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Star-Porträt Porträt: James Franco

Der kann irgendwie alles: James Franco ist zwar eigentlich Schauspieler, führt aber auch Regie, schreibt Bücher und macht nebenbei noch Kunst. Aber wer ist dieser Kerl eigentlich? Ein Traum von Mann, oder?
James Franco für "Spring Breakers"
  

Stellen wir uns vor, wir könnten uns den perfekten Mann basteln. Dieser Mann sieht zum Verrücktwerden gut aus, trägt einen leicht verknitterten Anzug von Gucci, das weiße Hemd darunter steht ein bisschen offen und lässt einen Alabasterkörper erahnen. Ach ja, und natürlich ist der Mann nicht nur attraktiv, sondern auch noch mit einer gehörigen Portion Intelligenz versehen. Zu schön, um wahr zu sein?

Die vielen Gesichter des James Franco

Nein, nicht ganz, denn diesen Mann gibt es, und er heißt James Franco. Dass der Kerl natürlich auch einen oder mehrere Haken hat, nun, das ahnt man. Aber beschäftigen wir uns doch zuerst mit seinen Schokoladenseiten. Wann ist uns James Franco eigentlich das erste Mal aufgefallen? Vielleicht, als wir „Spider Man“ sahen und uns nicht mehr richtig auf den Hauptdarsteller Tobey Maguire konzentrieren konnten, weil uns dieser andere gut aussehende Schauspieler namens Franco ablenkte. Und spätestens in der Rolle als Julia Roberts’ Liebhaber in „Eat, Pray, Love“ oder als Bergsteiger in „127 Hours“ brannte er sich dann ins Gedächtnis ein. Nicht mehr nur als Schönling, sondern als jemand, der mit Leichtigkeit in die unterschiedlichsten Charaktere schlüpfte. Auch die beiden Figuren, die er in den nächsten Filmen verkörpert, könnten unterschiedlicher nicht sein: In „Die fantastische Welt von Oz“ spielt er eine eher klassische Rolle in einer großen Disney-Produktion, in „Spring Breakers“ sehen wir ihn als fiesen Drogen- und Waffenhändler mit geflochtenen Rastazöpfchen und goldenen Zähnen. Aber nur ein guter Schauspieler zu sein – für „127 Hours“ bekam er auch eine Oscar-Nominierung – reichte James Franco offenbar noch nie: Der 34-Jährige spielt nämlich nicht nur in Filmen mit, er schreibt auch Drehbücher, führt Regie, veröffentlichte eine Sammlung von Kurzgeschichten, zeichnet, kuratiert Ausstellungen und promovierte über englische Literatur in Yale. Angst bekommen? Ja, zu Recht, besonders, wenn man weiß, dass James Franco auch noch Gedichte schreibt.

James Franco war schüchtern

Vielleicht stimmt das Gerücht, dass er Tag und Nacht arbeitet, um seinem Image als Sexsymbol zu entkommen. Aber je mehr er sich zum verkopften Künstler stilisiert, desto mehr schwärmen die Menschen für ihn. Und ganz ehrlich, wie soll man sich diesem Lächeln auch entziehen, für das er schon auf der Highschool zum „student with the best smile“ gewählt wurde? Wer hätte nicht für ihn gestimmt? Dazu kommt, dass Franco zwar mit vielen Talenten gesegnet ist, aber nicht mit einem dicken Ego auf die Welt kam – was ja sehr sympathisch ist: „Als Jugendlicher war ich krankhaft schüchtern“, gesteht Franco, „aber die Schauspielerei hat mir darüber hinweggeholfen.“ Das unschüchterne Resultat kann man inzwischen auch im Internet bewundern: Auf seinem YouTube-Channel räkelt er sich im Bett und interpretiert den Gotye-Sommer-Hit „Somebody That I Used to Know“ oder schmettert grell geschminkt am Steuer seines Wagens Justin Biebers „Baby“. Wenn Franco eins nicht kennt, dann sind es Berührungsängste: Kunst und Kommerz passen nicht zusammen? Blödsinn. So drehte Franco für seine „Rebel“-Ausstellung im letzten Jahr einen Kurzfilm, den er „The Death of Natalie Wood“ nannte. Zu sehen sind junge und schöne Menschen bei einer Beachparty – und finanziert wurde das Projekt von der Jeansmarke 7 For All Mankind, die im Gegenzug Teile des Films für ihre Werbung nutzen durfte.

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