Kultur

Selbstversuch Rundum glücklich

365 Tage glücklich – geht das? Gretchen Rubin hat den Selbstversuch gemacht. Für ihr Happiness-Projekt probierte sie einiges aus: Ratgeber-Bücher, Lach-Yoga, Entrümpelungs-Aktionen. Ob ihr das mehr Lebensfreude brachte, verrät sie in unserem Interview.
Frau im Blumenfeld
    

Wenn wir nur vier Kilo abnehmen würden. Wenn wir nicht mehr so viel ackern müssten… Wenn wir doch einen Sechser im Lotto hätten … Ja, wenn, dann wären wir endlich richtig glücklich. Uneingeschränkt und für immer. Glauben wir zumindest. Doch geht das überhaupt? Rund um die Uhr glücklich sein?

Gretchen Rubin aus New York hat sich genau das gefragt. Denn auch ihr fehlte etwas im Leben zum vollkommenen Glück. Und das, obwohl sie so viel hat: eine kleine süße Familie, ein hübsches Zuhause, Erfolg als Juristin und Autorin. Dieses dumpfe Gefühl der Unzufriedenheit, obwohl es dafür keinen triftigen Grund gibt – das ist etwas, was wir alle wohl schon mal hatten. Unmengen an Büchern widmen sich dem Thema, und die Autoren versprechen uns fleißig, nach der Lektüre garantiert zufriedener zu sein … In Gretchen wuchs die Idee auszutesten, welche dieser Glücksthesen nun wirklich klappen – und welche nicht. Ein Jahr lang verschlang sie Ratgeber, beschäftigte sich mit Studien, Philosophen – und testete vor allem alle Tipps an sich selbst aus. Das tolle Ergebnis: Happiness ist machbar.

Und? Lohnen sich Glücksratgeber? Ich habe einige Bücher gelesen, die mir enorm geholfen haben. Es gibt jedoch dazu ein Aber! Wir alle haben ja die Erfahrung, dass uns ein Buch tief berührt oder zu einer neuen Einsicht geführt hat – andere aber sind vom gleichen Werk nicht mal halb so begeistert. Soll heißen: Nur, weil ein Ratgeber mir geholfen hat, hilft er nicht auch automatisch Ihnen oder meiner besten Freundin.

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Lifestyle | Psychologie