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Body Fettabsaugung - was verändert so eine OP wirklich?

Fettabsaugen bei Frauen

Der liebe Gott hat mich mit einem Durchschnittskörper (wenn man leichtes Übergewicht als Durchschnitt bezeichnen will) und einem recht gesunden Selbstbewusstsein ausgestattet. Ich bin nicht gefährdet, was aufgespritzte Lippen und künstliche Brüste angeht. Aber ich habe – ich korrigiere – hatte dieses Bein-Problem. Meine Oberschenkel und ich waren noch nie gute Freunde. Wobei ich das heute mit 40 gar nicht mehr verstehen kann, wenn ich Bikinifotos von vor 20 Jahren betrachte und mich frage: Wo genau war damals eigentlich mein Problem?

Schönheits-OP
Schönheits-OP´s

Wechselduschen, straffende Bodycremes, vielversprechende Beauty-Treatments bleiben ohne Ergebnis

Wo es noch vor wenigen Monaten war, kann ich sehr genau sagen: zu viel Oberschenkel mit zu vielen Dellen. Hosen immer gern weit. Röcke bitte immer nur bis übers Knie. Shorts? No way! Und natürlich der Klassiker: Wie überbrücke ich den endlos langen Catwalk am Strand von der Liege bis zum Wasser, ohne dass mich ALLE anstarren und sich fragen, in welchem Winter ich mir diesen schweren Hagelschaden an den Beinen geholt habe? Viele Jahre also, die ich Tag für Tag vorm Spiegel stand und mich fragte, warum der liebe Gott mir das angetan hat. Jahre, in denen ich für einen Halbmarathon trainierte, in der Hoffnung, davon Beine wie Gisele Bündchen zu bekommen. Wechselduschen, straffende Bodycremes, vielversprechende Beauty-Treatments ohne Ergebnis – ich hab alles probiert. Wirklich geholfen hat nichts. Eigentlich wollte ich mich auch nur mal schlaumachen bei meinem ersten Termin mit Dr. Gerhard Sattler in der Rosenpark Klinik in Darmstadt. Er gilt als einer der besten Dermatologen und ästhetischen Chirurgen unseres Landes. Einfach nur mal hören, was der Experte denkt. Was die Optionen sind. Das Ergebnis: Liposuktion, sprich Fettabsaugung, an beiden Oberschenkeln mit anschließender Laserlipolyse gegen die Cellulite, bei der das Fettgewebe in den obersten Hautschichten gelockert, erhitzt und verflüssigt wird, sodass es später im Heilungsprozess zu einer Glättung kommt. Ich schlucke, Dr. Sattler erklärt mir den Eingriff bis ins kleinste Detail, und in meinem Kopf rauscht es den ganzen Weg nach Hause: Soll ich? Soll ich nicht? Doch ja, ich mache es. Mein OP-Termin ist wenige Wochen später. Ich kann es selbst nicht glauben: ICH lasse eine Schönheits-OP machen?

Frau isst Eclair
Essverhalten

120000 Fettabsaugungen

Was dann kommt, kannte ich bisher nur aus dem Fernsehen: Im OP stelle ich mich nur im Slip vor einen Spiegel, Dr. Sattler sitzt im Schneidersitz auf dem Boden vor mir und zeichnet mit einem dicken Filzer die Zonen ein, die abgesaugt werden sollen. Innenknie, Innenoberschenkel, Außenoberschenkel. Ich bin komplett bemalt. Welcome to RTL2. Aber das Gefühl bleibt nur kurz, denn dann geht’s los. Der Anästhesist versetzt mich mit Propofol in eine Art Dämmerzustand. Eine Vollnarkose ist bei so einem Eingriff nicht nötig. Eine Stunde lang wird jetzt die sogenannte Tumeszenz-Lösung durch viele kleine Schläuche in die Regionen gepumpt, die später abgesaugt werden sollen. Am Ende habe ich über zehn Liter in beiden Beinen. „Die Tumeszenz ist eine stark verdünnte Narkoselösung, die dafür sorgt, dass das Fett in der Unterhaut sich vollsaugt und so besser gelöst werden kann. Je mehr Tumeszenz benutzt wird, desto gleichmäßiger kann man absaugen“, erklärt Dr. Gerhard Sattler, der in seiner bisherigen Laufbahn an die 12 000 Fettabsaugungen durchgeführt hat.

