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Nora Tschirner, Interview Nora Tschirner im Interview

Sie wirkt süß und ein bisschen tollpatschig – bis sie den Mund aufmacht. Im PETRA-Interview beweist Nora Tschirner (jetzt in „Zweiohrküken“): Sie ist unser smartester Kinostar!
Nora Tschirner im Interview
   

Witz und Schlagfertigkeit liegen ihr wohl im Blut. Jedenfalls ist Nora Tschirner, 28, im Interview mindestens ebenso lustig wie vor einer Kamera. Ihr Talent als Komikerin beweist sie in „Zweiohrküken“ (Kinostart: 3.12.), der Fortsetzung von Til Schweigers Kassenschlager „Keinohrhasen“. Darin müssen sich Anna (Nora Tschirner) und Ludo (Til Schweiger) mit ihrer ersten großen Beziehungskrise herumschlagen – inklusive Ex-Lovern und einem Haufen Pfandflaschen. Guter Auftakt für ein Gespräch über kleineund große Fallen in einer Beziehung und Geschlechterklischees. Inklusive humoristischer Tipps – von Nora Tschirner selbst getestet und für gut befunden.  

PETRA: Frau Tschirner, in „Zweiohrküken“ geht es um eine Beziehungskrise, die durch Alltagsroutine ausgelöst wird. Ist Routine prinzipiell schlecht?
Ach, dieses Alltagsding wird immer so verteufelt. Ich bitte darum, dass ich in einer Beziehung mit jemandem einen Alltag habe. Man muss nur sehen, wie man damit umgeht. Genauso, wie man in der Verliebtheitsphase mit der Aufregungumgehenmuss. Das fühlt sich ja auch nicht immer nur super an.

Im Film gibt es Streit, weil Ludo die Pfandflaschen nicht zurückbringt. Können Alltagsprobleme eine solch tiefe Krise auslösen oder stecken andere Gründe dahinter?
Alltagsprobleme haben meiner Ansicht nach immer eine tiefere Basis. Das zeigt sich ja auch in dem Film: Geht es zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus, wenn der Partner etwas sagt? Oder stellt sich sogar ein Gefühl ein, bei dem mandenanderenundseine Sorgen nicht mehr ernst nimmt? Ignoranz ist oft das größte Problem in einer Beziehung. Die Pfandflaschen sind in unserem Beispiel doch nur der Mikrokosmos für den Makrokosmos!  

Bei Kleinigkeiten nicht in die Gänge kommen – ist das ein typisch männliches Phänomen?
Ich habe noch keine statistischen Erhebungen gemacht. Aber ich kenne das sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Von mir und von anderen Leuten. Zugegeben: Vielleicht kommt in einer Frau schnellereinNest-Verhaltendurch.Aber ich glaube überhaupt nicht, dass das ein geschlechterspezifisches Problem ist. Nennen wir es doch „zwischenmenschliches Gefügeproblem“.  

Im Film bekommen Männer beim Spiel mit den Klischees genauso eingeschenkt wie die Frauen. Richtig so?
Absolut. Ich finde es toll, dass im Film alles gespiegelt wird. Am Ende sitzen Ludo und Anna da und haben beide den gleichenMistverzapft. Undsomussman das auch betrachten: Es ist im Leben nicht so, dass Frauen diese Charaktereigenschaften haben und Männer jene. Klischees? Ja gern, aber sie sollen bitte auch aufgeschlüsselt, gespiegelt und widerlegt werden. Erst dann beginnt’s doch, spannend zu werden. 

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