Kultur

Buch-Tipp Generation A von Douglas Coupland

Als Douglas Coupland 1991 „Generation X“ veröffentlichte, waren alle begeistert: Endlich fasste jemand das Lebensgefühl der Mittzwanziger in Worte, die die Wohlstandswerte ihrer Eltern ignorierten und sich mehr für Konsumverweigerung und Coolness interessierten. Nun versucht Coupland an den damaligen Welterfolg anzuknüpfen: „Generation A“ spielt in einer nahen Zukunft, die fast so aussieht wie unsere Gegenwart. Bloß die Macht des Internets ist noch weiter gewachsen – und Bienen gelten als ausgestorben. Als fünf Menschen trotzdem gestochen werden, ist ihnen weltweiter Ruhm sicher. Coupland fragt, wie es wäre, wenn die Menschheit nur noch aus Individualisten bestünde, die nichts mehr miteinander verbindet außer Bienenstichen? Er schildert eine Gesellschaft, die zwischen digitalem Info-Chaos, Umweltkatastrophen und Celebrity-Wahnsinn das Gefühl für Nähe und Beziehungen verloren hat. Ein bizarrer, radikaler Roman und kritischer Weckruf.

Douglas Coupland: „Generation A“, Tropen, 330 S., 19,95 Euro

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