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Star aus "Fast and Furious" bei Autounfall verunglückt Paul Walker ist tot

Paul Walker
Der Vergleich mit James Dean liegt auf der Hand. Aber dafür war Paul Walker vielleicht zu normal. Als ich ihn vor zwei Jahren in einem Münchner Hotel traf, ist er gerade das neue Werbe-Gesicht von „Davidoff Cool Water“. Fotografen schwirrten umher und Marketingfrauen, der Kosmetikkonzern hatte eine Handvoll Journalisten eingeflogen – alles Frauen natürlich – ,  die heute mit ihm sprechen würden. Über den Duft, über Hollywood und über das Leben.
Ein bisschen verloren sah Paul Walker aus auf dem riesigen Sofa in der modernen Suite mit der mindestens sechs Meter hohen Decke. Alles hier wirkte ein bisschen zu riesig, weil dieser Mann kein Goliat war. Vielmehr ein unkomplizierter, netter Typ, der heute mal ausnahmsweise einen Anzug trug und die Werbeikone gab. Über seinen besten Charakterzug sagte Paul Walker an diesem Nachmittag: „Ich komme mit jedem klar. Ob du mich in einer Shopping-Mall aussetzt oder auf einer Oscar Party – ich werde eine guten Abend haben.“ Ich würde sagen, das war keine leere Floskel.
 
Paul Walker Interview

Stefanie Lindenberger traf Paul Walker 2011 in München. 

Diese fast zu nette Ausstrahlung hat ihn wohl ausgezeichnet. So blieb er in den "Fast and Furious"-Filmen immer der zweite, der entspanntere. Der Mann, den wir Frauen mochten. Die Filmreihe macht ihn weltberühmt, zum gut bezahlten Superstar – ohne dass er sich gleich wie einer benehmen musste. Mit seinem Geld wollte er Dinge bewegen. So ist es auch geradezu grotesk, dass er sterben musste, als er von einer Benefiz-Veranstaltung kam. Er erzählte an diesem Nachmittag in München von seiner Tochter. Von ersten Dates mit so guten Gedanken wie: „Wenn man die richtige Frau trifft, dann braucht es gar keine Inszenierung. In der Begegnung allein liegt dann soviel Magie, dass man sich am Ende eh nicht mehr an die Umstände erinnert“. Ich mochte Paul Walker.
 
Paul Walker fuhr selbst Autorennen und liebte Motoren, die mehr konnten. Das war das eine. Er liebte aber auch die Weite, den Strand, das Meer. Er war ein leidenschaftlicher Surfer und Taucher, seine eisblauen Augen glänzten noch mehr, wenn er von Momenten am Strand erzählte. Paul Walker wurde nur 40 Jahre alt. Als wir uns trafen, sagte er auf die Frage, was sein coolster Plan für die Zukunft ist: „Ich will auf jeden Fall meinen Master in Meeresbiologie noch machen.“ Leider kann ich heute nirgendwo googlen, ob er ihn geschafft hat. Aber ich hoffe es sehr.    
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Schlagworte
Lifestyle | Stars
Autor
Stefanie Lindenberger