Charity-Held

Weltfrieden Charity-Held September 2012: George Clooney

George Clooney

In Deutschland feiern wir im September sogar gleich zwei Mal den Frieden: Am ersten Tag des Monats ist der "Tag des Friedens", der in Gedenken an den zweiten Weltkrieg stattfindet und währenddessen auf diversen Kundgebungen für den Frieden demonstriert wird. Am 21. September folgt dann der internationale "Weltfriedenstag". Dieser wurde bereits 1981 bei der damaligen UN-Generalversammlung ausgerufen und 2001 sogar mit einer UN-Resolution beschlossen. Dieser Tag soll durch Waffenstillstand und Friedensbemühungen auf der ganzen Welt begangen werden. Ein Promi, der sich seit Jahren für den Weltfrieden einsetzt und seit 2008 sogar UN-Friedensbotschafter ist, ist Frauenschwarm George Clooney. Für sein Engagement gegen die Gewalt auf der ganzen Welt ist er unser Charity-Held des Monats.

Persönliche Motivation

George Clooney & Don Cheadle

Clooney und Schauspieler Don Cheadle bekommen den Peace Summit Award 2007 verliehen.

Das politische Engagement liegt bei den Clooneys in der Familie. Vater Nick Clooney, ein bekannter Journalist, bewarb sich 2004 um einen Platz im US-Amerikanischen Repräsentantenhaus. 2006 reisten Vater und Sohn gemeinsam nach Darfur, um dort eine Dokumentation zu drehen und auf die Situation aufmerksam zu machen. Noch heute treten sie häufig gemeinsam auf, um für Frieden und gegen die Verletzung von Menschenrechten zu demonstrieren. Wie sehr George Clooney sein Engagement am Herzen liegt, sieht man an seiner Reaktion auf die Verleihung des Peace Summit Awards 2007. Dieser Preis wird jährlich auf dem Gipfeltreffen der Nobelpreisträger verliehen und ehrt berühmte Persönlichkeiten, die sich mit ihrem Engagement besonders um den Frieden auf der Welt verdient gemacht haben. Gemeinsam mit Don Cheadle wurde ihm diese Ehre zu Teil, als Anerkennung seines Kampfes für Frieden in Darfur. Während seiner Dankesrede sagte er: "Don und ich stehen heute als Versager vor Ihnen. Die Wahrheit ist: Wenn wir von den Gräueltaten in Darfur sprechen, geht es den Menschen heute noch kein bisschen besser." Doch Clooney gibt nicht auf und kämpf bis heute weiter für die Menschen im Sudan aber auch in anderen gefährdeten Regionen der Welt.

Die Projekte

George Clooney mit John Prendergast und Barack obama

Clooney spricht mit Aktivist John Prendergast (oben) und US-Präsident Barack Obama (unten)

Clooney hat gleich mehrere Eisen im Feuer. Seit Januar 2008 ist er UN-Friedensbotschafter. Als solcher ist es seine Aufgabe, durch eigenes humanitäres Engagement, öffentliche Auftritte und besonders auch Präsenz in den Medien die Weltbevölkerung zu informieren und für die problematischen Regionen zu interessieren. Doch dabei belässt er es nicht. Noch im selben Jahr gründete er, gemeinsam mit Hollywood-Größen Brad Pitt, Matt Damon, Don Cheadle, Jerry Weintraub, und David Pressman die Organisation "Not On Our Watch", die sich dem Ziel verschrieben hat, Verbrechen gegen die Menschheit auf der ganzen Welt bekannt zu machen und zu bekämpfen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Regionen Darfur, Myanmar und Simbabwe. Damit nicht genug. Nach einem erneuten Aufenthalt im Sudan gründete Clooney 2010 gemeinsam mit Aktivist John Prendergast das Satellite Sentinel Project. Dieses Projekt finanziert die Aussendung von Satelliten zur Beobachtung gefährdeter Gebiete, um schnellstmöglich Verbrechen zu entdecken und bekannt zu machen. So konnten zum Beispiel bereits Massengräber entdeckt werden.

George Clooney

George Clooney wird verhaftet

Clooney wird vor der Sudanesischen Botschaft verhaftet

Clooney schwingt nicht nur große Worte, er wird auch tatsächlich aktiv. Bereits 2006 reiste er nach Tschad und Sudan, um die Dokumentation "A Journey to Darfur" zu drehen. Für die UN reiste er außerdem nach China und Ägypten. 2010 kehrte er nach Südsudan zurück, um sich erneut ein Bild der schwierigen Lage vor Ort zu machen. Am 16. März 2012 demonstrierte Clooney mit anderen Prominenten (u.a. seinem Vater und Martin Luther King Jr. III) vor der sudanesischen Botschaft, um gegen die Menschenrechtsverletzungen in dem Land zu protestieren. Während dieses Protests wurde Clooney verhaftet. Auch in seinem Hauptberuf als Schauspieler hat er sich schon lange vom sexy Arzt zum ernstzunehmenden Charakterdarsteller mit Message gemausert. Immer wieder wählt Clooney Projekte, die die politischen Missstände im Ausland aber auch in den USA selbst aufzeigen, wie "Syriana" (2005), "The American" (2010) oder zuletzt "The Ides of March - Tage des Verrats" (2011).

So können Sie helfen

George Clooney macht immer wieder deutlich, dass der notwendige Wandel ausschließlich durch politischen Druck erzwungen werden kann. Er selbst plädiert daher dafür, dass man seine lokalen Politiker direkt kontaktiert und zum Handeln aufruft. Clooney selbst geht mit gutem Beispiel voran und bat Angela Merkel 2007 in einem Brief anlässlich des EU-Gipfels in Berlin, sie möge ihre führende Rolle in Europa dafür nutzen, Druck auf die Sudanesische Regierung auszuüben, um das Leid der Menschen in Darfur zu beenden. Des Weiteren ist vor allem die Bildung und Informationsweitergabe wichtig. Sprechen Sie mit Ihren Freunden und Bekannten über die Situation in Darfur und andere Regionen, die von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen betroffen sind. Informieren Sie sich! Sollten Sie dennoch Geld spenden wollen, können Sie dies online an das Not On Our Watch Projekt tun, oder per Scheck auch direkt an die Vereinten Nationen.

George Clooney: "Frieden ist mehr als ein Armband, oder ein T-Shirt. Es ist mehr als eine Geldspende. Frieden wird auch nicht durch die Befürwortung von Prominenten erreicht. Frieden muss erkämpft werden."


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Schlagworte
Charity | Lifestyle | Stars
Autor
Judith Schröder