Die OP vergeht wie im Fluge

Die eigentliche OP vergeht wie im Fluge. Ich spüre nicht viel außer der vibrierenden Kanüle. Wir unterhalten uns, im Hintergrund läuft Musik. Nach der Absaugung kommt noch kurz der Laser zum Einsatz, und das war’s dann. Gute drei Liter reines Fett sind raus. „Viel mehr ist nicht sinnvoll“, so Sattler. „Wir versprechen unseren Patienten, dass sie schon nach drei, vier Tagen wieder voll einsatzfähig sind. Wenn man zu viel absaugt, kann es postoperativ zu Komplikationen kommen.“ Der Chef geht. Ich stehe auf, und zwei Schwestern streichen so gut es geht aus den 16 Mini-Schnitten die Flüssigkeit, die sich in meinen Beinen befindet, und stecken mich in eine Miederhose, die für die nächsten sechs Wochen mein permanenter Begleiter wird. Drei weitere Tage – bis die komplette Flüssigkeit aus mir raus ist – werde ich noch mit dicken Wattekissen um die Beine leben müssen, dann ist der schlimmste Teil überstanden. Als ich dann das erste Mal ohne Verbände vorm Spiegel stehe, bekomme ich eine Ahnung davon, worauf der Heilungsprozess, der gut vier Monate dauert, hinausläuft: schöne, schlanke Beine. Kein Speck mehr an der Innenseite, kein Knubbelknie. Ich mache schnell ein Foto, denn das Zeitfenster, in dem man das Endergebnis erahnen kann, ist nur ganz kurz, weil im Zuge der Heilung das Gewebe erst einmal wieder anschwillt.

Schöne Beine und Po
Orangenhaut adé

Der Schmerz lässt nach

Ein Gefühl des Glücks überkommt mich. Euphorie. Natürlich bin ich für einige Tage etwas schlapp und unbeweglich. Mein Körper fühlt sich an, als hätte ich eine besonders harte Yoga-Stunde hinter mir. Aber wie bei echtem Muskelkater wird auch dieser Schmerz von Tag zu Tag weniger und ist nach zwei Wochen ganz verschwunden. Auch dank der Lymphdrainage, die ich zweimal die Woche machen muss. Sie sorgt dafür, dass die Wundflüssigkeit aus dem Gewebe besser abtransportiert werden kann.

Sechs Wochen später: „Hast du abgenommen? Du siehst so schmal aus!“ Seit ich die Miederhose los bin, hagelt es Komplimente. Nein, abgenommen habe ich kein bisschen. Auf der Waage hat eine Fettabsaugung fast überhaupt keinen Effekt, was Dr. Gerhard Sattler so erklärt: „Das Fett wiegt einfach nicht viel. Wenn Sie Ihr Gewicht nach der OP ganz konstant halten, sind es nach der Abschwellphase vielleicht ein bis 1,5 Kilo weniger.“ Aber darum geht es auch nicht. Denn meine komplette Körpersilhouette hat sich verändert. Meine Beine, die früher eine leichte X-Form hatten, sind jetzt schlank und gerade. Hosen, die früher am Oberschenkel prall saßen, haben jetzt Luft – und im Sommer unterm Kleidchen scheuert nichts mehr aneinander.

Die kleinen Narben verblassen

Ich bin Journalistin. Ich bin kritisch. Und ich würde niemals jemandem leichtfertig zu einer OP raten. Dazu habe ich mittlerweile auch zu viele Horrorstorys von Frauen gehört, die sich in Chile, Brasilien oder auch hier in Deutschland haben operieren lassen und durch die Hölle gegangen sind. Mit schwersten Blutergüssen und Hammerschmerzen. Das alles hatte ich nicht. Schon nach einer Woche war von meinen Blutergüssen nicht mehr viel zu sehen. Die kleinen Narben sind im Laufe der letzten zehn Monate immer weiter verblasst.

Wie groß der Leidensdruck ist, muss jeder ganz für sich selbst entscheiden. Mein persönliches Fazit sieht jedoch so aus, dass ich ohne Übertreibung sagen kann, dass sich durch die OP mein Leben verändert hat. Ich schaue mich selbst im Spiegel anders an. Ich trete anders auf. Meine Ausstrahlung hat sich verändert, sagt mein Mann – der übrigens absolut gegen den Eingriff war, sich jetzt aber vor Begeisterung über das Ergebnis kaum einkriegt. Er findet mich noch sexier als vorher. Oder ist es vielleicht eher so, dass ich mich sexier fühle und dadurch auf ihn eine andere Wirkung habe? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich die Entscheidung nicht eine Sekunde lang bereut habe. Ich fühle mich einfach wohler mit mir selbst. Das Fett ist endlich nicht nur an den Beinen weg, sondern auch als Ballast von meiner Seele genommen.

Mehr zu Dr. Gerhard Sattler: rosenparkklinik.de

Allgemeine Infos: Unter gaecd.de und dgaepc.de können Sie sich über Fachärzte und Eingriffe informieren.

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