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Star-Styling Der Look von Jennifer Aniston

Jennifer Aniston

Neuer Film, neues Glück: Jennifer Aniston, 43, ist wieder da, und sie sieht fröhlicher und glücklicher aus denn je. Hat sie durch „Wanderlust“ einen neuen Lebensstil für sich entdeckt? Oder liegt es daran, dass sie seit den Dreharbeiten mit Filmpartner Justin Theroux liiert ist? Wir vermuten natürlich Letzteres – leider möchte Jen (noch) nicht über den neuen Mann in ihrem Leben reden. Dann forschen wir eben nach ihrem Hippie-Gen …

PETRA: Jennifer, in der Komödie „Wanderlust“ geraten Sie in eine Hippie- Kommune. Haben Sie zur Vorbereitung selbst mal eine besucht?
Jennifer Aniston: Nein (lacht). Da die Charaktere noch nie zuvor eine gesehen haben, hielten wir alle es für das Beste, uns ins kalte Wasser stoßen zu lassen.

Dabei stammen Sie aus Kalifornien, dem Geburtsland von „Love, Peace & Understanding“. Kam dieser Lebensstil für Sie denn nie infrage?
Ehrlich gesagt kann ich mir nicht wirklich vorstellen, so zu leben. Nur wenn ich mir alte Filmaufnahmen aus den Sixties ansehe, denke ich manchmal, dass es eine tolle Zeit gewesen sein muss …

… an der Sie, Jahrgang 1969, gerade so eben vorbeigeschrammt sind.
Aber ich erinnere mich noch sehr lebhaft an das Filmmusical „Hair“, obwohl ich noch viel zu jung war, als ich es mir ansah. Ich war besessen von dem Film und fand ihn und die ganze Idee, die dahintersteckte, himmlisch romantisch.

Also beschleicht Sie doch das Gefühl, etwas verpasst zu haben.
Nicht wirklich. Irgendwie hatte ich dann doch nie das Bedürfnis danach, sonst würde ich mich ja heutzutage an Orten wie dem „Burning Man“-Festival herumtreiben, so oft, wie mir Menschen davon schon vorgeschwärmt haben.

Haben Sie sich das Riesen-Happening mal angesehen?
Um Gottes willen! Große Menschenmengen haben mir schon immer Angst gemacht. Deshalb bin ich als Jugendliche auch nie gern auf Konzerte gegangen. Ich habe wohl Angst, niedergetrampelt zu werden – oder dass man mir heimlich irgendwelche Drogen untermixt …

… und Sie plötzlich nackt herumhüpfen? Im Film lüften Sie dann aber auch das T-Shirt – natürlich ohne Drogen … Waren Ihnen die Nacktszenen unangenehm?
Ein bisschen nervös war ich schon. Aber dann setzt das Adrenalin ein und bringt einen da durch. Außerdem kommen ja unmittelbar danach die Mädels angerannt, die einem etwas überwerfen.

In „Wanderlust“ gibt’s ziemlich viele Nackte …
Ja, und die meisten fühlten sich pudelwohl vor der Kamera, weil sie aus einer Nudisten- Kolonie in der Nähe des Drehorts stammten. Dann gab es noch welche, die sich nur für unseren Film ausgezogen haben, aber die konnte man ganz leicht von den wahren Nudisten unterscheiden.

Können Sie uns das bitte mal näher erklären?
Weil sie diesem natürlichen Lebensstil privat nicht anhingen, waren sie etwas gepflegter …

Und war das seltsam, ständig von Nackten umgeben zu sein?
Sie glauben nicht, wie schnell man sich dran gewöhnen kann – bizarrerweise. Und es gibt ja Sonnenbrillen.

Wie halten Sie es mit dem Konzept der freien Liebe, das im Film ja auch eine Rolle spielt?
Jedem das Seine, kann ich nur sagen. Es mag ja Leute geben, bei denen es funktioniert. Aber ich glaube, irgendwann beginnt es sich schlecht anzufühlen.

Ein Hippie-Gen scheinen Sie also tatsächlich nicht zu besitzen. Sind Sie denn dafür naturverbunden?
Nein, ehrlich gesagt so gar nicht … Ich bin in der Stadt aufgewachsen. Außer zu gelegentlichen Bergwandertouren bin ich zu nichts zu gebrauchen. Beim Campen hört’s schon auf.

Dabei haben Sie in Kalifornien die atemberaubendsten Landschaften vor der Haustür.
Und ich habe es wirklich versucht, als ich damals dort hin gezogen bin! Alle sagten: Komm mit, wir gehen klettern, oder wir fahren in den Joshua-Tree-Park. Ich dachte, das klingt großartig! War es aber leider nicht, es war schrecklich.

Was kann denn daran so schlimm sein?
Überall Tiere. Haben Sie schon mal versucht, in freier Wildbahn Ihr Geschäft zu verrichten? Das war mir alles zu umständlich und überhaupt nicht lustig.

Dann war Ihnen der ländliche Drehort wohl auch nicht Zivilisation genug?
Im Gegenteil. In Clarkesville, Georgia, habe ich mich total entspannt.Es klingt seltsam, aber wir fühlten uns dort so normal. Niemand scherte sich um uns. Wir hatten fast unsere alte Anonymität zurück.

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