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Schauspieler 40. Geburtstag: Makatsch und Bleibtreu

Moritz Bleibtreu, Heike Makatsch

HEIKE MAKATSCH - VOM BERUFLICHEN ERFOLG BIS ZUR PRIVATEN PLEITE: ALLES DRIN. EIN ECHTES LEBEN EBEN

„Wir können immer wieder etwas anfangen. Aber nicht mehr von vorne“

Ein bisschen ist sie wie wir. Na klar, mit dem Unterschied, dass sie mittlerweile ein waschechter deutscher Star ist – und wir nicht. Vielleicht liegt diese gefühlte Nähe zu Heike Makatsch darin begründet, dass das eigene Leben schon so lange mit ihrem Werdegang verknüpft ist, vielleicht liegt es am wenig glamourösen Vornamen. Die Heike aus Düsseldorf plapperte als Moderatorin auf VIVA, bekam das Etikett „Girlie“ untergejubelt, und wir hörten zu. Aber haben wir nicht alle komische Sachen für Geld und Spaß gemacht? Allerdings wurde Heike Makatsch damit berühmt.

Auch das bekam man hautnah mit, man folgte ihr durch Detlef Bucks Komödie „Männerpension“, durch „Das Wunder von Lengede“ und „Margarete Steiff“. Irgendwann war die Makatsch erwachsen geworden, der Wandel zur Charakterdarstellerin vollzogen. Okay, da war noch die lange Beziehung mit dem Bond-Darsteller Daniel Craig. So richtig gut ging die Nummer nicht aus, doch wer kennt das nicht. Inzwischen wohnt Heike Makatsch mit Freund und zwei Töchtern in Berlin. Eine Mutter mit Erfolg, Doppelbelastung, sozialem Engagement und etlichen privaten und beruflichen Umwegen. Also doch ein bisschen wie wir. Und jetzt auch noch ziemlich 40. Wir wünschen alles Gute – und kommen weiter mit.

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„Ich fühle mich noch wie immer. Nur die Sorge ist neu in meinem Leben“

„Der letzte Geburtstag, auf den ich mich richtig gefreut habe, war mein Achtzehnter. Danach passierten die Geburtstage einfach so. Ich hatte nie einen großartigen Plan – an dem Punkt bist du mit 30, an dem mit 40. In der Schauspielerei weiß man oft nur, was in den nächsten drei Wochen ist. Als 15-Jähriger hätte ich nie gedacht, dass ich der Mann werde, der ich heute bin. Damals dachte ich, mit 40 ist man erwachsen.

Natürlich sind meine Ansichten heute etwas anders als früher, und ich habe auch viel dazugelernt, aber so wahnsinnig viel geändert hat sich eigentlich nicht. Außer vielleicht, dass ich nicht mehr so schnell in den vierten Stock komme oder nach einer betrunkenen Nacht nicht nach sechs Stunden Schlaf wieder alles in Ordnung ist. Aber das sind nur Äußerlichkeiten. Innen drin fühle ich mich immer noch wie ein Kind. Mit einer Einschränkung: Seit mein Sohn vor zweieinhalb Jahren auf die Welt kam, weiß ich zum ersten Mal, wie sich Sorge anfühlt. Das hat mich wohl am meisten verändert.

Neben dieser unglaublich riesigen Freude, die man durch ein Kind geschenkt bekommt, ist da jetzt auch immer diese Sorge. Noch nie in meinem Leben habe ich so oft gedacht: Hoffentlich wird alles gut. Ich möchte, dass das Leben gut zu ihm ist und er seinen Platz findet. Selbst wenn er mal groß und stark ist, geht dieses Gefühl wahrscheinlich nie wieder weg. Auch im Umgang mit meinem eigenen Leben bin ich vorsichtiger. Ich denke dreimal nach, bevor ich etwas tue. Wenn man mich früher gefragt hätte, willst du einen Film in Vietnam drehen, acht Wochen, wäre das unter Umständen ein Grund gewesen, ihn zu machen. Heute sage ich: Können wir nicht lieber in Berlin drehen? Rückblickend kann ich sagen, dass es sicher viele Phasen bei mir gab, die nicht so schön waren. Dagegen befinde ich mich jetzt am besten Punkt meines Lebens. Zum Geburtstag wünsche ich mir nur, dass mir der Himmel nicht auf den Kopf fällt. Ansonsten bin ich wunschlos glücklich.“

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