Frisuren

Haare färben Haare selber färben

Steht Ihnen der Sinn mal wieder nach einer Veränderung? Sie finden Ihre Haare langweilig? Ein Farbwechsel wäre jetzt genau das, was Sie brauchen. Aber sich die Haare beim Friseur umfärben zu lassen, kann teuer werden. Deshalb haben wir die besten Tipps für das Colorieren zu Hause für Sie zusammengestellt, und verraten Ihnen, wann es wirklich Sinn macht, sich in professionelle Hände zu begeben.
Frau färbt Haare selbst
  

Die richtige Farbe

Sie wollten schon immer eine coole, rote Mähne? Dann los! Bevor Sie sich ans colorieren machen, sollten Sie aber klären, welche Haarfarbe Sie genau haben. Denn fast jede Frau schätzt ihre eigene Haarpracht dunkler ein als sie ist, wodurch die Einwirkzeit nicht richtig bemessen wird. Vergleichen Sie daher den Farbton Ihrer Haare mit den Abbildungen auf den Färbepackungen oder fragen Sie Ihren Friseur. Sie müssen ihm ja nicht verraten, warum es Sie interessiert.

Auch den neuen Farbton sollten Sie richtig wählen, wobei Sie sich nicht mit den kryptischen Bezeichnungen wie z.B. „Mahagoni Satin“ auf der Verpackung herumärgern müssen. Anhand der Nummern können Sie sich einfacher orientieren:
Die erste Zahl gibt die Helligkeitsstufe an: 10 ist sehr hell, 1 ist schwarz. Die zweite Ziffer gibt Aufschluss über die Nuance: 0 = Natur, 1 = Asch, 2 = Gold, 3 = Kupfer/Gold, 4 = Kupfer, 5 = Mahagoni, 6 =Violett, 7 =Braun, 8 =Blau, 9 = Perlmutt.

Ich will schönes Haar! 1
Haarpflege

Vorbereitung

Jede Färbung strapaziert das Haar. Sie sollten Ihre Haare daher optimal auf die Coloration vorbereiten. Um ein unregelmäßiges Ergebnis zu vermeiden, sollten die Spitzen vorher unbedingt geschnitten werden. Mit dem restlichen Pflegeprogramm beginnen Sie etwa vier Wochen vor der Färbung: Eine Aufbaukur sorgt für die Stärkung der Haarstruktur, denn nur auf gesundem Haar wirkt die Färbung gleichmäßig und bringt Ihre Mähne zum Glänzen. Wenn die Haare direkt vor dem Färben mit einem tiefenreinigenden Shampoo gewaschen werden, können eventuelle Rückstände von Stylingprodukten restlos entfernt werden.

Frau mit gefärbten Haaren
Natürlich gefärbte Haare

Stopp! Nicht selber färben, wenn...

Bei extremen Farbwechseln suchen Sie besser einen Friseur auf. Denn ohne genaues Wissen über die Haarstruktur und die chemischen Prozesse, die beim Färben ablaufen, entspricht die neue Haarfarbe nicht dem gewünschten Ergebnis. Hält man die Einwirkzeit nicht korrekt ein, wird entweder das Haar geschädigt oder nicht der richtige Farbton erreicht. Für das Colorieren zu Hause also lieber nur ein bis zwei Nuancen heller oder dunkler wählen.

Sie sind anfällig für Allergien? Dann macht es Sinn, die Farbe einen Tag vorher auf der Haut zu testen. Es gibt auch Produkte ohne Ammoniak, die die empfindliche Kopfhaut schonen. Benutzen Sie im Ansatz ein Wattepad zum Auftragen, statt die Farbe einzumassieren.

Vorsicht gilt ebenfalls bei natürlichen Färbemitteln. Pflanzenfarben wie Henna oder Extrakte aus Walnussschalen colorieren das Haar auf eine andere Wirkungsweise als chemische Mittel. Ist die Haarpracht einmal mit einer Naturfarbe behandelt worden, gibt es kein Zurück: Auf keinen Fall darf das Haar danach mit chemischen Mitteln übergefärbt werden, denn das Ergebnis ist unberechenbar. Bei einer Blondierung riskieren Sie sogar einen Grünstich. Erst wenn die Hennafarbe herausgewachsen ist, dürfen die Haare wieder chemisch gefärbt werden.

