Kultur

Der Schauspieler aus Doctor's Diary Florian David Fitz im Interview

Er sorgt in der Comedy-Hitserie „Doctor’s Diary“ beim weiblichen Publikum regelmäßig für Lachkrämpfe – und Herzklopfen. Mit „Vincent will meer“ erobert er das Kino.
   

Florian David Fitz, 35, kann auch ganz anders als „Doctor’s Diary“- Arzt Dr. Marc Meier: In „Vincent will meer“ spielt er nach einem eigenen Drehbuch einen jungen Mann mit Tourette-Syndrom, der mit der rebellischen Marie (Karoline Herfurth) aus dem Heim Richtung Italien türmt. Für sein Engagement für Tic- und Tourette-Betroffene wurde er unser Charity-Held des Monats. Im PETRA-Interview verrät Florian David Fitz, was ihn mit Marc Meier ("Doctor's Diary") verbindet, warum Nasenbluten sehr praktisch sein kann und dass er sogar freiwillig den Abwasch macht.

Warum leidet Vincent ausgerechnet am Tourette-Syndrom? In Boston an der Schauspielschule hatte ich einen Lehrer mit Tourette. Da habe ich mich gefragt: Wie lebst du damit, wenn dein eigener Körper dich ständig betrügt und Sachen macht, die dir total peinlich sind?

Bringt’s Spaß, solche Ticks zu spielen? Na ja. Diese Rolle war eher eine Gratwanderung. Einerseits soll das Publikum lachen dürfen, auf der anderen Seite ist es nicht Absicht des Filmes, sich auf Kosten der Figur nur lustig zu machen. Richtig Spaß macht es eher, einen wie Dr. Marc Meier zu spielen.

Verstehe. Es bringt Ihnen also mehr Spaß, den arroganten Sack raushängen zu lassen – denn der sind Sie ja eindeutig in „Doctor’s Diary“… Na ja, wer hätte daran keinen Spaß? Weil ich mir da Dinge rausnehmen kann, die ich mir so nie erlauben würde.

Das heißt, Sie haben auch im wahren Leben eine arrogante Ader? Vielleicht … Und dann brauche ich sicher ab und an eins auf den Deckel. Das kriege ich aber auch.

Ach, echt, von wem denn? Von meiner Familie. Ich muss lernen, die anderen anders sein zu lassen und nicht zu denken, dass ich weiß, was das Beste für sie wäre. Das ist auch eine Form von Arroganz.

Promotion
Anzeige
1 von 3
Schlagworte
Film | Lifestyle | Stars