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Lieben Oh jaaaa, ich will fliegen lernen!

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Die Sache mit dem Orgasmus haben wir schon längst raus: Im Nachttisch sind Vibrator und Gleitgel geparkt. Und auch ohne wissen wir genau, welchen Schalter wir anknipsen oder wohin wir den Mann lenken müssen, damit es mit dem großen O klappt. Easy! Aber stellen Sie sich mal vor, Sie würden mit Ihrem Liebsten jeden Tag ins Kino gehen. Wetten, spätestens nach zwei Wochen würden Sie beim Anblick einer Popcorntüte Gähnattacken bekommen. Ähnlich geht es unserer Vagina, wenn wir sie immer auf die gleiche Art und Weise zum Kommen bringen. Denn Abwechslung sorgt dafür, dass es aufregend bleibt – in der Liebe, aber auch beim Sex. Darum haben wir acht Orgasmus-Upgrades als Alternative zur Ihrer üblichen Technik zusammengestellt, die dafür sorgen, dass Ihr Höhepunkt nicht nur wow ist, sondern Va-va-voom.
 

„Ich komme erst mit einer bestimmten Fantasie in Fahrt“

Während man einen Penis nur mal kurz ansehen muss, damit er sofort Ferrari-mäßig einsatzbereit ist, muss der Vagina-Motor langsam angekurbelt werden. Vor allem, wenn man als Frau nach ein paar Jahren Beziehung sowieso weiß, wohin er als Nächstes fassen wird. Oft holen sich Frauen dann mit einer bestimmten Fantasie den entscheidenden Kick, um zum Orgasmus zu kommen.
DAS UPGRADE: Ist Ihr Kopfkino ein wenig ausgelutscht, bietet Erika Lust jede Menge neuen Stoff. Die Regisseurin dreht nicht nur Pornos speziell für Frauen. Auf ihrer Website xconfessions.com kann man auch erotische Fantasien einreichen, und jeden Monat wird die beste in einem Short Movie verfilmt. Auch Eileen Yaghoobian bringt Bewegung ins Kopfkino: Auf sendmeyoursexts.com kann man ihr die heißen WhatsApp-Nachrichten, die man sich mit dem Liebsten so hin- und herschickt, senden – sie macht daraus einen sechsminütigen, ganz persönlichen Porno mit echten Darstellern. Kostenpunkt: ca. 74 Euro.
 

"Mein Vibrator ist mein Orgasmus-Garant"

Der kleine Freund und Helfer! 45 Prozent der Frauen erleben den Big O dank Sexspielzeug. Erfunden hat den ersten, dampfbetriebenen Vibrator 1869 der Arzt George Taylor. Damals glaubte man, Orgasmen heilen Frauen von der sogenannten Hysterie. Na ja, es gibt unangenehmere Arztbesuche. Aber gut, dass inzwischen die vibrierenden Orgasmushelfer für zu Hause existieren.
DAS UPGRADE: 58 Prozent der Frauen besitzen laut einer Umfrage des Ipsos-Instituts mehr als ein Sextoy. Gute Voraussetzungen für Abwechslung im Bett. Wir hätten da drei weitere Turbo-Alternativen, um Ihre Sammlung aufzustocken: Der „Smart Wand“ (ab 99 Euro) hat acht Vibrationsstufen, ist wasserdicht und erinnert sich an Ihre bevorzugte Einstellung. Lassen Sie sich nicht von der Größe abschrecken, das Teil kann man auch als normalen Massagestab für Rücken, Nacken und Beine benutzen. Der „Ina 2“ (ca. 129 Euro) stimuliert innen und außen und ist dabei superleise. Last but not least: Den „Tiani 2“ (ca. 119 Euro) benutzt man gemeinsam mit dem Partner. Alle über amorelie.de.
 

„Ich komme nur, wenn ich meine Klitoris stimuliere“

DAS UPGRADE: Die Klitoris-Stimulation 2.0 kommt aus den USA. Dort entwickelte sich eine Bewegung, die sich „One Taste“ nennt. Ihr Ziel: Frauen durch eine 15-minütige Orgasmus-Meditation zu einem Wahnsinns-Höhepunkt zu verhelfen. Was sich erst mal etwas esoterisch nach Atemtechniken und Schneidersitz anhört, ist recht einfach: Der Mann streichelt dabei mit dem Zeigefinger den linken oberen Quadranten der Klitoris (dort enden 8000 Nerven, was den Punkt zum sensibelsten am weiblichen Körper macht) und schickt die Frau so auf ungeahnte Höhenflüge. Das Ganze nennt sich übrigens OMing. Inzwischen gibt es dazu auch in Deutschland (Online-)Kurse auf orgasmic-meditation.de. Sie zweifeln, ob Sie Ihren Mann dazu bekommen, weil der nichts davon hat? Von wegen! Das Gefühl, seine Frau so richtig explodieren zu lassen, ist für Männer vergleichbar mit der Szene aus „Cast Away“, in der Tom Hanks als Schiffbrüchiger sich mit den Fäusten auf die Brust hämmert und brüllt: „Ich habe Feuer gemacht!“. Ihr Mann wird sich äußerst gern belehren lassen.
 

