Pflegetipps

Glatte Haut Anti-Falten-Tipps

Richtig glatte Haut! Und wie bekommt man die? Mit Cleverness, einer guten Portion Know-how und etwas Disziplin ist das gar nicht so kompliziert ...
Frau schminkt Falten weg
  

Es wäre so schön: Ein wenig Wunderextrakt auf die Haut geben, einwirken lassen und schon ist der Teint wieder ebenmäßig-glatt. Bezaubernde Vorstellung. Damit sie möglichst real wird, suchen Experten großer Beauty-Konzerne unermüdlich nach innovativen Wirkstoff- Heroes und investieren Millionen von Euros in Forschung und Entwicklung. Das Ergebnis: Ein Produkt-Dschungel aus Tiegeln, Tuben und Töpfchen mit riesigen Versprechungen und kuriosen Inhaltsstoffen, die mehr nach Science-Fiction als nach Gesichtspflege klingen. Wer soll denn da noch durchsteigen? Wir zeigen Ihnen hier, welche Produkte für Sie wirklich Sinn machen, damit die Sache mit dem Anti-Aging glattläuft...

WIE WIRKT EIGENTLICH....

Q10

Ohne kommt die Zelle schlecht drauf: Das Coenzym ist notwendig zur Energie-Umwandlung und -Speicherung. Jedes Gramm Haut besteht deshalb zu einem Vierzigstel aus Q10 – im Idealfall und in jungen Jahren jedenfalls. Ab dem 25. Lebensjahr nimmt die Konzentration an Q10 stetig ab, besonders wenn Sonne, Zigaretten und Stress im Spiel sind. Q10 hat nämlich einen Zweitjob als Bodyguard und kämpft als Radikalenfänger an vorderster Front, um die Zellen vor Schäden durch freie Radikale zu bewahren. Je weniger Q10, desto mehr sieht man der Haut ihr Alter an: Sie bekommt Falten, wirkt fahl.

Interview Dr. Franz Stäb, Abteilungsleiter in der Forschung bei Beiersdorf Wann wurde Q10 als Wunderwaffe entdeckt? Wir haben dessen Bedeutung für Hautzellen 1992 zusammen mit Kollegen in meinem Labor erkannt und weiterentwickelt. Weil Q10 aber mit Sauerstoff und Licht reagiert, hat es sechs Jahre gedauert, bis wir es stabil in eine kosmetische Formulierung einbauen konnten. Was ist das Besondere an Q10? Das aktive Potenzial der Zellen kann durch die Zugabe von Q10 wieder erhöht werden. Die Haut wird elastischer, dichter, feine Linien sind reduziert. Tolle Neuheit: Wir konnten die Q10-Dosis in unseren Produkten jetzt teilweise verdoppeln.

Retinol

Unter Dermatologen ist der Wirkstoff, der auch unter dem Namen Vitamin A bekannt ist, sehr beliebt. Kein Wunder, denn Retinol geht gegen verschiedene Faktoren der Hautalterung vor: Es fördert die Zellerneuerung, indem es die Zellteilung anregt, den Kollagenaufbau, stärkt die Hautdichte und mindert Pigmentverschiebungen. Allerdings handelt es sich um einen so effektiven Wirkstoff, dass er mit Vorsicht eingesetzt werden muss, damit er nicht reizt. Glücklicherweise wird der Wirkstoff inzwischen so bearbeitet, dass er ohne Irritationen von der Haut aufgenommen werden kann.

Tripeptide

Ein Peptid ist ein Eiweiß-Baustein des Körpers. Für die Kosmetik interessant wurde es, als 1992 im Rahmen einer Wundheilungsstudie an der Uni Tennessee ein sehr kurzes Peptid gefunden wurde, das leicht in tiefere Hautschichten dringt. Heute weiß man, dass bestimmte Peptide (z. B. Tripeptide) Reparaturmechanismen in Gang setzen: Sie docken sich an Zellen des Bindegewebes und aktivieren dort Gene, die die Funktion bestimmter Enzyme fördern oder schwächen. Auf diese Weise wird der Kollagenbestand positiv beeinflusst, und die Haut wird wieder praller.

Hyaoluron

Etwa 15 g hat ein 70 kg schwerer Mensch davon im Körper – also etwa so viel wie eine Tube Lipgloss. Das hört sich erst mal nicht nach viel an, reicht aber für ein pralles Leben: Ein Gramm ist in der Lage, bis zu sechs Liter (!) Wasser aufzunehmen, was Hyaluronsäure zu einem Topstar in Sachen Feuchtigkeitserhalt kürt. In der Kosmetik kann das schwammartige Molekül das Elffache seines Eigengewichtes an Feuchtigkeit speichern und an die Haut abgeben. So glätten sich kleine Trockenheitsfältchen schnell.

Resveratrol

Dieser Wirkstoff gehört zum Clan der Antioxidantien und siedelt sich in der Upperclass an. US-Forscher bezeichnen es als Super-Anti-Aging-Molekül, weil es sozusagen als Spezialeinheit gegen freie Radikale vorgeht. Diese Krawall-Verbin- dungen sind nicht zu unterschätzen, weil sie sich ständig an den Bausteinen unserer Zellen vergehen. Jede in unserem Körper wird täglich etwa 10.000-mal attackiert – und dieser Dauerbeschuss führt irgendwann zu Schäden

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