Karriere

Probezeit: Neu im Job

Die ersten Wochen im neuen Job sind gar nicht so einfach. Nicht nur dass Sie den Chef von Ihren Qualitäten überzeugen müssen, auch die Kollegen haben Sie genau im Auge. So überstehen Sie die Reifeprüfung und sichern sich Ihren Platz im Kaffeetassenschrank.
Kollegen
  

Mal Hand aufs Herz: Wer ist schon gerne die Neue? Also, ich nicht. Erste Arbeitstage und vor allem all die neuen Gesichter, auf die man dann trifft, machen mich furchtbar nervös. So nervös, dass ich zuerst rot anlaufe und dann ein verkrampftes Dauergrinsen aufsetze, um die Erdbeere, die einst mein Kopf war, irgendwie zu überspielen. Gerne garniere ich diese Mischung noch mit scheinbar nicht mehr enden wollenden Wortsalven, die ich nur ab und zu durch diese schrillen Lacher unterbreche, die einem noch Stunden später im Ohr nachhallen. Vor allem dann, wenn ich abends im Bett so einen ersten Arbeitstag noch einmal Revue passieren lasse. Hach, es ist eben nicht einfach! 

Der Chef und somit auch die inhaltlichen Aufgaben, die einen bei so einem neuen Job erwarten, sind meistens nicht das Problem. Schließlich hat man sich schon vor und während des Vorstellungsgesprächs hinreichend über das Anforderungsprofil informiert. Aber das, was die Kollegen von einem erwarten, steht leider in keiner Jobbeschreibung. Dabei ist ein vertrauensvoller Umgang unter Mitarbeitern die beste Vorraussetzung für gute Arbeitsergebnisse. Nur dass alles, was in der Führungsetage vielleicht super ankommt, im direkten Büroumfeld zuerst einmal nach hinten losgehen kann. Man sagt zu allen Aufgaben Ja? Schleimer! Man meldet sich ab und zu mit Verbesserungsvorschlägen zu Wort? Klugscheißer! 

ENGAGEMENT? GERNE. ABER BITTE NICHT ZU VIEL!

Es gibt viele Fettnäpfchen, in die man treten kann. Denn die Anforderungen, die die neuen Kollegen an einen stellen, können mitunter sehr komplex sein. Reicht es dem Chef, wenn Sie gut und zügig arbeiten, erwarten die anderen Mitarbeiter vielleicht auch noch, dass Sie dazu gesellig und witzig sind – ohne sich aber in den Vordergrund zu drängen. Sie wollen, dass Sie mitdenken, aber bitte nicht zu viele gute Ratschläge absondern. Und, und, und … 

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Schlagworte
Job | Karriere | Psychologie
Autor
Yvonne Adamek