Kultur

Die a-capella-Band basta im Interview

Schon seit elf Jahren ist die a-capella-Band "basta" mit wortwitzigen Texten und Ohrwurm-Melodien erfolgreich. Jetzt haben die Kölner ihr fünftes Album veröffentlicht und touren damit durch Deutschland. Petra.de sprach mit Band-Mitglied William Wahl über musikalische Einflüsse, die neue Platte und seine Solopläne.
  

Petra.de: Wann habt ihr eigentlich eure Leidenschaft zur Musik entdeckt?
William Wahl: Das ist ganz unterschiedlich. Viele schon im Elternhaus, manche später in der ersten Teenie-Band. Ich bin beispielsweise ab der 7. Klasse auf ein musikalisches Gymnasium gegangen.

Ihr habt alle unterschiedliche Berufe erlernt. Wie seid ihr zur Musik und schließlich zu basta gekommen?
Das lief einigermaßen zufällig. Wir kennen uns schon sehr viel länger, als es die Band gibt. Wir haben sechs, sieben Jahre lang zusammen musiziert, bevor wir die erste Platte herausgebracht und eigene Songs geschrieben haben. Und es gab viele verschiedene Besetzungen, bevor sich die Leute gefunden haben, die jetzt die Band basta bilden.

A-capella-Musik ist ja eine spezielle Musikrichtung. Wie kam diese Entscheidung zustande?
Das hatte rein praktische Gründe. René Overmann und ich haben die Gruppe gegründet. Damals waren wir noch keine reine a-capella-Gruppe. Wir sind mit einer Kontrabassistin oder einer Gitarre auf die Straße gegangen, um unser Taschengeld aufzubessern. Die a-capella-Richtung stellte sich dann als das Effektivste herraus, um Leute zu begeistern.

2006 hattet ihr eine eigene TV-Show „...und basta!“. Wie sah diese Sendung aus?
Den größten Teil haben wir mit unseren Songs bestritten. Aber wir hatten auch immer einen prominenten Gast, mit dem wir gemeinsam Musik gemacht haben.

Ist so ein Fernsehprojekt für Euch auch in Zukunft wieder vorstellbar?
Auf jeden Fall! Es war zwar etwas anstrengend, weil wir so gar nicht aus dem Fernseh-Milieu kommen und immer sehr nervös waren. Inzwischen hat aber Thomas Aydintan häufiger als Moderator gearbeitet, so dass wir einige Erfahrungen sammeln konnten. Konkrete Pläne gibt es momentan aber nicht.

Eure Liedtexte sind ziemlich originell. Wer von Euch schreibt sie und woher kommen die Ideen dazu?
Es gibt immer mal wieder Songs, die wir gemeinsam schreiben, der Hauptteil ist aber von mir. Lieder, die eine Geschichte erzählen, kann man einfach nicht zusammen schreiben. So eine Geschichte schlummert in einem persönlich und will auch von der einen Person erzählt werden. Lieder dagegen, die eher Pointen aneinanderreihen, wie unser WM-Song „Gimme hope Joachim“, die schreiben wir auch schon mal zusammen.

Das heißt, es gibt eine klare Aufgabenteilung bei euch: Einer schreibt, der andere komponiert usw.?
Normalerweise sind unsere Aufgaben schon klar verteilt. Meistens schreibe ich die Musik zu meinen Texten. Aber es gibt auch Ausnahmen wie auf der aktuellen Platte. Da hat Thomas zum ersten Mal einen Titel getextet und ich hab die Musik dazu geschrieben. Andreas Hardegen, unser Mann am Bass, kümmert sich dagegen um alles Organisatorische, Finanzen und diese furchtbaren Steuererklärungen.

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