so toll fühlt. Dann hat man wenigstens etwas über sich selbst gelernt.

Sexy Frau schreibt im bett Tagebuch
Was Frauen im Bett wirklich wollen

„ER KONNTE MICH NICHT HAUEN – UND ICH DACHTE: WEICHEI“

PAULA , 29, WOLLTE  KRÄFTIGE SCHLÄGE AUF DEN PO

„Wenn man frisch verliebt ist, findet man den Sex immer toll. Erst mit der Zeit fällt einem auf, dass man nicht wunschlos glücklich ist. So war das mit meinem Freund Carl. Ein halbes Jahr lang musste er mir nur in die Augen schauen, schon kam ich. Tja, und irgendwann erzählte ich ihm, dass ich beim Sex darauf stehe, den Po versohlt zu bekommen. Kein heftiges „Spanking“ in dem Sinne, dass ich danach Striemen habe, nichts Sadistisches oder so, einfach kräftige Schläge auf den Hintern mit der Hand. Carl äußerte sich nicht dazu. Lass das mal auf ihn wirken, sagte ich mir. Eines Abends dachte ich, jetzt helfe ich nach. Ich besitze einen Pornofilm, da ist eine Szene zu sehen, in der ein Typ einer Frau mit einem sexy Hintern auf den Po haut. Wir guckten den Film, und ich streckte Carl erwartungsvoll meinen Po entgegen. Er gab mir einen Klaps, total lasch. ,Es tut mir leid‘, meinte er, ,ich kann keine Frau schlagen.‘ Ich fand ihn extrem unmännlich in diesem Moment, wir schliefen schweigend ein. In den nächsten Wochen merkte ich, dass dieses Verhalten für mich eine Schwäche darstellt, über die ich nicht hinwegsehen kann. Ich habe Schluss gemacht. Ich ahnte nicht, wie wichtig diese Spielart für mich ist. Sie steht für meinen Begriff von Männlichkeit. Es tat mir erst leid, Carl zu verlieren, aber ich bereue es nicht. Ich weiß jetzt, auf was ich im Bett nicht verzichten möchte.“

„DER DEAL HIESS: NUR DAS EINE“

CHRISTINE, 41, SUCHTE IM NETZ EINEN SEXPARTNER

„Sexuelle Unterversorgung war nie mein Problem. Ich hatte meist einen Partner und in Single-Phasen nette und befriedigende Affären. Single sein ohne Sex – das kannte ich nicht. Bis zu diesem einen Sommer. Ich war allein, hatte auch nicht wirklich Lust auf einen neuen Mann und sehnte mich nach Sex. Da kam mir die Idee, in einem dieser Portale, die unverbindliche Affäre oder Casual Sex vermitteln, einen Mann für Sex zu suchen. Ich klickte rein und hatte die Qual der Wahl. Dort herrscht totaler Männerüberschuss. Schließlich entschied ich mich für Sven – einfach weil er optisch mein Typ war. Wir trafen uns zum Kaffee. Er sah noch besser aus als auf dem Foto, war supernett und witzig, wir verabredeten uns zum Sex. Sven wurde auf Anhieb der beste Liebhaber, den ich je hatte. Jetzt hatte ich drei Probleme. Erstens: Der Mann war interessant. Zweitens: Der Sex übertraf alles, und drittens war ich schockverliebt. Irgendwie hoffte ich, dass es ihn auch erwischt hätte. Als er sagte, dass er mich wiedersehen wolle, wünschte ich mir, dass er vielleicht noch mehr will – obwohl ich wusste, dass das totaler Quatsch ist. Ich ging noch mal auf die Internetseite und entdeckte, dass er online war. Ich konnte nicht verstehen, warum er noch weiter nach Frauen suchte, schließlich hatte er doch mich getroffen. Ich rief ihn an. Er sagte, dass er mich echt gut fände, aber dass der Deal sei, dass es um Sex ginge und nicht um etwas Festes oder Exklusives. Ich hätte nichts anderes erwarten dürfen, trotzdem erwischte es mich eiskalt. Zwei Tage heulte ich durch vor lauter Liebeskummer – und heute bin ich klüger: Ich will nie wieder Sex ohne die kleine romantische Option, dass sich daraus mehr entwickeln könnte …“

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Fußfetisch – wenn Füße zum Lustobjekt werden

