Sex

5 Wahrheiten über Sex im Urlaub

Pärchen küsst am Strand

Ich muss nur mal entspannen, dann wird es auch im Bett wieder gut

Wie SIE die Sache sieht: Bei ihm fängt es ja angeblich schon im Shuttle vom Flughafen an – ein Mann, der vom sanften Ruckeln der alten Touristenkutschen keine Erektion bekommt, ist entweder impotent oder der Busfahrer. Habe ich zumindest mal gelesen. Und bei uns Frauen? Ist es ähnlich. Sobald der Alltagsstress abfällt, die Gedanken nicht mehr um Job und Haushalt kreisen, können wir uns fallen lassen. Und auch mal spontan sein. Morgens nach dem Duschen oder nachts nach dem dritten Mojito. Diese Strategie hat mich schon in die verrücktesten Situationen gebracht und mir Acts geschenkt, über die ich lange noch gestaunt – oder gelacht – habe ...

Was ER darüber denkt: Haben wir alles? Ist das Taxi zum Flughafen pünktlich? Kommt das Gepäck an? In unserem genetischen Urlaubs-Vorbereitungs-Programm steht: Wir sind die „Manager“. Sitzen wir dann endlich im Shuttle ins Feriendomizil, ist mitnichten alles erledigt. Dann gehen wir gedanklich durch: Sprechen die Deutsch an der Rezeption oder wenigstens Englisch? Klappt das mit dem bestellten Südbalkon? Gedanken an Sex kommen erst, wenn alle Koffer ausgepackt sind und klar ist: Es war kein Raucher vor uns im Zimmer, das Büfett am Abend war gut – und um das Wichtigste nicht zu vergessen: Die Liebste fühlt sich hier pudelwohl! Denn wenn mann mal ehrlich ist: Nur wenn es der gut geht, kommt es überhaupt zum Sex. Sind wir Männer am zweiten Tag endlich auch geistig im Urlaub angekommen, sehen wir unsere Liebste (und andere Appetitanreger am Strand) zugegebenermaßen mit leuchtenden Augen. Viel nackte Haut schafft Raum für viel Fantasie und viel Vorfreude auf viel mehr Sex als zu Hause …

Draußen kickt es richtig

fussfetisch
Fußfetisch – wenn Füße zum Lustobjekt werden

Wie SIE die Sache sieht: Beim Sex draußen sind ein paar Dinge für uns echt wichtig: Wir stehen einfach nicht drauf, wenn’s pikst, zu nass, zu hart, zu hell, zu laut, zu, zu, zu … ist. Schon gar nicht aber mögen wir’s, erwischt zu werden. Darum sind abseitsstehende Strandkörbe oder einsam schippernde Ruderboote für uns bessere Orte als der Pool im Innenhof des Hotels. Einsteigerinnen legen ein T-Shirt drüber und verwöhnen den Schatz mit Handarbeit. Fortgeschrittene lassen den Slip weg und sich überraschen, wie und wo es passiert. So, und jetzt schreib ich auch gar nicht weiter, denn vor allem sollten wir doch eins: nicht lange überlegen, sondern es einfach mal tun!

Was ER darüber denkt: Um jetzt mal direkt zu kommen: Draußen ist geil! Findet tatsächlich fast jeder Zweite: 47 Prozent der Deutschen hatten sogar schon mal Sex in der Öffentlichkeit. 80 Prozent davon mit ihrem festen Partner. Prima, die Affäre nehmen wir ja auch selten mit in den Urlaub ! Abtörnend dabei ist allerdings eine Frau, die ständig sagt, hier pikst es und da ziept es. Deswegen bringen wir uns am liebsten im Stehen in Stellung. Ob abends im Hotelpool mit ihr auf den Hüften oder an einer Hinterhofmauer in ihr versunken. Und wir sind da ganz bei euch: Dabei von Zuschauern umringt zu werden gibt entgegen weitverbreiteter Porno-Klischees keinen Extrakick, sondern ist todpeinlich. Allein der Gedanke daran lässt IHN so abstürzen wie den DAX in der Finanzkrise. Deshalb gilt: Der Ort muss perfekt gewählt sein oder spontan auftauchen. Aber, seid sicher, auch wenn ihr das denkt, haben wir ihn vorher ausgesucht ...

In fremden Betten im Hotel kommt man einfach besser

Wie SIE die Sache sieht: Wissen Sie, was 75 Prozent aller Männer und Frauen in Deutschland als Grund fürs Fremdgehen nennen? Sie sagen: „Es war der Reiz des Neuen.“ So einfach ist das. Nicht Liebe, nicht Frust, nicht Rache, einfach nur mal was Neues. So ähnlich geht es mir in Hotels: Ein cleanes Zimmer ohne gemeinsame Geschichte ist für mich wie eine neue Sicht auf die Liebe und kann ziemlich befreien. Vorausgesetzt, die Wände sind nicht so dünn, dass Sie noch fünf anderen Paaren bei der Befreiung ihrer Liebe zuhören müssen. Ein Hotelbett bietet Projektionsfläche für Fantasien, auf die wir zu Hause gar nicht kommen. Wir trauen uns vielleicht mal zu dominieren, uns zu unterwerfen, in eine Rolle zu schlüpfen. Lassen wir uns von uns selbst überraschen. Und egal, wie schmutzig wir das fremde Bett zerwühlt haben, am nächsten Morgen kommt ein Zimmermädchen und zieht alles wieder glatt.

