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No Doubt We love Gwen Stefani

Nach zehn Jahren Pause rockt Glamour-Queen Gwen Stefani mit ihrer alten Band No Doubt wieder so richtig ab. Toll, findet PETRA-Autorin Constanze Frisch, denn die Makellosigkeit der Sängerin war ihr fast ein bisschen unheimlich...
Gwen Stefani
  

Liebe Gwen,

Kannst Du Dich an den Sommer 1996 erinnern? Ich war 15 Jahre alt und bis über beide Ohren in den Jungen aus meiner Nachbarschaft verliebt. Er war weniger an mir, sondern vielmehr an seiner Gitarre interessiert, auf der er täglich „Don’t Speak“ übte. Machen wir es kurz: Er ging und küsste eine andere. Du bist geblieben. Als Freundin und treue Weggefährtin, die mir mit ihren energiegeladenen Upbeat-Songs immer wieder zurief: „Hey, reg Dich nicht auf, das Leben ist schön!“Jetzt feierst Du plötzlich ein Comeback. Mit fast 43 Jahren. Während andere Popladys langsam ans Aufhören denken, kletterst Du mit Deiner alten Band No Doubt wieder ins Rampenlicht. Zurück zu schnellen Ska-Rhythmen und krachigen Punkrock-Gitarren, dorthin, wo Deine Karriere vor über 25 Jahren begonnen hat. Ich frage mich nur: Passt Du überhaupt noch in die derben Rocker-Boots von früher?

Gwen ist perfekt

Wow, was war ich damals fasziniert von Deiner Präsenz. Du sprangst wie ein Panther über die Bühne und warst dabei wild und frei. Völlig egal, ob das Outfit verrutschte oder das Make- up verschmierte. Du hattest Deine Haare – mal pink, mal schlumpfblau – zu kleinen Mini-Dutts hochgezwirbelt, zwischen den Augen ein Glitzer-Bindi. Plastikröcke, Plüsch-BHs, Plateau-Turnschuhe: Es gab keinen Mode-Gimmick, der Dir zu peinlich gewesen wäre. Ehrlich, ich hätte nie gedacht, dass aus Dir mal eine Stilikone wird. Aber dafür hat es immer riesig Spaß gemacht, Dich zu sehen. Irgendwann hast Du Dich entschieden, die Band zu verlassen, um Deine eigenen Ideen umzusetzen. Ich war entsetzt: Du, ohne Deine Jungs? Wie sollte das gehen? Na, großartig! Dein Debüt „Love. Angel. Music. Baby.“ verkaufte sich sogar noch besser als jedes No-Doubt-Album. Ka-Ching! Doch mit Deiner Solokarriere veränderte sich auch Dein Auftreten: Es wurde makellos – und „Perfekt“ Dein zweiter Vorname.

Nach einer Weile habe ich kapiert: Alles, was Du anfasst, wird zu Gold. Egal, ob Du Dich lässig durch alle Musikstile rockst oder so ganz nebenbei mit Deinem Label L.A.M.B. ein Mode-Imperium hochziehst. Und Dich dann auch noch als Schauspielerin versuchst (legendär: Deine Rolle der Jean Harlow in „Aviator“) – Dir gelingt alles. Dabei wirkst Du immer wie die moderne Version einer Marilyn Monroe, mit platinblonder Mähne (Warum sieht man da eigentlich nie einen Ansatz rauswachsen? Die Frage stellt sich Madonna sicher auch), den exakt gezogenen roten Lippen und den fein geschwungenen Augenbrauen. Und dann Deine Bauchmuskeln. Die sehen seit 1996 unverändert grandios aus. Verdammt, Gwen, wie machst Du das? Und vor allem – wann?

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Frauen | Lifestyle