Psychologie

Weg mit überflüssigem Ballast Ausmisten im Kopf

Die neue Leichtigkeit: Hirn ausmisten, Herz durchlüften, Ballast entsorgen: Der Putz für die Seele beschert uns einen unbeschwerten Sommer.
Frau Müde
   

Spätestens zu den Oscars entdecken wir unsere Leidenschaft für Glanz und Gloria – und läuten ein paar Monate später das jährliche Optik-Tuning ein. Nun schrubben und wischen, fasten und massieren wir so lange, bis in der Wohnung alles glänzend glatt und der Körper straff trainiert ist. Dass unser (Innen-)Leben dabei regelmäßig außen vor bleibt, merken wir gar nicht mehr.

Sieht schließlich keiner, dass unser Stresspegel Tsunamiwerte in den Schatten stellt. Andererseits kein Wunder, denn wer heute Alltag, Liebe, Sport und Vergnügen vereinbaren will, hat in seinem Terminkalender kaum noch weiße Flächen. Selbst unsere Freunde haben sich daran gewöhnt, nur noch dank SMS an unserem Leben teilzuhaben – ihnen geht es ja nicht anders.

Dabei brauchen wir es eher locker flockig als dicht gepackt. Und intensiv leben können wir trotzdem: indem wir bewusster leben. Das bedeutet zwar Mut, weil wir uns im Termin-Canceln üben müssen, statt in den superangesagten Chi-Yoga-Kurs zu hetzen. Dafür bringt es ungeahnte Freiheit: Weil wir das Hirn durchlüften und den Seelen-Haushalt entrümpeln, statt die ewig gleichen Staubflusen zu jagen. „Mentales Fasten“ nennt die Autorin Rita Pohle (s. Buch-Tipps) das Phänomen, durch das wir gewinnen, je weniger wir uns vornehmen. Eine glänzende Idee!

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