Reisetipps

Peru - der Westen Südamerikas Peru entdecken

Indiana Jones war auch schon in Peru. Kein Wunder, in dem Land im Westen Südamerikas kann man unzählige Abenteuer erleben. PETRA-Redakteurin Wiebke Borcholte kletterte in den Anden durch Inka-Ruinen, badete im Amazonas, stolperte durch den Dschungel – und staunte nicht nur über die Natur, sondern auch über sich selbst.
Peru
     

Fremd sieht es aus. Blasse Hühner picken zwischen den Steinen nach unsichtbaren Körnern, Frauen mit Filzhüten in grellbunt gemusterten Kleidern stehen in Gassen, das Kind im Tuch eingeschlagen auf dem Rücken. Das Alter der Frauen ist schwer zu schätzen, nichts regt sich in den Gesichtern. Okay, das ist also Peru. Ich bin sehr weit weg von zu Hause.

Für mich war Peru bisher so unerreichbar wie der Mond, ein fernes Land im Westen von Südamerika, in dem die Inkas unglaublich mysteriöse Steinstätten errichteten. 1532 fielen die Spanier ein und benahmen sich über 200 Jahre schlecht. Man isst Meerschweinchen und spielt Panflöte. Sowohl zu Meerschweinen als auch zu Panflöten habe ich ein schwieriges Verhältnis. Was man an den pfeifenden und beißenden Haarbüscheln finden kann, habe ich nie verstanden, und wenn die peruanische Volksweise „El Condor Pasa“ durch die Fußgängerzone schallt, ergreife ich die Flucht.

Darum empfinde ich es als umso verwegener, dass ich nun in den Anden auf einem Berg stehe – mit Blick auf die berühmte Ruinenstadt Machu Picchu. „Nur“ 2000 Menschen dürfen täglich die Sehenswürdigkeit bestaunen, trotz dieser Beschränkung ächzt die Sierra unter dem ständigen Strom der Touristen. Ich bin erst nachmittags angekommen, der Zug hatte während der Fahrt technische Probleme. Eine peruanische Verspätung rechnet man in Stunden, nicht in Minuten, das habe ich schnell gelernt.

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