Karriere

Tipps Mehr Spaß im Job - so funktioniert's

Nervige Meetings, maulende Kunde und vom Gehalt wollen wir gar nicht reden ... Dann sollte der Job wenigstens Spaß machen, oder? Die ersten Schritte: den bierernsten Blick beseitigen, Bleistift unter die Nase klemmen - weiterlesen
Glückliche Frau mit Brille
  

Zeig mir die Statusmeldungen, und ich sag dir, welcher Wochentag ist. Montags werden auf Facebook nämlich gern schlaftrunkene Katzen gepostet, Hündchen, die vor Müdigkeit kaum die Augen aufkriegen, Frauen mit Bad-Hair-Alarm, die sich unter der Bettdecke verstecken – oder Kinder, die am Frühstückstisch vornüber in ihre Cornflakes gekippt sind. Je mehr Antriebslosigkeit das Bild verströmt, desto mehr Likes bekommt es. Weil keiner Lust auf die neue Woche hat, man lieber noch ein bisschen jammert und kollektiv dem faulen Sonntag nachtrauert. Mittwochs mehren sich dann halb motivierte Mitteilungen wie „Hälfte geschafft!“ oder „Yes, Bergfest!“. Und am Freitag brechen Facebook-Freunde in Jubel aus: Dann heißt es: „TGIF!“ –Thank God it’s Friday!

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Arbeiten – das macht offenbar nur wenigen so richtig Spaß: Jeder fünfte Arbeitnehmer ist unzufrieden, 66 Prozent machen nur Dienst nach Vorschrift. Gerade mal 13 Prozent hegen gänzlich gute Gefühle für ihren Beruf. Natürlich heißt das nicht, dass man bei Jobfrust sofort seine Kündigung einreichen sollte; Life-Coaches und Arbeitspsychologen sind sich einig, dass man sich neu programmieren muss, um im gleichen Job mehr Spaß zu haben. Wie man sich einer Gehirnwäsche unterzieht und jeden Montag durchdreht vor Glück, wissen wir nicht – aber wir können verraten, an welchen Schrauben Sie drehen können, um wieder motivierter und besser gelaunt ins Büro zu gehen. Wer einige der Tipps beher zigt, hat vermutlich immer noch nicht das Bedürfnis, sich beim lieben Gott dafür zu bedanken, dass man morgens aufstehen muss. Aber er postet vielleicht einen Smiley und ignoriert die gähnenden Welpen.

Schluss mit Frust – denn schlimmer geht immer …

Schon mal im Arbeitsamt eine Nummer gezogen? Und in die Gesichter derer geschaut, die darauf warten, dem Berater von erfolglosen Bewerbungsrunden zu berichten? Die wenigsten machen sich bewusst, was für ein Glück es ist, dass sie auf dem Bürostuhl sitzen, den sie gerne haben wollten. Um den sie mit Mitbewerbern gerungen haben und den sie stolz besetzen konnten. Vielleicht ist er gerade etwas unbequem. Aber statt zu meckern, was alles blöd ist, darf man sich eine Woche lang vornehmen, nur Gutes von der Arbeit zu erzählen. Dem Liebsten berichtet man von der neuen Kollegin, die echt nett zu sein scheint. Der Freundin erzählt man von der gelungenen Präsentation, vor der man doch so viel Schiss hatte. Und bei der Schwägerin gibt man damit an, wie lecker die Salate in der Kantine sind. Je häufiger man das Positive in den Fokus rückt, desto bewusster macht man sich die guten Seiten, die der Job hat.

Leichter fällt das Anpacken ebenfalls, wenn man sich öfter mal den Sinn seiner Arbeit vor Augen führt. Den findet bei genauerem Hinschauen nicht nur derjenige, der Hilfsgüter an afrikanische Kinder verschickt. Sondern auch derjenige, der einer Kundin den Tag versüßen, dem Unternehmen zu positiver Presse oder der Kollegin zu mehr Durchblick verhelfen konnte. Motivierend wirkt sich außerdem aus, sich jeden Tag ein neues Ziel zu setzen: Heute lasse ich mich von niemandem ärgern. Heute kille ich den Aktenstapel – egal wie lange es dauert. Oder: Heute gucke ich nicht auf die Uhr. Alles, was man durchzieht, verschafft einem am Abend ein zufriedenes Gefühl. Und man darf sich dafür belohnen. Kleine Freude am Rande: Ein Lob tut nicht nur gut, wenn man es selbst zu hören kriegt. Wer seine Kollegen mit einem Kompliment verwöhnt, hebt die eigene Stimmung.

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Soll der Chef doch übellaunig sein: Man selbst muss sich nicht von ihm anstecken lassen. Statt nach seiner Ansprache Frust zu schieben, mit den anderen abzulästern und sich gegenseitig runterzuziehen, lenkt man das Thema bewusst auf etwas Heiteres: zeigt der Zimmernachbarin einen saulustigen Youtube-Spot oder liest die peinliche Mail eines Kunden vor. Auch eine Schreibtischschublade mit Urlaubsfotos, Zettelbotschaften von Schatzi und die gute alte Schokolade helfen dabei, den Gute-Laune-Pegel zu halten. Manchmal kann man die schlechte Aura auch aussperren, indem man schlicht und ergreifend die Tür zumacht – und erst zwei Stunden später öffnet, wenn die bösen Vibes verschwunden sind. Abgesehen davon: Kein Job kann jeden Tag gleich viel Spaß machen. Wer diesen Anspruch geschmeidig vergisst, baut auf der Stelle Druck ab – und glaubt viel fester daran, dass wieder nettere Phasen kommen. Kleine Info am Rande: Büropflanzen haben enormen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Es muss ja nicht zwingend die Yuccapalme sein, aber ein Drachenbaum reduziert den Lärmpegel, bunte Clivien wirken stressmindernd, und Zimmerhafer erhöht die Luftfeuchtigkeit.

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Schlagworte
Job | Lifestyle | Persönlichkeit
Autor
Katja Bosse