Kultur

Die heilige Johanna

Diese Frau behauptet sich im letzten Männerberuf: Johanna Wokalek spielt in der Bestseller- Verfilmung „Die Päpstin“. Höllisch gut und himmlisch intensiv. Das PETRA-Interview, von ihr persönlich abgesegnet.
   

Zitat

»Ich gebe zu: Meinen langen Haaren habe ich hinterhergeweint.«

Johanna Wokalek bekam als „Päpstin“ einen Topfschnitt – inklusive Tonsur.

Johanna Wokalek ist eine Alpha-Frau. Nein, keine, die nach vorne prescht und laut polternd Wertschätzung einfordert. Hat sie auch nicht nötig, denn die gebürtige Freiburgerin, die zu Deutschlands besten Schauspielerinnen zählt, kann entspannt auf ihre subtile, machtvolle Präsenz setzen. Im letzten Jahr dominierte die 34- Jährige mit erschreckender Intensität als Gudrun Ensslin das Ensemble von „Der Baader Meinhof Komplex“. Jetzt spielt sie keine(n) Geringe(n) als den Pontifex.

Ja, wir sind „Die Päpstin“– und was für eine! Unter der Regie von Sönke Wortmann geht Johanna Wokalek in der tollen Verfilmung von Donna W. Cross’ Bestseller auf eine beschwerliche Reise durchs frühmittelalterliche Europa. Ihre Filmfigur tarnt sich als Mann, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Und da ja alle Wege nach Rom führen, landet sie im Epizentrum der Macht, dem Vatikan. Die Anreise zum PETRA-Interview verlief deutlich komfortabler und weniger zeitintensiv: Johanna Wokalek, die seit Jahren am Wiener Burgtheater spielt, empfing uns in einem Berliner Nobelhotel. 

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Schlagworte
Film | Stars | Lifestyle
Autor
Carolin Streck