Reisetipps

Reisen Kreuzfahrt auf dem Mittelmeer

Eine Seefahrt, die ist lustig, oder? PETRA-Redakteurin Wiebke Borcholte ging zum ersten Mal an Bord eines Kreuzfahrtschiffs – und geriet dort schwer ins Wanken
Kreuzfahrt
    

Es wiegt sich. Von einer Seite zur anderen rollt das Schiff im Wellengang, sanft und einschläfernd. Hatte ich nicht vor einer Woche noch behauptet, ich würde seekrank? Ich war mir sicher, dass ich zur Reling schlingere, mich darüber hänge und sterben will. Stattdessen probiere ich seit gestern alle möglichen Schunkelvarianten aus: In der Hängematte, während mir die Sonne auf den Bauch scheint. Im Liegestuhl an Deck, mit Blick auf seichte Wellenkämme. Im zart wogenden Bett zum Einschlafen. Vielleicht ist Schunkeln meine wahre Lebensaufgabe.

Schon vor der Reise schwankte ich, allerdings zwischen Vorfreude und Vorurteil. In die Wärme wollte ich gern – aber nicht mit animierten Rentnern auf einem engen Pott eingepfercht werden. Und als ich meinen Freunden erzählte, ich würde mit einem Kreuzfahrtschiff ins Mittelmeer stechen, kamen zwei gegensätzliche Reaktionen – die einen murmelten betroffen: „Das tut mir total leid für dich.“ Und die anderen freuten sich: „Echt, das ist ja richtig cool. Das wollte ich schon immer mal machen.“

Gestern bin ich in Palma de Mallorca an Bord der „Mein Schiff“ gegangen, heute liegen wir vor Palamós in der Nähe von Barcelona, die frisch geputzte Sonne steht am Morgenhimmel. Weiter geht es nach Marseille, von dort aus schippern wir nach Villefranche und machen einen Ausflug zur berühmten südfranzösischen Parfum-Stadt: Grasse. Und bevor ich in Italien von Bord gehe, läuft die „Mein Schiff“ noch Korsika an.

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Schlagworte
Reise | Lifestyle
Autor
Wiebke Borcholte