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Sansibar Ocean Paradise-Resort

Die Strandschönheit vor Tansania ist vor allem eins: „hakuna matata“ – sorgenfrei und relaxt

Direkt neben unserer Rundhütte steht eine. Da vorne am Strand sind noch welche. Und am Pool auch. Ich sehe nicht zwei oder drei, wenn ich den Kopf aus der Hängematte hebe, sondern Dutzende. Hätte Fernweh ein Logo, so sähe es aus. Hohe, majestätische Kokospalmen. Nicht ihre gezüchteten Geschwister vom Festland. Die sind niedriger, damit man die Kokosnüsse leichter ernten kann. Auf Sansibar steht das Original.

In Alleen, als Wald, als Dschungel. Und die schwierigste Entscheidung, die mein Mann und ich in der kommenden Woche treffen werden, ist: In welchen Schatten legen wir uns? Wir wollen abschalten. Alles soll einfach sein. Pauschal, ohne großes Tamtam vor der Abreise. Ein Urlaub, der gleich nach dem Parkhaus am Frankfurter Flughafen beginnt, weil für alles gesorgt ist. Nach 14 Flugstunden steht Mohamed am Airport von Sansibar City bereit, um uns – und nur uns, denn so viele „Strand-Pauschalis“ gibt es hier nicht – mit dem klimatisierten Kleinbus einmal quer über die sattgrüne Insel an die Westküste nach Kiwengwa zu fahren.

Massai am Strand

Hier liegt unser Resort am kilometerlangen weißen Strand, mit diesem magischen Korallensand, der nie kalt ist, aber auch nie zu heiß wird. So wie auf den Malediven. Es gibt Gezeiten: Bei Flut schwappt der Ozean wie eine Badewanne, bei Ebbe wird der Strand sofort zur Radel- und Reitstrecke, zum Spazierpfad zum Seesternesuchen – und zum Matschspielplatz für die Kinder. Wenn wir morgens zum Frühstück schlendern, rufen uns ein halbes Dutzend Kellner, Poolboys und Zimmermädchen ihr gelassenes „pole, pole“ zu (frei übersetzt: immer mit der Ruhe) oder „hakuna matata“ (genauso frei übersetzt: Relax, hier sind deine Sorgen ganz weit weg). Noch bevor wir den ersten Schluck Kaffee im Becher haben, verinnerlichen wir das einfach.

Alles kann, nichts muss auf Sansibar. Wir haben jede Tour easy im Hotel gebucht, sind immer nur zu zweit und finden es toll. Den einen Nachmittag in den arabisch verwinkelten Gassen von Stone Town. Die Weltkulturerbe-Stadt war einmal der Sitz des Sultans von Oman, was Spuren hinterließ. Bewundernd streichen wir mit den Fingerspitzen über die kunstvoll geschnitzten schwarzen Ebenholztüren der Stadthäuser und kaufen bunte Halstücher. Wir lernen auf einer Gewürzplantage, wie Pfeffer wächst (als Kletterpflanze) oder Ananas (als Staude, nicht als Frucht an einem Baum!). Wir lassen uns durch kleine Dörfer kutschieren, sehen abends die Feuer angehen, weil Hühnchen mit Kochbanane ohne Strom ja irgendwie warm gemacht werden muss. Wir beobachten Jungs beim Kicken, 60 Kids in einem Team und mit nur einem Ball.

Fahrradfahren in Sansibar

Auf der ganzen Insel cruisen Männer und Frauen auf den vielleicht ältesten Fahrrädern der Welt und lächeln dabei. Im Herzen wirkt Sansibar weder geputzt oder gebürstet, sondern ehrlich afrikanisch. 80 Prozent der Menschen hier sind Muslime, darum tragen die Frauen Kopftuch und die Männer Kummah, flache Mützen mit schönen Stickereien. Dogmatisch und verbohrt wirkt keiner. Der „Sansibarian Way of Islam“ scheint ein gelassener zu sein.

Dau auf dem Ozean

Einmal geht es ganz in den Süden der Insel, um mit Booten auf den Indischen Ozean rauszufahren. In der riesigen Bucht vor Kizimkazi toben manchmal Hunderte von Delfinen in den Wellen, wo man mit ihnen schwimmen gehen kann. Wir sehen immerhin vier. Ich quieke vor Glück und fühle mich wie die kleine Meerjungfrau, als sie endlich ihren Prinzen küssen darf. Zurück im Hotel bestellen wir am Strand zwei „Serengeti“, das man das leichte Nachmittagsbier der Afrikaner nennen könnte. Damit setzen wir uns in den warmen Sand im Schatten einer hohen majestätischen Kokospalme. Es weht warme und samtige Ozeanluft. Lautlos segelt eine alte Dau vorbei. Ein Massai, sie kommen vom Festland herüber, so wie auch die Safari-Gäste, die vor dem Heimflug auf Sansibar noch mal drei Tage baden gehen, winkt nett und ruft „hakuna matata“ herüber. Stimmt, wie war das noch mal mit den Sorgen und dem Rest der Welt? Alles ziemlich weit weg von hier!

BUDGET

HINKOMMEN

Oman Air fliegt dreimal pro Woche von Frankfurt und München nach Sansibar, ab ca. 712 Euro. Zu Ostern heben Sansibar-Urlauber ab 799 Euro ab. Information und Buchung unter: www.omanair.com

WOHNEN


Bravo Club Kiwengwa: eine Nacht im Vier-Sterne-Club im Doppelzimmer mit All-inclusive-Verpflegung ab ca. 71 Euro pro Person.

DAS PAUSCHALPAKET

Eine Woche Sansibar: sieben Nächte im Vier-Sterne-Resort Ocean Paradise im Superior Zimmer mit HP inkl. Flug ab Frankfurt mit Oman Air, ab ca. 1396 Euro pro Person. Infos zum Pauschalpaket und Buchung unter www.fti.de, per Telefon: 089/25 25 10 24 oder im Reisebüro.

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