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Designer Wer kommt nach Karl?

Über kaum ein Thema wird in der Fashion-Szene mehr spekuliert als über die Nachfolge von Lagerfeld. Kann überhaupt jemand seine übergroßen Fußstapfen ausfüllen? Wir haben uns die Kandidaten mal näher angeschaut
Karl Lagerfeld
   

Irgendwie gab es ihn schon immer. Den Mann mit dem weiß gepuderten Haar und der Sonnenbrille, der so schnell spricht wie ein Maschinengewehr und bei dem jedes Wort sitzt. Ein Exzentriker, ein Andy Warhol der Mode, ein Quell an Ideen und immer für eine Überraschung gut. Ein Mann, der von seinem Körperumfang einmal abgesehen – zwar seit Jahrzehnten gleich aussieht, aber alles verändert, weil er an nichts festhält.


Er richtet Häuser komplett ein,
 wirft einen Blick hinein – und geht wieder. Karl Lagerfeld ist eine eigene Marke, ein Popstar, der sich
 für nichts zu schade zu sein scheint. Colaflaschen designen, 
zum zehnten Mal in der Fernsehsendung „Wetten dass ..?“ sitzen
 oder für Volkswagen werben? Kein Problem für ihn. Kollektionen für Fendi entwerfen und noch das eigene Label „Karl“ auf den Markt bringen? Macht er auch. Zeichnen
 und fotografieren? Ebenso. Abgesehen von der Tatsache, dass er das Modehaus Chanel mit sicherer
 Hand durch die turbulenten 80er 
und 90er-Jahre führte. Dort hat er einen Vertrag auf Lebenszeit. Lebenszeit, über dieses endliche Thema mag man gar nicht nachdenken, aber natürlich stellt sich schon die Frage, wer ihn beerben
 wird. Immerhin geht der Mann
 auf die 80 zu.

Wer wird auf den Thron steigen und seine weiße Krone aufsetzen – wird es Raf Simons mit seiner schnörkellosen Mode? Der talentierte Haider Ackermann mit seinen multikulturellen Einflüssen oder der Revoluzzer Hedi Slimane? Eventuell auch Riccardo Tisci mit seinen Tabubrüchen oder Nicolas Ghesquière mit seinen außergewöhnlichen Stoffen? Oder gar eine Frau – Sarah Burton oder Phoebe Philo? Zweifelsohne bringt sich die nächste Generation der Modeschaffenden schon in Position.

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