Shades of Grey -Special

Shades of Grey Gibt es ihn wirklich? Die echten Christian Greys dieser Welt.

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Die Romanvorlage: Ein italienischer Geschäftsmann als wahrer Mister Grey?

„Mister Grey wird sie jetzt empfangen“ – das könnte aus Versehen auch der Sekretärin eines italienischen Geschäftsmanns aus dem Mund rutschen. Denn Medienberichten zufolge sieht sich Alessandro Proto als der wahre Christian Grey. Warum er das glaubt? Weil er die Autorin E.L. James einst getroffen haben will. Er ist ebenfalls Besitzer einer großen Firma mit dem Namen „Proto Organization Holding“ (zum Vergleich: „Grey Enterprise Holding“), fuhr einst einen Audi R 8 wie auch der Held im Buch und besitzt ebenfalls ein Büro im höchsten Stock seines Firmengebäudes. Nur mit der SM-Neigung kann der Italiener nicht wirklich dienen. Diese Parallelität weist er von sich. Bedenkt man die Entstehungsgeschichte von „Shades of Grey“, so könnte das der letzte Beweis sein, dass er wirklich als Romanvorlage gedient haben soll. Denn die Lust auf Schmerz hatte die Hauptfigur bereits, als sie noch Mittelpunkt einer Fanfiction-Geschichte zu „Twilight“ und damit ein Vampir war. Zu Christian Grey, dem erfolgreichen Geschäftsmann, wurde der Protagonist des Buches erst in der Überarbeitung.

Zu viele Zufälle, um wirklich ein Zufall zu sein? Die Autorin hat sich nie eindeutig dazu geäußert. Somit bleibt diese Ansicht wohl eine rein subjektive und die Damen der Welt können selbst entscheiden, ob sie dem folgen. Manche sagen klar „ja“, denn sogar ein Fanclub rund um Alessandro Proto hat sich bereits in der Schweiz gegründet.

Herzlich Willkommen: Die Suite gibt es wirklich

Man und Frau mit Fragezeichen
Verlieb' Dich doch in wen Du willst!

Sex auf dem Klavier, Schläge auf den Allerwertesten vor dem Bücherregal und im Aufzug heiße Küsse – so mancher Leser hat da eine bestimmte Szenerie vor dem inneren Auge. Einige nicht? Dann kann man hier visuelle Hilfe bekommen. Denn die luxuriöse Penthouse-Wohnung von Christian Grey gibt es wirklich. Hoch über den Dächern von Seattle im wirklichen „Escala“ thront ein Luxusapartment, dessen Verkaufsfotos dem Roman entsprungen zu sein scheinen. Doch in Wahrheit wird es wohl anders herum gewesen sein und die Autorin E.L. James hat sicher eher von den Bildern inspirieren lassen. So ist das Wohnzimmer von Mister Grey rundum verglast, er schläft in einem Designerbett und der berühmte Konzertflügel darf natürlich auch nicht fehlen. Für den Roman kam noch ein Hubschrauberlandeplatz hinzu. Und natürlich musste das Spielzimmer erfunden werden, das im echten Appartement jedoch nicht zu finden ist.

Der deutsche Christian Grey?

Viele sehen ihn ihm den echten deutschen Christian Grey. Er ist Mitte dreißig, von Beruf Jurist und wird von zahlreichen Autoren als der „wahre Mister Grey“ bezeichnet. Doch das ist das Einzige, was den real existierenden Dom an seiner neuen Berühmtheit angesichts des Erfolgs von „50 Shades of Grey“ stört. Denn im Grunde genommen findet er die neue Offenheit für seine Lebensart gut. Unter dem Pseudonym „Gentledom“ ist er im Internet unterwegs. Er besitzt ein Spielzimmer und lebt mit Spielgefährtinnen seine dominante sexuelle Seite aus. Nicht immer ist er dadurch automatisch in einer Beziehung, nicht immer hat es mit Schmerz und Demütigung zu tun. Aber oft. Ein Dom sei kein Egoist, vielmehr habe BDSM etwas von einem gemeinsamen Tanz. Doch als dominanter Mann zu leben, ist seiner Ansicht nach nur eine Facette seines Charakters - eben nur diese habe er auch mit Christian Grey gemeinsam. Zwar habe es in seiner Kindheit auch traumatische Erlebnisse gegeben, aber diese seien längst verarbeitet und hätten nichts mit seiner sexuellen Neigung zu tun. Abseits davon lebt Gentledom weder in einer Luxuswohnung, noch fährt er teure Autos oder schenkt seinen Gespielinnen die Selbigen. Vielmehr ist Gentledom ein Genussmensch, mag gutes Essen und liebt auch gute Konversation. Er versucht, nicht mehr als sieben Stunden zu arbeiten, denn eine gute Work-Life-Balance ist Gentledom sehr wichtig. Sport, Brettspiele und Kochen sind weitere Hobbys des realen Manns. Ob man ihn dann wirklich als „wahren Christian Grey“ bezeichnen kann? Gentledom selbst wagt den Vergleich nicht, denn er kenne die Romanfigur zu wenig. Das Buch hat er nie gelesen. Zu Gentledoms Lieblingsliteratur zählen Historienromane und Artikel über Politik, Psychologie und Zeitgeschehen. Ein ausführliches Interview mit ihm ist auf http://www.shades-film.de/interview-mit-einem-dom/ zu lesen.

Sinnliche Bett-Lektüre

Fiktion ist nicht Realität: Christian Grey ist und bleibt einzigartig

Offenbar ist der Autorin E.L. James ein Kunststück mit der Erschaffung von Christian Grey gelungen: Ein einzigartiger Charakter, der in der Realität scheinbar nicht zu finden ist. Und dennoch ist er der Traum so mancher Frau: charmant, reich, gut aussehend, fürsorglich, aber auch fordernd, reizvoll, tiefgründig, gebildet und eben dominant. Zwar finden sich hier und da Männer im wahren Leben, die auf der einen oder anderen Seite einige Ähnlichkeiten mit ihm aufweisen. Die einen sind so erfolgreich wie er, anerkannt wie Christian - ein Unternehmer eben. Andere teilen seine sexuelle Leidenschaft. Sicher gibt es auch zahlreiche fürsorgliche, gebildete und charmante Exemplare. Die einen machen Sport und haben ebenfalls einen Waschbrettbauch, die anderen besitzen ebenfalls eine Luxuswohnung und Millionen auf dem Konto. Aber einen „echten Christian Grey“, der all diese wunderbaren Charaktereigenschaften und Facetten in sich vereinen kann, scheint es nicht wirklich zu geben. Diese Art der Perfektion gibt es offenbar nur in der Fantasie: Oder hat sich das wahre Pendant einfach nur noch nicht zu erkennen gegeben und genießt in aller Heimlichkeit? Gerade die Männer in der dominanten Spielwelt sind sehr vorsichtig und öffentlichkeitsscheu. Liebe Damen: die Chancen, dass da draußen ein Mister Grey uns erwartet, sind nicht völlig vernichtet. Und bis dahin haben wir immerhin noch drei Bücher und bald einen Kinofilm, die unsere Fantasie weiter beflügeln.

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BDSM | Liebe | Männer | Psychologie | Sex