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Job, Psychologie, Kollegen Dr. Job: "Was ist verkehrt an einem Lächeln?"

Was ist verkehrt an einem Lächeln?

Liebe Frau Knaths, als Kind habe ich gelernt, dass Höflichkeit das Leben leichter macht. Im Job scheint das aber nicht zu stimmen! Nur wer motzt, setzt sich durch, so scheint es mir oft. Stimmt das? Natascha W., 29, Bürokauffrau

Liebe Frau W., klare Antwort: Jein. Höflichkeit erleichtert den Umgang mit Menschen, ebenso wie das berühmte freundliche Wort – oder ein Lächeln zur rechten Zeit. Wichtig ist nur, zu wissen wie – und wann. Grundsätzlich gilt: Sie müssen sich unter Kolleg(inn)en erst einmal Respekt verschaffen. Dann dürfen Sie der angenehmste Mensch sein – solange niemand Ihre Grenzen überschreitet! Zunächst müssen Sie allerdings diese Grenzen deutlich machen. Mit purer Höflichkeit werden Sie das nicht immer hinkriegen. Wenn sich jemand in Ihre Aufgaben einmischt oder Sie häufig unterbricht, ist barsches Auftreten manchmal nötig – wenn auch vielleicht ungewohnt für Sie.

Herumzumotzen brauchen Sie nicht – und cholerische Anfälle sollten Sie ebenfalls getrost anderen überlassen. Wichtig ist aber, dass Sie auf alles Mädchenhafte im Job verzichten: den geneigten Kopf, das niedliche Spiel mit den Haaren, den kessen Hüftknick… All das schmälert die Wahrnehmung Ihrer Fachkompetenz. Nicht missverstehen: Sie können durchaus eine extrem attraktive Frau sein – aber treten Sie mit Grandezza auf! Dann gereicht alles Feminine Ihnen zum Vorteil und wird Ihnen nicht als Schwäche ausgelegt. Humor, Witz und Charme helfen immer. Aber wenn es darum geht, die eigene Position zu behaupten, ist Rückgrat noch wichtiger, im ganz körperlichen Sinne. Egal, ob im Sitzen oder im Stehen: den Kopf immer oben halten! Dann ist ein Lächeln nicht kontraproduktiv.

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Frauen | Job | Karriere | Psychologie