Kultur

Amy Adams in neuem Kinofilm Kennen Sie diesen Star?

Gut möglich, dass Sie jetzt Ihren Kopf schütteln. Denn Amy Adams hat den Ruf der ewigen Newcomerin, obwohl sie längst in der Oberliga spielt. Ihre neue Tragikomödie „Sunshine Cleaning“ sollten Sie sich unbedingt angucken.
Amy Adams und Patrick Dempsey in Verwünscht.
   

An den 16. Dezember 2002 wird sich Amy Adams noch lange erinnern. Es ist der Premierenabend zu „Catch Me If You Can“ – einemFilm, der ihr Leben verändern soll. Sie trägt eintief ausgeschnittenes Abendkleid und hat die blonden Haare locker zurückgesteckt. Neben ihr winken Leonardo DiCaprio, Tom Hanks und Steven Spielberg in die Kameras. Später in der Nacht fällt Amy Adams mit klopfendem Herzen und vielleicht ein bisschen champagner-duselig ins Bett. Sie ist sicher: Nie wieder muss sie miese TV-Rollen annehmen, nur um die Miete zu zahlen. Nie wieder Klinken putzen. Ab morgen wird das Telefon klingeln, und die guten Drehbücher werden mit dem Gabelstapler abgeladen. Aber das Telefon schweigt. Zwei Jahre lang. Willkommen in der Welt von Amy Adams – einer Welt, in der alles geht, nur nie den geplanten Weg. Seit die 33-Jährige vor zehn Jahren erstmals vor der Kamera stand, legte sie eine einzigartige Karriere hin. Einzigartig chaotisch. Sie tauchte in Teenie-Serien wie „Buffy – Im Bann der Dämonen“ auf, heimste zwei Oscar-Nominierungen für Independent-Filme ein und verwandelte das Disney-Märchen „Verwünscht“ in einen Box-Office-Hit. Keine Spur einer Strategie. Stattdessen wurde sie von den US-Medien alle Jahre wieder zur viel versprechenden Newcomerin hochgejubelt.

Heute, nach knapp 20 Filmen und unzähligen TV-Jobs, quittiert die zierliche Amerikanerin solche Schlagzeilen mit einem feinen Lächeln: „Die Leute ahnen nicht, wieviel Arbeit darin steckt, ein Newcomer zu werden.“ Immerhin war sie dieses Jahr für den Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert. Doch der Preis ging bekanntlich an Penélope Cruz. Amy Adams, die mit ihrer Rolle als Nonne in dem Missbrauchs-Drama „Glaubensfrage“ beeindruckt hatte, freute sich trotzdem. Nicht dieses verkniffene „Contenance, die Kamera läuft!“- Grinsen, nein, Amys Augen strahlten mit ihrem 700 Karat schweren Fred-Leighton-Collier um die Wette. Oscar hin oder her, hinter Amy Adams liegt ihr bislang erfolgreichstes Jahr. Sie drehte gleich zwei Filme mit ihrem Idol Meryl Streep. Und laut „Forbes“ zählt sie zu den zehn am besten verdienenden Hollywood-Schauspielerinnen – obwohl viele Kinogänger sie noch kaum wahrgenommen haben.

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Schlagworte
Film | Lifestyle | Stars
Autor
Iris Soltau