„ICH WOLLTE SIE GENAUSO WIE ER“

NORA, 30, PROBIERTE EINEN DREIER

„Ich bin seit sechs Jahren mit Leo zusammen, wir haben noch regelmäßig schönen Sex –manchmal fehlt ein bisschen der Kick, besonders weil uns Hemmungen fremd sind und wir früher sehr viel ausprobiert haben. Irgendwann erinnerte ich mich daran, wie ich als Studentin eine Affäre mit einer Frau hatte. Das war echt heiß. Ich fand es aufregend damals und wollte diese Erfahrung mit Leo teilen. ,Lass uns einen Dreier machen‘, schlug ich ihm vor, abends im Bett, bevor wir einschliefen. ,Mit einer Frau.‘ Er strahlte, was wenig überraschend war. Klar, das konnte er sich vorstellen. Mit einem zweiten Mann, das wäre für Leo nicht gegangen. Dazu ist er zu sehr Platzhirsch. Wir malten uns dann aus, wie das sein könnte, Sex zu dritt. Das Problem war nur, dass ich ein eifersüchtiger Typ bin und Angst hatte, dass ich später die Bilder nicht mehr aus dem Kopf bekäme, wie mein Mann eine andere Frau verwöhnt. Ein Rückzieher kam für mich trotzdem nicht infrage. Kurze Zeit später trafen wir auf einer Party eine flüchtige Bekannte, bei der Leo und ich beide ziemlich schnell spürten: Die passt. Wir flirteten beide mit ihr. Es war prickelnd, wie ein Vorspiel. Und es machte mir nichts aus, zu sehen, wie Leo sie anbaggert. Das hier war schließlich unser Spiel. Dazu kam: Leo und ich hatten keinerlei emotionale Bindung zu der Frau. Es ging nur um Sex. Diese Vorstellung machte es mir leicht, keine Besitzansprüche anzumelden. Sie war so offen wie wir – und wir landeten zu Hause in unserem Schlafzimmer. Ich blieb vollkommen locker, als Leo sie auszog. Dann begann er, sie zu streicheln. Das hat mich total erregt, an Eifersucht dachte ich nicht eine einzige Sekunde. Im Gegenteil: Ich wollte diese Frau auch berühren und von ihr berührt werden. Wie waren eine Einheit in dieser Nacht. Ganz ehrlich: Ich war überrascht, weil ich mich als konventioneller eingeschätzt hatte. Ich fand es durchaus vorstellbar, dass ich mittendrin sage: ,Hey, stopp, das halte ich nicht aus.‘ Stattdessen machten Leo und ich die ganze Nacht mit ihr rum. Es wird bestimmt nicht unser letzter Dreier bleiben.“

„ICH SPÜRTE JEDE ZELLE UND KAM WIE NIE“

BEA, 35, WAR MIT IHREM FREUND BEIM TANTRA

„Mit spirituellen Spinnereien kann man mich jagen. Trotzdem war da irgendetwas am Tantra, was mich interessierte – diese Idee, dass man Körper, Seele und Geist ins Gleichgewicht bekommt. Ich bin Biologin, es leuchtet mir ein, dass diese Balance auch den Sex verbessern könnte. Trotzdem überlegte ich sehr lange, ob ich meinem Freund Alex nach vier gemeinsamen Jahren zum Geburtstag einen Gutschein für eine Partner-Tantra-Massage schenke. Ich hatte die Sorge, dass uns das total abtörnt, wenn wir uns in einem von Räucherstäbchen vernebelten Raum zu Eso-Musik auf eine orangefarbene Matte legen müssen. Ich gab mir einen Ruck, wir gingen zu der Massage – und alle Klischees wurden Wirklichkeit! Als wir ankamen, gingen wir fast wieder rückwärts aus der Tür: Räucherstäbchen, Orange an den Wänden, furchtbare Musik – wir mussten laut lachen. Doch dann verband uns die Tantra-Frau die Augen, wir sollten uns auf die Matte legen. Sie fing an, Alex und mich mit ihren Händen, mit Federn und mit einem Fellhandschuh zu streicheln, zu massieren. Das ging mir in jede Zelle. Ich habe mich gespürt wie noch nie. Die Frau wollte wissen, ob sie uns zum Orgasmus bringen solle, aber das lehnten wir beide ab, weil es uns zu weit ging. Als wir uns später zu Hause geliebt haben, war der Höhepunkt für uns beide viel heftiger als sonst. Ich weiß jetzt, dass sexuelle Energien in der Tat blockiert sein können. Und ich weiß auch, wie man sie wieder löst. Bei uns beiden bringt Tantra sexuelle Energie wieder in den Fluss. Wieder etwas dazugelernt. Es war toll – eso hin, eso her.“

Sexy Paar zieht sich aus
20 Tipps für heißen Sex

ICH HATTE ANGST, ABER ES WAR ECHT VERDAMMT SEXY!“

THERESA, 26, PROBIERTE ES MIT IHREM EHEMANN ANAL

„Bei einem Mädelsabend fragte mich eine leicht beschwipste Freundin, ob ich wisse, dass anal der neue Blowjob sei. Ich hielt das für eine ihrer maßlosen Übertreibungen. Nein, wirklich, sagte sie. Analsex sei der neue Kick, für Männer wie für Frauen. Dieser banale Wortwechsel ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Denn ja: Analverkehr reizte mich ehrlicherweise schon lange. Ich hatte bloß Angst, es auszuprobieren. Ich dachte, dass es sicher wehtut, dass man sich vielleicht blöd fühlt oder benutzt. Aber dann machten Paul und ich uns gemeinsam schlau: Gute Vorbereitung ist alles. Ich benutzte vorher ein Mini-Klistier und trug Gleitgel auf. Paul hat sehr sanft mit dem Finger vorgefühlt. Als er dann in mich eindrang, tat es im ersten Moment schon echt weh. Erst wollte ich die Zähne zusammenbeißen, doch mir schoss durch den Kopf, dass das genau der falsche Reflex ist. Lass los, sagte ich mir. Du musst den inneren Widerstand aufgeben. ,Soll ich aufhören?‘, fragte Paul einfühlsam. Doch dann legte sich plötzlich ein Schalter um, und ich konnte mich öffnen. Analsex steht und fällt mit dem Vertrauen zum Partner, und ich vertraue Paul. Es war der absolute Kick, und ich fand es hochgradig erregend, mich völlig hinzugeben. Ich genoss es, unterwürfig zu sein. Beim Analsex hat man als Frau die Dinge nicht mehr in der Hand. Du gibst die Kontrolle ab. Ich mag das manchmal. Diese Seite kannte ich gar nicht an mir. Körperlich gesehen war es eine irre Erfahrung, ich hatte das Gefühl, völlig ausgefüllt zu sein von dem Mann, den ich liebe. Es war echt sexy. Ich bin froh, dass ich meine Angst überwinden konnte.“

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BDSM | Liebe | Lust | Sex