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Porträt Winona Forever

Sie war in den Neunzigern unsere beste Freundin. Wir haben ihr sogar Johnny Depp gegönnt. Dann stürzte Winona Ryder ab. Gerade war sie in zwei neuen Kinofilmen zu sehen - bleibt Sie dieses Mal für immer?
Winona Ryder
   

Neulich auf der Premierenfeier zu „Black Swan“ in L. A.: Etwas verloren steht Winona Ryder auf dem roten Teppich und zupft sich nervös an den Haaren. Als eine Reporterin nach ihrer Filmrolle fragt, antwortet sie brav und ein bisschen aufgeregt. Plötzlich rauscht von links Starlet Mila Kunis an ihr vorbei. Winkt nach rechts und nach links wie eine Königin auf Rädern und lässt nervige Journalisten einfach abblitzen.

Momentmal, wer darf hier die Diva spielen? Winona Ryder drehte ihren ersten Film, da war die Kunis gerade drei Jahre alt. Ryder war das Gesicht der 90er, sie und Ex-Lover Johnny Depp galten als das coolste Glamourpaar ihrer Generation, quasi der Prototyp zu „Brangelina“. Hollywood (und, grob geschätzt, jeder zweite Mann zwischen acht und 80) lag der rehäugigen Schönheit zu Füßen. Auch Frauen mochten sie, weil sie so herrlich schrullige Rollen spielte. Wir wollten mit ihr alt werden – aber auf einmal war sie weg vom Fenster.

Und nun taucht die 39-Jährige wieder auf: bei der Premiere eines Films, der ihr Comeback bedeuten kann. Winona Ryder hätte dort mit funkensprühender Grandezza aufschlagen und „Was wollt ihr eigentlich?“ rufen müssen. Im Goldbrokatmantel. Mit fünf Bodyguards. Stattdessen benahm sie sich wie ein Partygast, der auf der falschen Feier gelandet ist. Ach Winona, was ist bloß schiefgelaufen?

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