Sich Zeit nehmen

Sie sind ungeduldig und können es kaum erwarten, die neue Haarfarbe zu sehen? Obwohl auf der Packung steht: „Nur 20 Minuten Einwirkzeit“, machen Sie bitte nicht den Fehler und färben sich „mal eben schnell“ die Haare. Vor dem Anmischen der Farbe sollten alle Utensilien schon griffbereit liegen. Unerlässlich sind Handschuhe, damit die Farbe in den Haaren bleibt und nicht Ihre Finger mitcoloriert. Neben einem Färbepinsel, der das Auftragen erleichtert, sollte eine kleine Schüssel für die Färbeflüssigkeit bereitstehen. Außerdem werden ein Stilkamm und ein Küchenwecker benötigt. Ziehen Sie sich alte Klamotten an und legen sich ein altes Handtuch um. Sehr wichtig sind Haarklammern aus Plastik, da Metallklammern mit dem Färbemittel oxidieren und Ihre Haare dadurch abbrechen können!

Alle Sachen zusammen und nichts wie los? Einen Moment noch! Vorher sollten Sie die Anleitung ganz genau studieren. Auch wenn Sie schon erfahren in Sachen Haare färben sein sollten und immer dieselbe Coloration verwenden: Es darf kein Schritt vergessen werden und die Hersteller ändern gelegentlich die Zusammensetzung, sodass die Einwirkzeit kürzer oder länger wird.

Promi-Trend: Rot

Genug Farbe?

Wenn die Vorbereitung abgeschlossen ist, alle Utensilien griffbereit liegen und Sie die Anleitung genau gelesen haben, kann’s los gehen. Für den Fall, dass Ihre Haarpracht eher zu der längeren Sorte gehört, sollten Sie jedoch noch eines bedenken: Möchten Sie panisch mit zur Hälfte eingekleisterten, in ein Handtuch gewickelten Haaren in die Drogerie stürmen, weil die Farbe doch nicht gereicht hat? Nein. Also wandern am besten gleich zwei Päckchen der Coloration in Ihren Einkaufskorb. Das ist immer noch günstiger als danach zum Friseur zu gehen, der das Unheil beseitigen soll. Bereits am Anfang sollten beide Packungen angemischt werden, damit die Einwirkzeit gleichmäßig bleibt. Beginnen Sie danach sofort, die Paste aufzutragen.

Was tun bei grauem Haaransatz?

Zeigen sich am Ansatz bereits graue Haare? Dann sollte nicht das komplette Haar gleichmäßig eingefärbt werden, denn so könnten Ihre Längen am Ende eine andere Farbgebung aufweisen als Ihr Haaransatz. Massieren Sie deshalb vor dem Colorieren in alle Partien, die noch nicht ergraut sind, etwas Haarspülung. Das Färbemittel sollte danach lediglich am Ansatz aufgetragen werden. Erst in den letzten zwölf Minuten der Einwirkzeit kommt die Farbe auch in Ihre Längen.

Frau mit Lockenwicklern
Haare als Gute-Laune-Macher

Pflege danach

Es hat alles geklappt, die neue Farbe sieht super aus und Sie sind mehr als zufrieden? Super! Damit das so bleibt, verhelfen ein paar einfache Tricks zu lang anhaltendem Farbglanz. Werden die Haare nur mit lauwarmem statt heißem Wasser gewaschen, trocknen sie nicht so leicht aus. Zwischendurch können Sie nach dem Waschen ins feuchte Haar eine Mischung aus kaltem Wasser und Zitronensaft einmassieren, um der Farbe Frische zu verleihen. Als Schutz vor ausbleichendem UV-Licht kann man eine spezielle Pflege für getöntes und gefärbtes Haar benutzen. Die Farbpigmente bleiben so länger erhalten und die Pflege versorgt Ihre Mähne zudem mit Glanz.

Mit diesen Tipps und Tricks kann nichts mehr schief gehen und Ihrer neuen Haarfarbe steht nichts mehr im Wege. Auf die Plätze, färben, los!

Weitere Tipps für gefärbte Haare

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Schlagworte
Frisuren | Haarpflege | Haarstyling | Pflegetipps | Tipp
Autor
Julia Struck