Kultur

Portrait Die neuen "Tatort"-Kommissare

Der eine stammt aus Gießen, der andere aus Detmold. Beide zählen zu unseren fleißigsten Kinostars, beide sind demnächst als „Tatort“- Ermittler unterwegs – und könnten doch unterschiedlicher nicht sein. Til Schweiger und Wotan Wilke Möhring im Kopf-an-Kopf-Duell.
Wilke Möhring und Til Schweiger
  

Wotan WILKE MÖHRING, 45

WOHER KENNEN WIR IHN?

Aus schrägen Indiefilmen („Lammbock“, „Eierdiebe“), Dramen („Der letzte schöne Tag“, „Operation Walküre“) und aus der Erfolgskomödie „Männerherzen“. (☞ Haben Sie übrigens gewusst? Wotan Wilke Möhring startete seine Karriere nackt auf einem Cover des Szene-Magazins PRINZ >>)

WAS ERWARTET UNS BEI EINEM KINOABEND MIT WOTAN?

Taschentücher raus! Es gibt keinen Schauspieler, der uns öfter zum Heulen bringt als er. Auch seine neue Tragikomödie „Das Leben ist nichts für Feiglinge“ (Familienvater muss mit dem Tod seiner Frau klarkommen) rührt zu Tränen.

WAS WIR AN IHM MÖGEN

Die Art, wie er sich hemmungslos in seine Rollen fallen lässt. Selbst wenn er Triebtäter oder Mörder darstellt – sein Spiel wirkt authentisch und geht unter die Haut.

SEINE UNGEWÖHNLICHSTE ROLLE?

In „Mann tut was Mann kann“ war Wilke Möhring gerade in einer lupenreinen Beziehungskomödie zu sehen. Was? Ja! Ganz ohne Tote, Psychos oder Knastis.

WAS ER AUCH SUPERGUT KANN ...

Radio und Waschmaschine reparieren – er ist nämlich gelernter Elektriker. Und er war auch mal Model. Anscheinend nicht so überzeugend: Vivienne Westwood gab ihm nämlich den Tipp, es lieber als Schauspieler zu versuchen.

WOTAN ÜBER TIL:

„Er ist auch so ein Filmverrückter wie ich. Und ein großartiger Vater, das muss man erst mal so hinkriegen.“

ZIELSCHEIBE „TATORT“

„Ich wusste gar nicht so recht, auf was ich mich da einlasse“, erklärt der Schauspieler, den das Medieninteresse an seinen Jugendsünden (Autos knacken) verblüfft hat. „Ich bereue gar nichts – höchstens die Sorgen, die ich meinen Eltern bereitet habe.“

WAS KOMMT ALS NÄCHSTES?

Zurzeit steht Wilke Möhring für den TV- Mehrteiler „Das Adlon“ vor der Kamera. Am liebsten würde er seinen Rucksack packen und reisen: „Einmal den Kindern die Welt zeigen, bevor sie zur Schule müssen.“

Wotan Wilke Möhring hat vor gar nichts Angst. Weder vor schwierigen Rollen noch vor miesen Kritiken, weil er einfach immer sein Bestes gibt. Vielleicht bietet er nicht so viel Action und Haudrauf-Lacher – aber der Punkt „Nachhaltigkeit“ geht an ihn

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