Kultur

Kinder-Kochbuch Kochen für Kinder

Kochen für Kinder

PETRA: Bei Ihnen laufen Playmobilmännchen über Spinatwiesen und Schleichtiere durch Salatdschungel. Muss man so kreativ sein, um etwas Gemüse ins Kind zu kriegen?

Laura Annaert: Der Satz „Mit Essen spielt man nicht“ ist jedenfalls total veraltet. Man führt die Kleinen doch auch spielerisch ans Rechnen oder an den Sport heran. Warum also nicht mal Brokkoli-Bäume bauen, wenn es der Gesundheit dient?

PETRA: Was haben Sie sonst noch für Tricks drauf?

Ich nehme die Kinder mit auf den Markt und in die Küche, lasse sie schnuppern und von allem probieren. Die sind natürlich erst mal skeptisch, wenn sie etwas noch nicht kennen. Letztlich ist es aber wie bei uns Großen: Wenn ein Gericht mit frischen Zutaten und Liebe gemacht ist, schlägt man gern zu.

Laura Annaert
Laura Annaert

Früher war Laura Annaert Model und Tänzerin - heute ist sie Mama und hat eine Kochschule

PETRA: Was tun, wenn mein Kind am liebsten täglich Nudeln mit Soße essen möchte?

Meine Töchter kriegen von Lasagne auch nie genug. Aber zum Glück eignen sich Pastarezepte ja gut, um etwas Gesundes, z.B. Spinat, Karotten, Mangold oder Artischocken dazuzuschummeln. Oder man macht es zum Ritual, dass es vorweg immer eine andere Suppe gibt.

PETRA: Sind Pommes böse?

Nein, so was muss auch mal sein. Aber man kann ja Tomatenscheiben oder gegrillte Paprika zum Hamburger servieren – und zur Auflage machen, dass es das eine nicht ohne das andere gibt. Kinder schließen recht bereitwillig Deals.

PETRA: Wie wichtig sind Farben?

Auf dem Teller sollte es immer schön farbenfroh zugehen. Nicht nur, weil die Kids dann mehr Spaß am Essen haben. Sie sind auch ein gutes Indiz dafür, ob eine Mahlzeit ausgewogen ist.

PETRA: Und wo wird serviert: am Katzentisch oder an der Familientafel?

Beides hat seinen Reiz. Hauptsache, die Deko stimmt: mit lustigen Tellern, buntem Tischtuch oder einem Schnapsglas mit selbstgepflückten Gänseblümchen

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Ernährung | Familie | Lifestyle