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Shades of Grey Vom Buch zum Film: Fifty Shades of Grey

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Durch Mundpropaganda erfolgreich: Von der Fanfiction zum Bestseller

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Als sie die ersten Worte zu Papier brachte, dachte Erika Leonard sicher nicht im Traum daran, mit der niedergeschriebenen Geschichte ihr Konto zu füllen und weltberühmt zu werden. Die Mutter zweier Kinder und Produktionsleiterin eines britischen Fernsehsenders begann die Geschichte während einer Midlifecrisis, um ihren zugunsten der Familie auf Eis gelegten Traum vom Schreiben nun doch noch zu erfüllen. Ein „Aha“-Effekt in der U-Bahn soll sie auf die Idee gebracht haben. Und so erschien die allererste Version unter dem Pseudonym „Snowqueens Icedragon“ als „The Master of the Universe“ im Jahre 2009 in einem Internetforum für Fanfiction. Tatsächlich basierte die Ursprungsgeschichte auf der „Twilight Saga“ und deren Hauptprotagonisten Vampir Edward Cullen und Bella Swan. Doch die Elemente des Sado-Masochismus, spielerischen Bestrafungen, Schmerzen und Schläge verschreckte die Fans der Saga: Es hagelte Kritik. Die Autorin nahm die Geschichte aus dem Forum und veröffentlichte sie auf ihrer eigenen Seite FiftyShades.com. Im Jahr 2011 erschien die Story überarbeitet als E-Book, aus Erika Leonard wurde „E. L. James“, die Hauptprotagonisten entwickelten sich zu Christian Grey und Anastasia Steele. Spätestens jetzt wurde die Literaturwelt aufmerksam. Zunächst brachte ein kleiner australischer Independent-Verlag die Geschichte als Taschenbuch heraus. Ohne großes Marketingbudget kam der Erfolg – durch Mundpropaganda begeisterter Leser in Foren und Besprechungen. Der „Knopf Verlag“ brachte die Bücher schließlich im Frühjahr 2012 auf den amerikanischen Markt und innerhalb von zwei Monaten verkauften sich über 20 Millionen Exemplare. Im Juni des gleichen Jahres kamen endlich auch die Deutschen in den Lesegenuss. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich bereits „Universal Pictures“ und „Focus Features“ die Filmrechte gesichert. Spätestens jetzt waren die Fesselspiele und Lustschmerzneigungen von Christian Grey in aller Munde.

Vom Buch zum Film: Besetzungskarussell warf den Zeitplan durcheinander

Mit der Ankündigung, dass Christian seine Anastasia bald auch auf der Leinwand bestrafen würde, kochten die Gerüchte und Spekulationen endgültig hoch. Wer sollte die beiden Hauptfiguren verkörpern? Jeder Leser hat schließlich eine andere Vorstellung. Im September 2013 setzte die Autorin den Spekulationen ein Ende und verkündete, dass Dakota Johnson und Charlie Hunnam die Hauptfiguren darstellen würden. Doch der „Sons of Anarchy“-Star zog sich nur einem Monat später von der Rolle wieder zurück. Erst im Herbst 2014 äußerte er sich ausführlich über seine Gründe. Der Frauenschwarm habe nach eigenen Angaben zu diesem Zeitpunkt einen Nervenzusammenbruch erlitten – die Arbeit sei zu viel, die Zeitpläne zu eng gewesen. Innerhalb von nur wenigen Stunden hätte er von einer Rolle in die andere schlüpfen müssen.

Der Rückzieher warf auch den Zeitplan der Produzenten durcheinander. Als neuen Christian Grey konnte der Brite Jamie Dornam verpflichtet werden, doch der ursprüngliche Premierentermin am 1. August 2014 war unmöglich zu halten. Auch soll das Besetzungskarussell am Drehbuch Mitschuld gehabt haben:  Als Drehbuchautorin war Kelly Marcel verpflichtet worden, ihr wurden jedoch die prominenten Aufpolierer Patrick Marber und Mark Bomback zur Seite gestellt. Offiziell gaben „Universal Picture“ und „Focus Feature“ strategische Gründe für die Zeitverzögerung an.

Ein halbes Jahr später: Fans erwarten Kinofilm ungeduldig und heiß diskutiert

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Passen Sie und Christian Grey zusammen?

Schließlich wurde das Erscheinungsdatum auf den 12. Februar 2015 festgelegt und alle weiteren Rollen waren besetzt: Regie führt Sam Taylor-Johnson, als Produzenten sind Dana Brunetti und Michael De Luca tätig. Luke Grimes spielt den Bruder Elliot Grey, Eloise Mumford verkörpert die beste Freundin Kate Kavanagh, Marcia Gay Harden spielt Christians Mutter Dr. Grace Trevelyan Grey, Rita Ora seine Schwester Mia Grey und schließlich schlüpft Victor Rasuk in die Rolle des besten Freundes und Grey-Konkurrent José Rodriguez. Im Dezember 2013 begannen mit ihnen die Dreharbeiten für den ersten Teil im kanadischen Vancouver. Welchen Erfolg der Film haben könnte, prophezeite ein erster Trailer im Juli des Jahres, der im Internet alle bisherigen Aufrufrekorde brach. Auch verdichteten sich die Anzeichen für eine filmische Fortsetzung. Im selben Monat suchte das Filmstudio mit einer offenen Ausschreibung nach einen Drehbuchautor. Doch mit der Trailer-Veröffentlichung entbrannte auch erneut die heiße Diskussion, die schon vor Drehbeginn hochkochte. Nicht jeder Fan war mit der Schauspielerwahl einverstanden. Gerade der Brite Jamie Dornan steht bei vielen in der Kritik. Der Seriendarsteller selbst scheint es leid zu sein, auf diese Rolle reduziert zu werden. Daher ist es fraglich, ob er bei einer Fortsetzung weiter die Hauptfigur spielen wird. Auch ist schon jetzt bekannt: ganz nackt wird der 31-Jährige nicht zu sehen sein. Er habe sich vertraglich zusichern lassen, dass sein bestes Stück nur seine Frau zu Gesicht bekommt.

Von Parodien und aktuellen Entwicklungen

Inzwischen ist der zweite Trailer zum Film erschienen, diverse Filmplakate machen auf den Kinostart aufmerksam, Bilder der anderen Schauspieler wurden veröffentlicht. Der Hype um „50 Shades of Grey“ scheint kaum größer möglich zu sein. Von diesem lukrativen Kuchen wollen auch andere ihr Stück abschneiden und Geld verdienen. So hatte ein Produktionsstudio bereits versucht, eine Porno-Adaption zu veröffentlichen. Doch die Parodie wurde über den Gerichtsweg gestoppt. Die Musical-Parodie „49 ½ Shades of Grey“ läuft jedoch seit Anfang des Jahres erfolgreich in Hamburg. Offizielle Fan-Artikel bedürfen jedoch der Erlaubnis von der Autorin selbst. So hat E. L. James unter anderem eine „50 Shades of Grey“- Sex Toy Kollektion abgesegnet und der offizielle Soundtrack ist seit September 2012 erhältlich. Auch eine Dessous-Kollektion ist längst erschienen. Passend zum Fest der Liebe sollen für Weihnachten 2014 neue heiße Wäschestücke für sie und ihn auf den Markt kommen. Damit lassen sich sicherlich auch die letzten zwei Monate bis zur ersehnten Filmpremiere kurzweilig überbrücken.

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