„Am besten komme ich, wenn ich oben bin“

Dann geht es Ihnen wie ungefähr 70–80 Prozent aller Frauen. Das Forscherpaar Vincenzo und Giulia Puppo von der Biologischen Fakultät der Universität Florenz behauptet in einer aktuellen Studie sogar, dass es den vaginalen Orgasmus gar nicht gibt. Ohne die richtige Stimulation der Klitoris geht demnach bei uns Frauen wenig bis gar nichts. Eine Untersuchung aus den USA unter 32-jährigen Frauen bestätigt, dass der Orgasmus von der Größe der Klitoris abhängt: Bei den Studienteilnehmerinnen, die Probleme mit dem Kommen hatten, war die Klitoris oft kleiner und lag weiter weg von der Vagina, sodass sie bei der Penetration schlechter stimuliert wurde. Hand anlegen ist also schon mal eine Spitzenidee.
Die Reiterstellung ist der Orgasmusgarant für viele Frauen: Sie können das Tempo selbst bestimmen, wie tief er eindringt, die Klitoris wird durch die Reibung stimuliert – und on top haben Sie beide Hände frei für andere Spielereien. Was will man mehr? Na, vielleicht etwas Abwechslung!
DAS UPGRADE: Zwei alternative Stellungen, die es mindestens genauso in sich haben. Bei der umgekehrten Reiterstellung setzen Sie sich einfach andersherum auf ihn. Sie bietet alle Vorteile der normalen Reiterstellung, die Reibung an der Klitoris ist aber noch intensiver. Viele Frauen mögen auch den Doggy-Style. Dabei kniet sie auf allen vieren, während er von hinten eindringt. Der ideale Penetrationswinkel für den weiblichen Orgasmus. Sie können sich aber auch auf die Brust legen und die Klitoris zusätzlich mit den Händen reiben.
 

„Ich komme, aber mein Orgasmus dauert so kurz“

Wir Frauen können zwar nicht im Stehen pinkeln, aber dafür macht die Natur uns ein anderes Geschenk: Unser Orgasmus dauert in der Regel 20–60 Sekunden, bei unseren Männern ist nach zwölf Sekunden leider schon alles vorbei. Schätzen Sie sich also glücklich. Trotzdem geht noch mehr ...
DAS UPGRADE: Wenn Sie masturbieren, versuchen Sie mal Folgendes, um den Orgasmus länger anhalten zu lassen: Kurz bevor Sie kommen, stoppen Sie. Dann fangen Sie wieder von vorn an, um knapp davor wieder aufzuhören. Das wiederholen Sie ein paarmal. Der anschließende Orgasmus hat Überlänge, versprochen!
 

„Seit ich Liebeskugeln benutze, komme ich öfter“

Von Sex- und Physiotherapeuten gibt es dafür eine Eins! Wer noch keine besitzt, sollte neben dem Vibrator im Nachttisch gleich ein Plätzchen freiräumen und sich welche zulegen. Liebeskugeln sind nämlich die perfekten, indirekten Orgasmushelfer. Viele Frauen jedoch schieben sich die Minikugeln in die Vagina und wundern sich, dass nichts passiert. Dabei wirken Liebeskugeln wie kleine Gewichte. Sie trainieren die Beckenbodenmuskulatur und regen die Durchblutung an, was unsere Orgasmusfähigkeit steigert.
DAS UPGRADE: Funktioniert ähnlich, kann aber mehr als eine Liebeskugel. Durch Vibration trainiert der „Luna Smart Bead“ von Lelo Ihre Beckenbodenmuskulatur noch effektiver. Er ermittelt zudem Ihre Orgasmusfähigkeit, errechnet einen individuellen Trainingsplan und speichert den Trainingserfolg. Über lelo.com, ca. 89 Euro.
 

„Ich mag es, etwas härter angefasst zu werden“

Spätestens seit „50 Shades of Grey“ wissen wir, dass Frauen ein kleines bisschen Haue gern haben. Laut einer US-Studie haben 62 Prozent von uns Gewaltfantasien. Das bedeutet natürlich nicht gleich, dass man ausgepeitscht oder mit Wäscheklammern traktiert werden möchte. Aber gegen einen Klaps auf den Po oder Handschellen ist ja nichts einzuwenden.
DAS UPGRADE: Aber bitte nur ganz vorsichtig und in Absprache – lassen Sie sich von Ihrem Partner kurz vor dem Orgasmus ganz vorsichtig den Hals zudrücken. Das Gefühl, ausgeliefert zu sein, sowie das sanfte (!) Abschneiden der Luft führen zu einem Wahnsinns-Orgasmus. So eine Technik sollten Sie natürlich nur mit einem Partner ausprobieren, dem Sie vertrauen, und nicht mit einem One-Night-Stand, den Sie gerade in einer Bar aufgegabelt haben.
 

„Ich komme am besten im Alleingang“

Wir wissen immer noch am besten, was uns gefällt. Daher kommen viele Frauen eher beim Masturbieren als beim Sex mit dem Partner. Überhaupt wird der Sex im Alleingang viel zu wenig wertgeschätzt. Dadurch findet man nicht nur heraus, was seinem Körper gefällt, es lindert dazu Kopfschmerzen, Stress und hilft beim Einschlafen. Ehrlich! Und: Regelmäßige Selbstbefriedigung hält unsere Libido auf einem hohen Level, was immens wichtig ist, damit wir überhaupt Lust auf Sex haben und zum Orgasmus kommen.
DAS UPGRADE: Probieren Sie es mal mit dem „Fly High“-Move, um noch intensiver zu kommen. Dabei strecken Sie kurz vor dem Orgasmus die Beine und Arme in die Luft. Der Geheimtipp einer US-Sextherapeutin.

 

 
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Frauen | Liebe | Partnerschaft | Sex | Vibrator