Was ER darüber denkt: Ich vermute ja, Frauen statten Hotels aus. Warum? Wenn Männer fürs Interieur zuständig wären, hätten die Betten Haken und Ösen. Für Fesselspiele. Für Ketten. Für Stellungen, bei denen „guter Halt“ wichtig ist. Die Wahrheit sieht anders aus: Die Hotel-Liebesnester sind meist durchgelegen – die Knie bohren sich beim Doggy-Style (mit 31 Prozent Umfragewert die befriedigendste Stellung der Deutschen) durch die Federkerne fast bis zum Boden, und nachts trifft man sich in der Kuhle in der Mitte. Nein, die Betten sind mit Sicherheit nicht dafür verantwortlich, dass man im Urlaub mehr will. Dafür der gute Rotwein und die Gespräche, die nicht wie zu Hause bei der Tagesschau enden. Mann nimmt seine Frau im Urlaub wieder neu wahr. Wie damals beim Kennenlernen. Darum geht’s. Das durchgelegene Bett übersehen wir dabei mal ganz großzügig.

Je exotischer die Stellung, umso besser ist der Orgasmus

Wie SIE die Sache sieht: Klar wissen wir seit gefühlten hundert Jahren, dass die Reiterstellung für unseren Orgasmus am aussichtsreichsten ist. Und mal ehrlich: Wir haben Ferien! Tun wir es also lieber so, wie wir es am meisten lieben. Das dann aber so entspannt, frei und tief, wie es abends zwischen Abendbrot und Augenzufallen eher seltener gelingt. Schalten wir lieber mal das Kopfkino an. Fantasieren wir, sprechen wir schmutzige Gedanken aus. Das ist dann wie ein Stellungswechsel im Kopf – inklusive Orgasmus zum Abheben!

Was ER darüber denkt: Neulich in einem Porno: Sie macht eine Kerze – wie beim Kinderturnen, nur mit angewinkelten (breiten) Beinen. Er steht über ihr und dringt in sie ein! Wow, was für eine Übung. So was könnten wir uns auch mal vorstellen. Aber weil Pornos so viel mit erfüllter Sexualität in der Partnerschaft zu tun haben wie Wulff mit der Wahrheit, ist es nicht unbedingt notwendig. Interessant allerdings: Knapp 60 Prozent finden Sex ohne Stellungswechsel „langweilig“ – ebenso viele sind der Ansicht, dass es beim „Ausprobieren“ keine Grenzen geben sollte. Und was gäbe es für einen besseren Anlass als den Urlaub, um Leben ins Stellungsspiel zu bringen. Noch mal zu „Je exotischer die Stellung, desto besser der Orgasmus“: Auf Männer trifft das nicht zu – wir „kommen“ praktisch immer gleich. Aber die versauten kleinen Geheimnisse, die man durch den Urlaub miteinander teilt, schaffen Nähe. Und die kann man mitnehmen zurück nach Hause in den Alltag.

Wenn wir woanders sind, bin ich auch ganz anders

Wie SIE die Sache sieht: Auch nach diversen Staffeln „Sex and the City“ heißen wir Frauen nicht alle Carry und Samantha, und nein, wir betratschen nicht jeden Samstag beim Brunch, was wir im Bett so machen. Dennoch: Kleine Anekdoten aus meinem Freundinnenkreis belegen, dass wir uns im Urlaub tatsächlich verwandeln. Und die immer besorgte Mutter oder die dauergestresste BWLerin mal zu Hause lassen. Eine solche erzählte mir mal, sie habe sich im Urlaub vor ihm selbst befriedigt. Es hätte ihn um den Verstand gebracht. Eine andere berichtete von ihrem ersten Rollenspiel nach zehn Jahren Ehe: An der Hotelbar hat sie einfach mal so getan, als würde sie ihren Mann zum ersten Mal sehen. Und sich spontan entschieden, mit ihm zu schlafen. Fand er super. Sie auch. Ein Jahr später war sie dann Fortgeschrittene: ließ sich von ihrem Schatz die Augen verbinden und gab sich ganz in seine Hände. Die beiden sind jetzt 15 Jahre verheiratet. Die Ferienwoche zu zweit ist ihnen so heilig wie der Hochzeitstag!

Was ER darüber denkt: Also ich bin immer ich. Und ich kenn auch keinen Mann, der woanders kein Mann ist. Aber Spaß beiseite: Wenn sie nicht mehr sie ist, sondern eine Krankenschwester mit ihrem Gesicht, bin ich dabei! Wichtig zu wissen ist: Es gibt wohl kaum einen Mann, dessen Sexualität nicht wenigstens ein bisschen pervers ist. (Warum sonst lautet das Abc der YouPorn-Kategorien Anal, Big Butt, Cumshots …?) Das bedeutet: Machen Sie einem Mann einen abseitigen Vorschlag – egal welchen –, wird er zu 99 Prozent nicht nur nichts dagegen haben, sondern begeistert mitmachen! Der Vorschlag muss aber wirklich von Ihnen ausgehen – viele von unseren Fantasien sind nämlich so schräg, dass wir sie meistens besser für uns behalten.

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Lust | Partnerschaft | Sex