Kultur

petras Life - Ausprobiert Vier Tage ohne Handy & Internet

Weder Handy noch Internet – könnten wir das überhaupt noch? PETRA-Mitarbeiterin Angela Meier-Jakobsen hat es ausprobiert – und ein paar interessante Dinge herausgefunden. Auch über sich selbst.

Vier Tage ohne Handy und Internet
    

Okay, ich werde versuchen, ganze vier Tage ohne moderne Kommunikationsmittel auszukommen. Kein Handy, kein Internet, keine E-Mails – das ist der Deal. Obwohl mir das Telefon in die Hand gewachsen ist wie der Ball an Luca Tonis Fuß. Ich verschicke täglich rund 20 SMS, erledige Bankangelegenheiten und Shopping übers Internet. Dazu kommen die etwa 20 privaten und 30 beruflichen E-Mails pro Tag. Doch die Regeln für die nächsten Tage sind hart und kompromisslos:

1. Das Handy bleibt aus.

2. Der Computer darf genutzt werden – das Internet nicht.

3. Festnetztelefon und Anrufbeantworter sind erlaubt.

4. Jemanden auf dem Handy anzurufen nicht. Telekommunikation wie vor 15 Jahren.

Hier kommt das Tagebuch einer ungewohnt stillen Zeit. 

Donnerstag, 21.15 Uhr Am Vorabend des Experiments sitze ich mit Stift, Handy und einem Adressbuch am Küchentisch und schreibe Telefonnummern ab. Zumindest die fürs Festnetz. Wer kennt heute schon noch Nummern auswendig? Ich weiß nur die meiner Eltern und meines Ex-Freundes. Und letzteren möchte ich in den nächsten Tagen wahrscheinlich nicht anrufen. Mir fällt auf, dass ich etwa von der Hälfte meiner Bekannten nur eine Mobilnummer habe. Ich sehe mich schon einsam zu Hause versauern, komplett von der Welt abgeschnitten.

Freitag, 9.52 Uhr Ich wache zwei Stunden zu spät auf. Sonst weckt mich mein Handy. Und solche Selbstverständlichkeiten vergisst man offenbar schnell. Ich notiere „Funkwecker“ direkt unter „Telefonkarte“ auf meiner Einkaufsliste und bin froh, dass ich Freiberuflerin bin. So meckert wenigstens keiner wegen meines Zuspätkommens.

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