Fuß-Beauty

Barfußlaufen Heute geh' ich unten ohne!

Schuhe in die Ecke schmeißen und loslaufen – unten ohne! Ob in der Großstadt oder auf dem Land: der Trend zum Barfußlaufen verbreitet sich stetig. Wir erklären, ob das Gehen ohne Schuhe wirklich so gesund ist und geben Ihnen nützliche Einsteiger-Tipps. 3, 2, 1…los!
Frau barfuß am Strand
   

Ich bin Zeuge geworden. Letzten Sonntag. Ich kam gerade vom Bäcker und stand nichtsahnend an der Ampel. Mitten in Hamburg, an der Außenalster. Auf der anderen Straßenseite stand ein Mann. Adrett mit Hemd, Rucksack – aber völlig Schuhlos. Tut das nicht weh? Hat er keine Angst in eine Scherbe zu treten. In eine rostige Schraube – einen Hundehaufen? Die Sirenen in meinem Kopf schlugen Alarm. Dann sprang die Ampel um und es wurde Grün. Super, so konnte ich mir diese mutige Spezies mal genauer anschauen. Ich fokussierte sein Gesicht und war baff. "Sieht ja ziemlich entspannt aus der Mann", sagte ich zu meinem Freund. "Ich mache mir ja schon in die Hose, wenn ich nach einer durchtanzten Nacht nicht mehr anders kann, als meine High-Heels in die Hand zu nehmen und barfuß nach Hause zu wandern. Kann man das wohl lernen?"

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Seit diesem Erlebnis achte ich vermehrt auf Barfußgänger und muss mir eingestehen, dass dieser Trend – oder wohl eher diese Bewegung – bis jetzt an mir vorbeigegangen ist. Und es gibt nicht nur Menschen, die barfuß Spazierengehen, sondern auch welche, die barfuß joggen und wandern. Gerade wenn die Sonne rauskommt, laufen mir vermehrt Menschen mit nackten Füßen über den Weg. In der Stadt wie auf dem Land. Und es scheint ihnen Spaß zu machen, ohne Schuhe herumzulaufen.

Schon Sebastian Kneipp empfahl das Barfußlaufen als wirksames Kurmittel. Auch die Buddhistische Mönche müssen es wissen: Denn sie verzichten einen Großteil ihres Lebens auf Schuhe und wandern unten ohne durchs Leben. Und selbst im TV sehen wir Shakira barfuß über die Bühne hüpfen. Kein Wunder also, dass auch bei uns in Deutschland immer mehr Menschen auf Schuhe verzichten. Aber: Worauf muss man achten? Tut Barfußgehen und-laufen dem Körper wirklich gut?

Die Fußmuskulatur dankt uns!

Beim Gehen ohne schützenden Schuh müssen unsere Füße ständig Unebenheiten ausgleichen. Das stärkt die Fußmuskulatur. Diese Muskeln sind wichtig für uns! Warum? Sie tragen das Quer- und Längsgewölbe an der Fußunterseite. Wenn die Muskeln dagegen verkümmern, können sich die Gewölbe absenken. Dadurch entstehen Fehlstellungen wie Platt- oder Senkfüße. Wussten Sie's? Muskeln, Bänder und Sehnen können sich durch das Tragen von Schuhen zurückbilden.

Gerade für Kinder und Jugendliche lohnt es sich, barfuß zu laufen. Denn das Barfußgehen fördert die gesunde Entwicklung der Fußmuskulatur. Und mal ehrlich: Es gab früher doch nichts Schöneres, als barfuß auf einer Wiese zu spielen. Und auch für uns Erwachsene bringt das unten ohne-Gehen weitere Vorteile: Gerade wenn es in der Familie einige Fälle mit Fehlstellungen gibt, sollten Sie Barfußgehen als vorbeugende Maßnahme nutzen.

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Vorsicht bei Fehlstellungen und Diabetis

Wenn dagegen bereits eine Fehlstellung besteht, hilft das Gehen ohne Schuhe der Gesundheit nicht weiter! Bei falsch gewachsenen Knochen (verformt) im Fuß ist der Nutzen ziemlich gering. Nur wenn die Füße aufgrund einer unterentwickelten Muskulatur entstanden ist, kann Barfußgehen die Muskulatur aufbauen.

Kurz gesagt: Bei Verformungen im Bereich des Vorderfußes ist Barfußgehen hilfreich. Bei Verformungen im Bereich des Rückfußes eher nicht. Mit einem Klischee können wir noch abschließen: Der Wirbelsäule tun Sie nichts Gutes beim Laufen ohne Schuhe!

Auch Diabetiker sollten eher auf nicht zu bewussten Barfuß-Läufern werden. Zwar profitiert der Fuß des Diabetikers von der guten Durchblutung im Fuß, doch auf der anderen Seite wird die Schmerzempfindlichkeit vermindert. Die Folge? Verletzungen bleiben oft unentdeckt. Die Alternative: zum Beispiel Fünf-Finger-Schuhe.

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